Frischer Wind für rote Höhenflüge

FC Bayern Damen: Neuzugänge wecken große Hoffnungen

Münchner Torhagel: Beim 6:0 über den SC Sand schlägt der von Marina Hegering getretene Ball im Tor ein, Vivian Asseyi (l.) und Lea Schüller brauchen nicht mehr nachzusetzen.
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Münchner Torhagel: Beim 6:0 über den SC Sand schlägt der von Marina Hegering getretene Ball im Tor ein, Vivian Asseyi (l.) und Lea Schüller brauchen nicht mehr nachzusetzen.

Die Neuzugänge bei den Frauen des FC Bayern scheinen sich schnell eingelebt zu haben. Vier der Sechs Tore bei der Gala zum Bundesliga-Start erzielten die Neuen.

München – Viviane Asseyi erkundet derzeit ihre neue Heimat München. Auf Instagram postete die französische Nationalspielerin kürzlich Bilder, auf denen sie bei einem Spaziergang in der Nähe der Theatinerkirche zu sehen ist. Immer wieder stellte sie auch Trainingsbilder vom Bayern-Campus ins Internet, oder Schnappschüsse mit ihren neuen Mitspielerinnen von den Frauen des FC Bayern.

Am Montag, einen Tag nach dem 6:0-Sieg zum Bundesliga-Auftakt gegen den SC Sand, beschriftete die 26-Jährige erstmals ein Foto auf Deutsch. „Wir zind da“, stand dort noch etwas fehlerhaft unter einem Bild mit den jubelnden Bayern-Frauen. Asseyi, im Sommer von Girondins Bordeaux zum FC Bayern gewechselt, kommuniziert mit ihren Mitspielerinnern und den Trainern auf Englisch, Co-Trainer Jérôme Reisacher, der aus dem Elsass kommt, kann zusätzlich ins Französische übersetzen.

Auf dem Platz scheint es ohnehin keine Verständigungsprobleme zu geben, das zeigte sich am Sonntag ziemlich eindrucksvoll. Nicht mal 80 Sekunden vergingen, bis Asseyi gegen den SC Sand ihr erstes Bundesliga-Tor köpfte, darüber hinaus machte sie ein richtig gutes Spiel. Die Stürmerin hatte viele Ballkontakte, spielte gescheite Pässe, war auf der rechten Seite viel unterwegs und sorgte für Torgefahr.

Auch wenn es für eine echte Einschätzung natürlich noch zu früh ist, scheint Asseyi gut in die Mannschaft zu passen. Und nicht nur sie. Vier der sechs Tore bei der Gala zum Bundesligastart wurden von Neuzugängen erzielt, auch Stürmerin Lea Schüller, Marina Hegering und Sarah Zadrazil verbuchten ihren jeweils ersten Pflichtspieltreffer für die Bayern-Frauen, die nach dem Kantersieg auf Platz eins der Tabelle stehen. Insgesamt sechs Spielerinnen verpflichteten die Bayern in diesem Sommer, außer der noch an der Schulter verletzten Stürmerin Klara Bühl spielten alle sowohl beim knappen Champions-League-Aus gegen Lyon wie auch beim Bundesliga-Auftakt stark. Nationalspielerin Hegering scheint auf dem Weg zur neuen Abwehrchefin zu sein, hinten rechts verteidigt Hanna Glas. Asseyi und Schüller sollen für eine besser Chancenverwertung sorgen, Zadrazil teilt sich mit Sydney Lohmann die Rolle der zum FC Chelsea abgewanderten Melanie Leupolz.

Das alles funktioniert bereits ziemlich gut, die Integration der neuen Spielerinnen ist offenbar kein Problem. „Menschlich passt es super, die Stimmung in der Mannschaft ist sehr, sehr gut. Deshalb können wir auch so gut miteinander arbeiten. Und dass alle Spielerinnen, die wir verpflichtet haben, sehr gut sind, steht außer Frage“, sagte Linksverteidigerin Carolin Simon bereits vor dem Saisonstart.

Zumindest der erste Eindruck bestätigt dies. Und der ist ja bekanntlich ziemlich wichtig. CHRISTIAN STÜWE

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