Geburtstagsinterview über den Kaiser

Beckenbauer wird 70! Maier: Er als Bundespräsident? Warum nicht!?

+
Sepp Maier und Franz Beckenbauer kennen sich seit 55 Jahren.

München - Der Kaiser feiert Geburtstag – und in der tz gratuliert einer seiner ältesten Freunde: Sepp Maier über den Menschen hinter der Lichtgestalt, verrückte Urlaube und anbetende Anekdoten

Herr Maier, können Sie sich noch an Ihre erste Begegnung mit Franz Beckenbauer erinnern?

Maier: Der Franz war ja schon bekannt, als er noch in der Jugend war. Dass das ein guter Nachwuchsmann ist, das wussten wir. Er war damals in der sogenannten Sonder-Jugend. Das hatte nichts mit dem Geisteszustand zu tun, falls Sie das jetzt denken (lacht), das waren die Jugendlichen zwischen der Schülermannschaft und der ersten Jugend. Das waren die 14- bis 16-Jährigen.

Er sagte mal, als er Sie gesehen hat, dachte er nur: Das soll ein Torwart sein? Den schießen die Gegner ja mit dem Ball ins Tor!

Maier: Ja, da hat er sich sauber getäuscht! Ich hatte damals jedenfalls nichts weiter gedacht. Der Franz war zurückhaltend, ein bisserl schüchtern. A Buarle eben. Er ist so richtig dazugestoßen, als wir das Endspiel um die bayrische Meisterschaft hatten. Das war gegen Nürnberg in Augsburg, 2:1 haben wir da verloren. Aber der Verlierer durfte eine Woche lang Urlaub machen in einer Jugendherberge in Sonthofen bei Oberstdorf. Da war dann auch der Franz dabei.

Zu wem hatte er damals den besten Draht?

Maier: Eigentlich gleich zu allen. Ein paar Jahre später nach dem Bundesliga-Aufstieg sind wir dann zusammen in Urlaub gefahren.

Wo ging es hin?

Maier: Nach Korcula im damaligen Jugoslawien.

Nur Sie und er?

Maier: Nein. Zusammen mit meiner Frau und seiner damaligen Freundin Ingrid, mit der er auch einen Sohn hat.

Was kann man von dem Urlaub berichten?

Maier: Gaudi! Ich weiß noch, wie wir den Dingac getrunken haben, den kroatischen Rotwein. Unsere Frauen waren richtig sauer, sind schon längst ins Bett gegangen. Und wir saßen da und hatten irgendwann so viel von dem Dingac getrunken, dass sie uns nicht mehr aufs Zimmer lassen wollten. Dann haben wir solang hibumpert, bis sie uns reingelassen haben. Aber damit war es dann noch nicht gut.

Wie meinen Sie das?

Maier: Vorher saßen der Franz und ich noch lang auf der Terrasse, hatten ein bisschen auf einem Klavier herumgeklimpert und so was. Und dann sagt der Franz plötzlich: „Du Seppi, wie hast du gegen Tennis Borussia eigentlich diesen einen Ball gehalten? Kannst mir das noch mal zeigen?“ Und dann hat er einen seiner Badelatschen genommen und so geworfen, wie der Ball im Spiel geflogen war. Ich bin natürlich hinterhergehechtet – auf dem Betonboden dieser Terrasse. Da habe ich mir dann alles aufgerissen am Arm, was ich aber überhaupt nicht gemerkt hatte, weil wir so blau waren. Meine Frau hat es dann schon gemerkt…

Und war nicht besonders begeistert.

Maier: Sie meinte nur: „Wo kommst du denn her? Haben sie dich geschlagen, weil du so blutest?“ Da habe ich gesagt: „So ein Schmarrn! Wir haben bloß Fußball gespielt. Draußen auf der Terrasse.“

Dann bleibt nur eine Frage: Haben Sie den Schlappen damals auch gehalten?

Maier: Ja logisch! Und alles war aufgeschürft (lacht).

Hat Franz Beckenbauer diese Zeiten gemeint, als er sagte, früher war mehr Spaß da, früher musste man nicht an jeder Ecke befürchten, dass dort jemand mit der Kamera steht?

Maier: Mit Sicherheit. Damals hatten wir es schon viel einfacher, wenn man das bedenkt.

Mit acht Jahren hat er Lumpen und Alteisen zusammen gesammelt, um sich seinen ersten Lederball leisten zu können. Hat man ihm das auch später noch angemerkt, diese Beharrlichkeit, wenn er etwas unbedingt wollte?

Maier: Er ist schon ein Giasinger Bua geblieben, ganz sicher. Er ist sehr heimat- und münchen-verbunden, auch wenn er nicht mehr hier wohnt. Aber er ist immer gern hier und freut sich, wenn wir uns alle mal wieder treffen. Er ist da immer gleich geblieben, er hat nie überspannt. Wenn man ihm das nachgesagt hat, dann galt das immer nur für sein Auftreten auf dem Spielfeld. Denn er war technisch immer so weit, dass es einfach eleganter ausgeschaut hat. Das war lässig, einfach lässig. Viele nannten ihn deswegen aber überspannt.

Er ging auf jeden Fall mit einem sauberen Trikot vom Platz.

Maier: Ja genau. Für die harte Arbeit hatte er ja Katsche Schwarzenbeck.

Viele Leute sagen, Franz ­Beckenbauer ist ein reines Glückskind.

Maier: Mit Glück hat das nichts zu tun. Da steckte und steckt harte Arbeit dahinter. Sicher ist er ein Glückskind, wir alle sind Glückskinder – weil wir in der Zeit geboren sind. Aber von nichts kommt auch nichts. Es wird nie ein Mensch Glück haben, der nur darauf wartet. Der hat immer Pech. Das Glück musst du erzwingen, du darfst nur nicht nachlassen. Du musst arbeiten, arbeiten! Dann gibt es zwar auch Niederschläge, aber daraus musst du lernen und weitermachen.

Wann hat Franz Beckenbauer das Glück ganz besonders erzwungen?

Maier: Ich weiß es nicht. Ich muss aber mal sagen: Es hat auch Situationen gegeben, in denen haben wir uns angefeindet und gestritten. Aber das war immer nur im Zusammenhang mit der Mannschaft, damit wir wieder auf die Füße kommen. Das war ganz besonders bei der WM ’74. Er war der Kapitän, und irgendwann haben wir ihm mal deutlich gemacht, was er für Fehler macht. Er hat es eingesehen, aber er hat auch gefragt, warum ihm das vorher niemand gesagt hat.

Und warum nicht?

Maier: Weil sich niemand getraut hat! Erst als wir ganz entspannt bei einem Bier und Wein zusammensaßen, sind die ganzen Ersatzspieler aus sich herausgegangen. Franz hatte das angezettelt mit dieser Runde im Speisesaal. Er wollte „sauber reden“, hat sogar Co-Trainer Jupp Derwall rausgeschickt und meinte, das wäre eine interne Mannschaftssitzung! Der Jupp Derwall ist dann immer wieder gekommen, hat an der Tür gelauscht und dem Trainer berichtet. Da musste der Franz am nächsten Tag den Helmut Schön beruhigen. Aber es hat gewirkt – bis morgens um fünf hatten wir uns ausgesprochen.

Ist das so eine Gabe von ihm, dass er mit allen gut kann?

Maier: Er hat das Gespür, er kann lenken. Er kann nicht mit allen, aber er wird nie unfreundlich und akzeptiert andere Meinungen. Als Trainer hat er seine Spieler gewähren lassen, bis zu einem gewissen Punkt. Und wenn es zu viel war, dann hat er geschimpft, war aber nicht nachtragend. Wie schon als Spieler. Was er mir alles an den Kopf geschmissen hat damals! Aber nach dem Spiel war es vergessen.

Was ist seine größte Leistung aus Ihrer Sicht?

Maier: Seine größte Leistung war immer, dass er gesagt hat: „Das mache ich nicht, das kommt für mich nicht infrage.“ Und dann hat er es doch gemacht! Und er hat es gut gemacht!

Haben Sie ein Beispiel?

Maier: Als wir einmal in Malente waren und zusammengehockt sind, da meinte der Helmut Schön zu ihm: „Ich geh irgendwann in Rente, und du machst mal den Bundestrainer.“ Und der Franz so: „Na, so ein Schmarrn! Ich werd nie im Leben Trainer! Nie im Leben!“ Und was war dann? Aber eines muss man ihm lassen: Wenn er irgendwo zusagt, dann macht er das auch hundertprozentig.

Was kann man von ihm lernen?

Maier: Das Golfen nicht (lacht).

Was kann man sich dann abschauen?

Maier: Seine Gelassenheit. Wie er äußere Dinge aufnimmt. Er ärgert sich schon, natürlich. Aber er zeigt es nicht. Er ist immer freundlich, du kannst mit ihm immer über alles reden, er hilft jedem. Da gibt es viele Beispiele.

Gute Freunde kann niemand trennen – lebt er dieses Motto?

Maier: Ja, das würde ich sagen.

Sind Sie gute Freunde?

Maier: Ja klar, logisch. Wenn du jemanden 55 Jahre kennst.

Wie würden Sie diese Freundschaft beschreiben? 

Maier: Franz und ich, bei unserer ganzen Generation ist das so: Wir sind Freunde, aber wir sind nicht aufdringlich. Wenn wir uns mal vier Wochen nicht sehen, dann sehen wir uns halt mal vier Wochen nicht. Wir sind nicht andauernd am Rumtelefonieren, von wegen: ,Ja, wie geht’s dir denn, was machst denn?‘ Wir freuen uns, wenn wir uns mal sehen, ob nun alle vier Wochen oder nach drei Monaten. Dann ist wieder große Gaudi. Ich finde gut, dass man sich da nicht auf den Geist geht. Und was dann immer rauskommt: „Weißt du das noch, weißt du dies noch?“(lacht)

Dann erzählen Sie doch mal: Was ist Ihre Lieblings-Anekdote?

Maier: Das gehört ja eigentlich nicht in die Zeitung. Aber gut, bei Spielen zum Beispiel: Wenn ich bei Flanken herausgekommen bin und dann bei ihm im Kreuz gelandet bin, dann hat er immer gesagt: ‚Schrei doch einfach mal! Jetzt schrei endlich mal!‘ Und dann habe ich mal geschrien, und er ist trotzdem dageblieben. Beim nächsten Mal dann bin ich im Tor geblieben und habe „Franz“ gerufen, er selbst ist aber auch stehen geblieben und hat „Sepp“ gerufen. Dann ist also keiner hingegangen. Er hat von da an immer mit der Hand abgewunken, so richtig abwertend. Das mochte ich gar nicht, überhaupt nicht! Und ich habe ihm gedroht: „Wenn du noch mal so eine Handbewegung machst, dann knie ich mich vor dich hin und bete dich an! Im Stadion, vor allen Leute! Ich bete dich an wie den lieben Gott!“

Wie fand er das?

Maier: Er hat mir natürlich nicht geglaubt. Dann ist eine Zeit vergangen, er hat nicht mehr daran gedacht – und dann kam plötzlich eine Flanke, die uns beiden durchging, und der Franz hob an zum Abwinken. Ungefähr auf halber Höhe vom Arm sagte ich: „Hey, Franz, weißt du noch?“ Da hat er blitzschnell zurückgezogen und seine Hand hinterm Rücken versteckt. Ich hätte mich sofort hingekniet – das wäre ein schönes Bild geworden (lacht). Ein Bild für die Welt.

Können Sie mit dem Begriff Lichtgestalt etwas anfangen?

Maier: Ich glaube, dass es dem Franz gar nicht recht ist, dass er so genannt wird. Es passt nicht zu ihm, zu der Generation von uns.

Würden die Menschen ihm alles verzeihen?

Maier: Nein, das glaube ich nicht. Er hat in letzter Zeit schon ein paar Dinge gesagt, die passten für viele nicht so. Das liegt einfach daran, dass der Franz so ein impulsiver Mensch ist. Dann redet er schnell mal, denkt nicht so darüber nach. Das sollte er besser nicht tun, aber das weiß er selber.

War es seine größte Leistung, die WM 2006 nach Deutschland geholt zu haben?

Maier: Ja, auf alle Fälle. Das war ein Aufwand, alle FIFA-Länder zu besuchen. Ich war einmal dabei, in Brasilien. Also, so eine Strapaz, Hut ab! Ich glaube, er war da in 35 Ländern. Mehr unterwegs als der Papst.

Was hat Ihnen Beckenbauer aus New York erzählt?

Maier: Eine andere Welt. Es hat ihn geprägt, aber nicht verändert. Abgehoben ist er in New York nicht, trotz des Glamours.

Wie wichtig war Robert Schwan?

Maier: Sehr wichtig. Er hat ihn geführt. Durch ihn wurde alles professionell. Ein guter Mann. Auch für den FC Bayern. Für Franz war er ein väterlicher Freund, Schwan wollte nur das Beste für ihn, und Franz hat ihm voll vertraut. Was Franz an Werbung nicht machen wollte, hat er dann dem Gerd und mir weitergegeben. Autoreifen, Tankstelle, da hatte Franz keine Zeit (lacht). Neid gab es aber keinen.

Für seine Familie hatte er damals wenig Zeit.

Maier: Das war bei uns allen so, leider. Meine Tochter ist auch ohne mich aufgewachsen, die hat auch meine Frau alleine aufziehen müssen. Wir waren ja mehr unterwegs als die Burschen heute. Und es waren weite Reisen. 1966 in Argentinien zum Beispiel. Ganz andere Luft, ganz andere Welt. Das war schon in England so, dass alles so anders war.

Was war sein größtes Spiel? Mexiko 1970, Halbfinale gegen Italien, mit gebrochener Schulter?

Maier: Einmal, gegen Liverpool, Europapokal der Pokalsieger 1967. Ein 0:0, da war das erste Mal sein Trikot dreckig. Zu Hause – damals noch Grünwalder – haben wir 3:1 gewonnen.

Können Sie sich an ein spezielles Tor erinnern?

Maier: Vor allem an Eigentore – er war ja oft der gefährlichste Stürmer der Gegner. Einmal hat er mir in zwei Spielen hintereinander eines reingehauen. Erst in Berlin, ein schönes Ding in den Winkel bei einem Befreiungsschlag. Dann gegen Köln wieder eins. Bei der Besprechung vor dem nächsten Spiel habe ich Dettmar Cramer gefragt: Wer deckt den Franz? Alle haben gelacht, der Franz sagte: Arschloch. Aber er hat auch gelacht.

Vor dem Europapokalfinale in Glasgow wohnten Sie als junge Fußballer mit den Rolling Stones in einem Hotel. Wie war das?

Maier: Pfundig. Wir haben mit Mick Jagger Fotos auf der Hotelcouch gemacht. Der war die ganze Zeit stoned. Den haben die anderen zu mir auf die Couch getragen, und der Franz hat das Foto gemacht. Den Jagger hast eigentlich den ganzen Tag nicht gesehen, und einmal ist er plötzlich in unsere Spielersitzung reingeplatzt. Da muss er gerade aufgestanden sein. Zwei Uhr nachmittags. „Sorry“ hat er gesagt.

Wäre Beckenbauer ein guter Bundespräsident?

Maier: Vielleicht sagt er, er macht es nicht – und dann macht er es doch. Nach dem Wulff und dem Theater wäre er bei einer Umfrage wohl sogar noch vor Günther Jauch gekommen.

Wäre er ein guter ­FIFA-Präsident?

Maier: Da traut er sich nicht hin, den ganzen korrupten Haufen bringt auch der Franz nicht mehr hin. Er sollte eine neue Liga aufbauen, so wie beim Boxen, da gibt es auch mehrere. Franz Beckenbauer Weltliga oder so was. FBW. Aber er ist schlauer geworden und hat sich jetzt mehr zurückgenommen. Er hat die letzten 40 Jahre versäumt, weil er so viel unterwegs war. Ich möchte sein Leben nicht haben. Ich mag meine Ruhe. Er konnte eigentlich nie das machen, was er gerade machen wollte. Du musst dich ja mal selber bestimmen können. Ich beneide ihn nicht, dass er noch immer so viel unterwegs ist. Ich wünsche ihm, dass er mal mehr zurücksteckt. Aber er kann natürlich nicht alle Ämter von heute auf morgen aufgeben. So was macht er nicht.

Haben Sie mal zu ihm gesagt: Franz, hör auf!

Maier: Logisch. Aber er sagt dann: Ich kann nicht zurück. Ich kann ja nicht Nein sagen. Er schaut immer, ob was geht. Das ist seine größte Stärke – und Schwäche: dass er nicht Nein sagen kann.

Wie alt wird er?

Maier: Ich wünsche ihm 100 Jahre. Bei vollem Bewusstsein. Gesundheit ist das Wichtigste, sonst hast du nichts davon.

Der kleine Schatten

Er gilt als Lichtgestalt, dem alles gelingt, vieles zufliegt. Aber in der langen Karriere von Franz Beckenbauer gibt es auch Schattenseiten. Ein paar seiner Entscheidungen oder ­Ansichten sind fragwürdig. Als Mitglied des FIFA-­Exekutivkomitees votierte er beispielsweise für ­Russland als Ausrichter der Weltmeisterschaft 2018 – und unterschrieb danach einen Vertrag mit einem russischen Gasproduzenten. Er hält auch in Treue fest zum umstrittenen FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter, seinem Freund, wie er sagt. Und dann die Sätze zu Katar, dem WM-Gastgeber 2022: „Ich habe noch nicht einen einzigen Sklaven in ­Katar gesehen. Die laufen da frei rum. Ich bin oft in Katar und habe deshalb ein anderes Bild, das, glaube ich, ­realistischer ist.“

Der Kaiser in Zahlen

22.25 Uhr, 11. September 1945, Haas-Klinik in Giesing: Franz Anton Beckenbauer erblickt das Licht der Welt. Die Eltern: Postobersekretär Franz Beckenbauer und dessen Frau Antonie.

4. Stock, St.-Bonifatius-Platz, Obergiesing: Da wuchs Franz junior auf.

3 Mal heiratete Franz ­Beckenbauer: Brigitte (geschieden 1990), Sybille (geschieden 2004), 2006 ehelichte er ­Heidi.

90 Mark war sein erster Monatslohn bei der Allianz

4 Eigentore erzielte er in der Bundesliga – Platz vier.

57 Auftritte hatte er im ZDF-Sportstudio. Er ist damit Rekordgast.

2 Fußballer wurden als Spieler und Trainer Weltmeister. Franz (1974/1990) und Mario Zagallo (1958, 1962/1970)

4 Söhne (Stephan verstarb am 31. Juli 2015) und eine Tochter hatte Franz.

8 Enkel machen den Kaiser glücklich.

160 Millionen Euro beträgt sein – geschätztes – Privatvermögen.

1 Onkel von Franz spielte vor ihm für die Bayern: Alfons von 1931 bis 1934.

20 Jahre alt war er, als die erste Biografie erschien (Dirigent im Mittelfeld).

4 Mal wurde Beckenbauer Deutschlands Fußballer des Jahres

600 000 Mark zahlte der FCB 1971, um ihn als ersten deutschen Spieler gegen Spielunfähigkeit zu versichern.

6 Geschwister hatte Franz (vier Brüder und zwei Schwestern)

424 Bundesliga-Spiele absolvierte er (396 für den FCB, 28 für den HSV). Er erzielte dabei 44 Tore.

1 Mal traf Franz an der ZDF-Torwand vom Weißbierglas (1994 als Meistertrainer mit den Bayern).

6 Bundesliga-Spiele hatte er absolviert, als er am 26. 9. 1965 in Schweden sein Länderspiel-Debüt feierte. Der DFB siegte 2:1.

0 Minuten sah sein Vater von Franz’ DFB-Debüt. Er machte sich nichts aus Fußball und ging spazieren.

15 000 Mark Gage erhielt er für die Titelrolle im Film Libero (1973).

103 Länderspiele machte Franz, traf dabei 14-mal.

2 Mal half Beckenbauer als Interimstrainer bei den Bayern aus (1994 und 1996).

18 Jahre lang war er Vize- und Präsident des FC Bayern (1991 bis 2009).

1 ausländischer Klub wurde von Franz trainiert: Marseille 1990/1991.

1,75 Millionen Mark Ablöse zahlte Cosmos New York an Bayern (350 000 davon übernahm Franz).

400 Mark betrug sein Monatsgehalt bei seinem ersten

FCB-Profivertrag (1964).

2 Titel gewann er im August 1956 mit der Schülermannschaft des SC 1906 bei der Münchner Stadtmeisterschaft: im „Ball über die Schnur“ und Handball.

1 Tisch, ein Topf, ein Teller und ein Franz spielten die Hauptrollen in seinem legendären Knorr-Werbespot. Der Vertrag brachte ihm 12 000 Mark.

13 Titel feierte er als Spieler mit dem FC Bayern, einen mit dem HSV (Meister 1982).

4 Titel gewann er als Trainer: 1990 Weltmeister, 1991 Französischer Meister (Marseille), 1994 Deutscher Meister, 1996 Uefa-Cup-Sieger.

20 Prozent Provision kassierte sein Manager von 1966 an für alle Beckenbauer-Einnahmen.

3 Mal war Franz US-Meister (1977, 1978 und 1980 mit Cosmos).

21 „wichtige Auszeichnungen“ (dpa) erhielt Franz. Darunter das Verdienstkreuz am Bande (1976), das Verdienstkreuz des Verdienstordens (1986), die Ehrennadel der ­FIFA und die Ehrenpräsidentschaft des FCB (2009).

Interview: M. Knippenkötter

auch interessant

Meistgelesen

Neues Parkhaus an der Allianz Arena: Platz für 1.245 Autos
Neues Parkhaus an der Allianz Arena: Platz für 1.245 Autos
FCB-Zentrale immer dünner besetzt - Effenberg bleibt zuversichtlich
FCB-Zentrale immer dünner besetzt - Effenberg bleibt zuversichtlich
„Operation Henkelpott“: So funktioniert Ancelottis Masterplan
„Operation Henkelpott“: So funktioniert Ancelottis Masterplan
Hoeneß: Darum holen wir keinen Ersatz für Lewandowski
Hoeneß: Darum holen wir keinen Ersatz für Lewandowski

Kommentare