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Rekordkulisse in der Allianz Arena: Bayern-Frauen stolz auf Sieg gegen Barca

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Geburtstagskind und Torschützin: Klara Bühl (Mitte) jubelt mit Georgia Stanway und Lea Schüller.
Geburtstagskind und Torschützin: Klara Bühl (Mitte) jubelt mit Georgia Stanway und Lea Schüller. © IMAGO/Ulrich Wagner

Die Damen des FC Bayern schlagen den FC Barcelona in der Allianz Arena. 24.000 Zuschauer haben das Team um Torschützin Klara Bühl beflügelt.

München – Es war spät geworden, fast halb zwölf, als Lina Magull, die Kapitänin des FC Bayern, aus der Interviewzone der Allianz Arena in Richtung Kabine schlappte. „Ich hoffe, dass dort schon Getränke kalt gestellt sind“, sagte die Nationalspielerin. Angestoßen wurde auf Torschützin Klara Bühl, die nicht nur das frühe 1:0 gegen den FC Barcelona erzielt hatte, sondern am Mittwoch auch 22 wurde. Und natürlich auf den sensationellen 3:1-Sieg in der Champions League gegen Barca.

„Es tut sehr, sehr gut, gegen die meiner Meinung nach aktuell beste Frauenmannschaft der Welt gewonnen zu haben“, erklärte Magull, die das zweite Tor der Bayern selbst erzielte und das dritte durch Lea Schüller mit einer perfekten Flanke vorbereitete. Mit überfallartigen Angriffen überrumpelten die Münchnerinnen Barca in der Anfangsphase, nach zehn Minuten stand es bereits 2:0. Danach übernahm Barcelona die Spielkontrolle, doch die Bayern-Abwehr hielt dem enormen Druck stand. „Wir hatten einen Spielplan, der ist super aufgegangen“, freute sich Sarah Zadrazil: „Das war alles in allem ein verdienter Sieg, ich bin stolz auf die Mannschaft!“

Ehrenrunde nach dem großen Spiel: Die Bayern-Frauen feierten in der Allianz Arena den Sieg über Barca. Vorne mit Fahne: Lina Magull.
Ehrenrunde nach dem großen Spiel: Die Bayern-Frauen feierten in der Allianz Arena den Sieg über Barca. Vorne mit Fahne: Lina Magull. © IMAGO/Sven Leifer

Dass der Sieg vor einer Rekordkulisse von 24.000 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Allianz Arena gefeiert wurde, macht ihn noch wertvoller. Das Publikum unterstützte die Mannschaft von Beginn an, nach einer halben Stunde schwappte die La-Ola-Welle durch das Stadion. „Wir freuen uns unheimlich mit unserer Frauen-Mannschaft: Dieses 3:1 über den FC Barcelona vor der Rekordkulisse war ein bisschen wie ein vorgezogenes Weihnachten – und ein Ausrufezeichen für unsere Ambitionen“, erklärte Bayern-Präsident Herbert Hainer. „So eine tolle Atmosphäre in so einem schönen Stadion, das macht einen stolz. Das könnten wir gerne öfters so haben“, ergänzte Magull.

Und tatsächlich haben die Bayern-Frauen nun beste Chancen, im Frühjahr wieder in der Allianz Arena zu spielen. Mit neun Punkten in Gruppe D stehen die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale der Champions League bestens. Schon am kommenden Donnerstag könnte am vorletzten Gruppenspieltag beim schwedischen Meister FC Rosengard das Überwintern in der Königinnenklasse gesichert werden, wenn Barcelona parallel bei Benfica Lissabon gewinnt.

Nach dem 4:0 in Hoffenheim in der Bundesliga am Freitag gelang der Mannschaft der zweite bemerkenswerte Sieg innerhalb weniger Tage. Spielerisch scheinen die Bayern-Frauen einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben. „Es war ein toller Arbeitstag, darauf können wir sehr stolz sein“, sagte Trainer Alexander Straus: „Die Zuschauer haben eine große Rolle gespielt. Ich habe es schon in der Coaching Zone gespürt. Es hat die Spielerinnen gepusht, sich in jeden Zweikampf zu werfen.“

Der enorme Einsatz hatte allerdings auch Konsequenzen. Maximiliane Rall, die letzte verbliebene Rechtsverteidigerin im Kader, zog sich kurz vor Schluss eine Platzwunde an der Stirn zu. Ihr Einsatz im letzten Bundesligaspiel 2022 gegen Leverkusen am Samstag (14 Uhr) dürfte fraglich sein. „Wir haben alles reingeworfen. Dass dann ein paar Schläge dazugekommen, gehört leider dazu. Aber wir sind hart im Nehmen“, so Sarah Zadrazil. (Christian Stüwe)

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