Star bringt Nachfolger ins Spiel

Ribéry: "De Bruyne ist ein guter Spieler, aber ..."

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Kevin De Bruyne.

München - Kevin De Bruyne gilt als möglicher Nachfolger von Franck Ribéry und Arjen Robben. Der Franose hält den Wolfsburger aber nicht für die richtige Wahl - einen Chelsea-Star hingegen schon.

Was wurde nicht in den vergangenen Wochen alles über Kevin De Bruyne gesprochen. Der Wolfsburger spielt bislang eine grandiose Saison, kommt auf 25 Scorer-Punkte - Bestwert. Noch vor Arjen Robben (24) und Thomas Müller (21). Klar, dass der 23-jährige Belgier trotz seines bis 2019 datierten Vertrags bei den Niedersachen immer und immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird. Der Rekordmeister soll sogar schon sein Interesse für 2016 hinterlegt haben. Als Ersatz für Arjen Robben und Franck Ribéry.

Beide haben beim Rekordmeister noch ein bis 2017 gültiges Arbeitspapier. Beide sorgen für die überraschenden Momente im Spiel der Roten. "Natürlich sind wir wichtige Spieler für unsere Mannschaft", sagt Ribéry im Interview mit der Sport Bild. "Wir haben auf dem Platz Qualitäten, die so vielleicht andere Spieler nicht haben: Wir lieben das Risiko, wir gehen gerne eins gegen eins, wir attackieren. Aber wir werden natürlich noch oft gefoult, ja ich möchte sagen, sogar gejagt."

Franck Ribéry ist skeptisch bei Kevin De Bruyne als möglichen Nachfolger des Franzosen.

Doch es gibt noch ein viel größeres "Aber": Die wohl gefährlichste Flügelzange der Liga ist immer mal wieder angeschlagen - und 31 Jahre alt. Der Zahn der Zeit nagt. Doch dass ausgerechnet De Bruyne ein gleichwertiger Ersatz ist? Der Franzose ist skeptisch. "Er ist ein super Spieler", sagt Ribéry zwar. "Aber wenn ich ihn beobachte, stelle ich fest: Er ist kein Spieler, der den Ball nimmt und ins Dribbling geht, gerne den Gegner vor sich hat. De Bruyne ist super, wenn er Platz hat, bei Kontern." Ein Profi im Trikot des FC Bayern habe aber selten Platz, bekomme keine großen Räume. "Er ist ein guter Spieler - und er ist noch jung, er kann noch lernen." Ähnliches behauptet er von Marco Reus, der in jüngster Vergangenheit ebenfalls öfters mit den Münchnern in Verbindung gebracht worden war.

Da wundert es kaum, dass der Franzose zu dem Schluss kommt: "Spieler wie Arjen und mich findet man nicht so leicht auf der Welt, bei allem Respekt." Er verstehe zwar, dass sich der Klub Gedanken um potenzielle Nachfolger machen müsse. "Aber Arjen und ich sind noch nicht fertig!"

Eden Hazard.

Und wenn es dann doch mal so weit ist? Wer könnte dann in die Fußstapfen von Robbéry treten? Für den Franzosen gibt es da einen klaren Kandidaten: Eden Hazard! "Er attackiert immer, er mag es, auf die Gegner zuzugehen", begründet Ribéry seine Wahl. "Aber er spielt bei Chelsea - das könnte teuer werden für Bayern." Tatsächlich: Der 24 Jahre alte Belgier besitzt bei den Blues noch einen Vertrag bis 2020, sein Marktwert liegt bei rund 60 Millionen Euro. Doch dass die Bayern auch eine solche hohe Summe stemmen könnte, machte Finanz-Vorstand Dreesen jüngst im kicker-Interview deutlich: "Wir könnten 100 Millionen für einen Spieler zahlen." Warum also nicht für einen möglichen Ribéry-Nachfolger namens Eden Hazard?

mg

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