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FC Bayern Frauen beklagen „schlimme“ Verletzungen – dennoch selbstbewusst zum CL-Auftakt

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Treffen heute auf den FC Rosengard: Trainer Alexander Straus (M.) und die Bayern-Frauen.
Treffen heute auf den FC Rosengard: Trainer Alexander Straus (M.) und die Bayern-Frauen. Foto: imago © imago

Die Vorfreude auf das Heimspiel zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase gegen den FC Rosengard am Mittwoch (18.45 Uhr) ist bei den Frauen des FC Bayern groß.

München – Gleichzeitig machte sich Trainer Alexander Straus vor der Partie gegen den schwedischen Meister angesichts der schweren Knieverletzungen von Giulia Gwinn und Hanna Glas aber Gedanken über die Belastungen der Spielerinnen.

Im Sommer gab es nach der Europameisterschaft für die Nationalspielerinnen praktisch keine Pause, im nächsten Sommer steht die WM in Australien und Neuseeland an, im Jahr darauf die Olympischen Spiele. Zwischen den englischen Wochen mit Bundesliga und Champions League gehen die besten Spielerinnen immer wieder auf Länderspielreisen. Zeit zur Erholung bleibt kaum, das Verletzungsrisiko steigt.

„Die Ausfälle sind schlimm für uns, vor allem aber für die Spielerinnen. Giulia ist 23 und hat ihren zweiten Kreuzbandriss. Wir müssen es schaffen, dass die besten Spielerinnen einer Generation in ihren besten Jahren auf dem Platz stehen“, sagte der Norweger: „Um das klarzustellen: Wir wollen möglichst viele Spiele haben und gegen gute Gegner spielen. Es geht auch nicht nur um uns, viele Teams haben derzeit ernste Verletzungen zu beklagen. Aber wir müssen einen ganzheitlichen Blick auf diese Belastungen haben und auf Verbandsebene muss darüber diskutiert werden.“ Die von Straus bevorzugte Fünferkette stellt sich nach den Ausfällen von Glas und Gwinn derzeit von alleine auf. Die Innenverteidigerinnen Glódís Perla Viggósdóttir, Saki Kumagai und Tainara sind genauso gesetzt wie Maximiliane Rall und Carolin Simon auf den Außenbahnen.

Ein Sorgenkind ist die Abwehr dennoch nicht, in den bisherigen sieben Pflichtspielen musste die Mannschaft erst einen Gegentreffer hinnehmen. „Wir sind besser im Pressing besser geworden und stehen hinten sehr gut“, sagte Sarah Zadrazil, die vor der Abwehr aufräumt. „Wir arbeiten im Training viel taktisch, jede weiß, was ihre Aufgaben sind. Unser Spiel ist sehr strukturiert, auch defensiv“, erklärte Sydney Lohmann: „Defensiv sind wir im Moment sehr stabil. Aber jetzt kommen Gegner, die Fehler noch mehr bestrafen. Da müssen wir noch konsequenter sein.“

Gemeint ist der FC Rosengard, eine ebenso körperlich starke wie international erfahrene Mannschaft, und natürlich der VfL Wolfsburg, zu dem die Bayern-Frauen am Sonntag zum Bundesliga-Spitzenspiel reisen. Direkt danach geht es weiter zum Auswärtsspiel bei Benfica Lissabon. Zeit zum Regenerieren bleibt kaum.  (csw)

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