Franzose plaudert aus dem Nähkästchen

Brisantes Angebot für Ribéry: "Real hat es probiert"

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Franck Ribéry hätte wegen Louis van Gaal beinahe den FC Bayern verlassen.

München - Franck Ribéry und der FC Bayern - diese Liaison lässt sich inzwischen getrost als echte Liebesbeziehung bezeichnen. Doch es gab auch andere Zeiten - wie der Franzose in einem Interview freimütig preisgibt.

Werbeträger "König" Franck.

"Bayern hat wieder einen König" - so lautete 2007 die schlagzeilenträchtige Werbebotschaft eines Sportartikelherstellers, mit dem Franck Ribéry verbandelt ist. Der Franzose war im Sommer 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern gewechselt - für die damalige Rekordablösesumme von rund 25 Millionen Euro. Die Hoffnungen, die Verantwortliche und Fans in ihn und seinen Stürmerkollegen Luca Toni setzten, waren enorm. Doch Ribéry erfüllte alle Erwartungen - und spielte sich mit seiner Art blitzschnell in die Herzen der Fans. "Ich habe sofort Leistung gebracht, das honorierten die Menschen. Es gefällt ihnen auch, dass ich auf sie zugehe (...). In München bin ich einfach glücklich", erklärt der 32-Jährige in einem Interview mit "Goal.com".

Ribéry: "Der Trainer Louis van Gaal war ein schlechter Mensch"

Doch es gab auch andere Zeiten: Als 2009 Louis van Gaal als neuer Trainer an die Säbener Straße kam, verschlechterte sich Ribérys Situation rapide. "Es gab zwischenmenschliche Probleme. Van Gaal und ich kamen nicht miteinander klar. Beim Amtsantritt wusste niemand, was passieren würde. Er meinte, Namen seien scheißegal, Stars nicht notwendig und alle müssten sich neu beweisen. Der erste Kontakt war vorbelastet", erinnert sich der französische Superdribbler an den Amtsantritt des streitbaren Niederländers mit dem großen Ego: "Als Profi verlierst du das Vertrauen. Auf dem Platz machte er wirklich gute Sachen. Nur der Trainer Louis van Gaal war ein schlechter Mensch. Unsere Beziehung war total zerrüttet."

Die Situation war für den Fanliebling derart belastend, dass er sich mit einem potenziellen Wechsel auseinandersetzte: "Zahlreiche Klubs wollten mich von einem Transfer überzeugen. Real Madrid, der FC Barcelona, Juventus, Chelsea, Manchester City – da fängst du an zu überlegen. Ich machte mir Gedanken, wo die Zukunft liegen soll. Das ist ganz menschlich." Ein Abgang stand sogar kurz vor dem Vollzug. "Real hat es probiert, sie wollten mich. Keine Ahnung, welchen Preis Bayern aufgerufen hat", verrät der Franzose.

"Warum soll es bei Bayern in Zukunft keinen Platz für mich geben?"

Offenbar einen sehr hohen, denn am Ende kam der Wechsel nicht zustande. Der damalige Präsident Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge machten Ribéry klar, dass er den Rekordmeister auf keinen Fall verlassen dürfe. "Sie bedankten sich nochmals und sagten mir, ich dürfe nicht gehen, weil sie mich brauchen und ich so wertvoll sei wie Lionel Messi für Barcelona (...). Letztlich bin ich glücklich, wie es ausging", erklärt Ribéry.

Inzwischen wirbelt der "Filou" bereits im achten Jahr im Bayern-Trikot durch die Bundesliga und die Champions League, sein aktueller Vertrag läuft noch bis 30. Juni 2017. Bei Ablauf wäre Ribéry dann 34 Jahre alt - sehr wahrscheinlich, dass seine große Zeit beim FC Bayern dann zu Ende geht - zumindest als aktiver Profi.

Denn grundsätzlich kann sich Bayerns Nummer 7 auch eine Zukunft an der Säbener Straße abseits des grünen Rasens vorstellen: "Ich fühle mich wohl in München – meine Familie genauso. Warum soll es über 2017 hinaus nicht einen Platz für mich im Verein geben? Warum nicht bei Bayern bleiben? Die Bosse können das bestimmt ermöglichen. Ob als Spieler, als Trainer im Nachwuchs, oder in anderer Funktion – ich bin offen für vieles." Die Fans hätten sicherlich nichts gegen einen Verbleib Ribérys einzuwenden...

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