Paukenschlag in Italien! Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärt Regierung für beendet

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Schlechtes Zeugnis für Hoeneß und Rummenigge

Kurioser Transfer-Deal - Funktionär lästert fies über FCB-Bosse: „Keine Ahnung von ...“

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Der Ex-Präsident von Deportivo La Coruna hat die Bayern-Bosse Uli Hoeneß (li.) und Karl-Heinz Rummenigge kritisiert.

Uli Hoeneß hat viele Spieler zum FC Bayern geholt - nun gab er einige Anekdoten darüber zum Besten. Auch ein weiterer Beteiligter erinnert sich. 

Update 4. April: Als Präsident von Deportivo La Coruna hatte Augusto Cesar Lendoiro vor einigen Jahren engen Kontakt zu den FCB-Bossen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Die Verhandlungen über den Wechsel von Knipser Roy Makaay waren Erinnerungen der Münchner zufolge äußerst unterhaltsam (siehe Absatz weiter unten). Auch Lendoiro spricht gegenüber dem YouTube-Kanal Idolos von einer „kuriosen Geschichte“.

Seinen deutschen Funktionärskollegen hat der mittlerweile 74-Jährige nun ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Grund dafür ist eine voreilige Ankündigung des FCB-Duos. „Sie haben den Fehler gemacht, den Spieler zu präsentieren, bevor der Vertrag unterschrieben war. Ich sagte deshalb, dass sie wissen, wie man Fußball spielt, aber keine Ahnung von Verträgen und dem Geschäft haben“, analysiert Lendoiro knallhart.

Hoeneß packt Insider-Infos über Transfers aus - „Wir warteten schon auf ein Taxi, da ...“

München - Uli Hoeneß will sich nach und nach aus dem aktiven Geschäft zurückziehen. In einem launigen Interview mit dem Vereinsmagazin des FC Bayern, „51“, hat der Präsident Anekdoten aus seinen kuriosesten Transfers beim Rekordmeister geteilt.

Santa-Cruz-Transfer: Hoeneß wurde aus dem Taxi zurückgeholt

Zum einen erinnerte sich Hoeneß an den Wechsel von Roque Santa Cruz: „Da saßen Karl-Heinz Rummenigge und ich beim Vereinspräsidenten im Wohnzimmer mit ungefähr 25 anderen Leuten. Er war völlig nassgeschwitzt, immer wieder ging er raus. Unser Angebot betrug zehn Millionen Mark, aber er wollte Dollar. Wir waren schon draußen und haben auf ein Taxi gewartet, da holte er uns wieder zurück. Als wir uns schließlich noch geeinigt haben, waren plötzlich 30, 40 Journalisten mit Kameras im Wohnzimmer, es war ein Tohuwabohu, unglaublich.“

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Valencia-Transfer: „Sie saßen drei Tage zuhause bei mir in Ottobrunn“

Auch zu „Entlauber“ Adolfo Valencia hat der Bayern-Boss noch Erinnerungen in petto: „Die Verhandlungen begannen in Madrid, geendet haben sie in Ottobrunn. Nach 24 Stunden in Madrid mussten wir unbedingt zurück nach München. Da sagten die Verhandlungspartner: Fliegen wir halt mit! Fünf, sechs Mann saßen dann drei Tage bei mir zuhause in Ottobrunn, bis wir uns einig waren.“

Gullit-Transfer: „Niemand war wach, nur Gullits Butler“

Hoeneß äußerte sich auch zu gescheiterten Transfers. „Ruud Gullit war ganz verrückt. Erst bin ich mit Franz Beckenbauer nach Mailand geflogen. Als wir morgens um halb zehn bei ihm in die Wohnung kamen, war noch niemand wach – außer der Butler. Er hatte einen Butler! Der bat uns dann in den Salon, wir haben Kaffee getrunken. Schließlich war der Transfer klar und er kam nach München zur Untersuchung bei Dr. Müller-Wohlfahrt. Da war immer noch alles klar. Am Abend waren wir gemeinsam essen, er übernachtete bei mir. Da war auch noch alles klar. Am nächsten Morgen hat er gesagt, er müsse nach Mailand und mit seiner Frau sprechen – am Abend hat er dann abgesagt. Warum weiß ich bis heute nicht genau.“

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Madjer-Transfer: „Ich habe fast ein Huhn überfahren“

Ein Name, der vielleicht nicht mehr allen Bayern-Fans noch bekannt ist, ist der von Rabah Madjer. Der Wechsel zerschlug sich ebenfalls. Hoeneß: „Ich bin extra nach Lissabon geflogen, damit man mich in Porto nicht sieht, und bin mit dem Auto 300 Kilometer über die Dörfer gezuckelt. Ich habe fast ein Huhn überfahren, eine Ziege ist mir ins Auto gelaufen. Wir verhandelten heimlich zuhause bei einem Freund von ihm, es war alles klar. Doch dann gab es ein Riesentamtam mit der Ablöseforderung des FC Porto von mindestens 800.000 Dollar. Am Ende war ich sogar froh, ihn nicht mehr kaufen zu müssen.“

Kostadinov- und Makaay-Transfer: Keine Zahnbürste und ein völlig versautes Hemd

Über einen ungeplanten Übernachtungs-Aufenthalt inklusive versautem Hemd erzählte Hoeneß, als er sich an den Wechsel von Emil Kostadinov erinnert: „Als wir Emil Kostadinov von La Coruna wollten, sagte der Vereinschef Augusto Lendoiro zu Karl-Heinz und mir nach unserer Landung: ‚Wir treffen uns am Abend zum Essen – um halb zwölf!‘ Das hieß, wir konnten nicht mehr heimfliegen. Wir hatten nicht mal eine Zahnbürste dabei, nichts! Er kam dann erst um halb eins, wir saßen bis drei Uhr zusammen. Ich werde nie vergessen: Wir haben Percebes-Muscheln gegessen - die spritzen, wenn man sie aufmacht. Mein Hemd hat danach ausgesehen … Weil tags darauf Sonntag war, konnten wir nicht mal Hemden kaufen. So saßen wir dann im Flieger.“

Uli Hoeneß (r.) und Uli Hoeneß bei der Präsentation des Niederländers als neuem Bayern-Spieler 2003.

Mit La Coruna hatte Hoeneß gleich mehrfach zu tun: „Ich kann mich auch gut an den Transfer von Roy Makaay erinnern, da haben wir unseren Freund Lendoiro wiedergetroffen: Nachts um halb zwei in Madrid. Aber da waren wir besser vorbereitet und hatten für eine Übernachtung alles dabei.“

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Lerby-Transfer: „Ich bin fast unter den Tisch gefallen“

Und noch eine Anekdote grub Hoeneß aus: Im Mittelpunkt stand hierbei Sören Lerby. Hoeneß: „Er hatte eine Ausstiegsklausel bei Ajax Amsterdam für zwei Millionen Mark. Da gab es auch eine unglaubliche Geschichte: Trainer Pal Csernai wollte ihn vor der Verpflichtung noch einmal sehen. Also flogen wir zu einem Pokalspiel. Aber Sören kam in den 90 Minuten kaum an den Ball. Als wir danach in einem Lokal auf ihn gewartet haben, sagte Csernai plötzlich: ‚Nach diesem Spiel will ich den Spieler nicht mehr!‘ Wir waren mitten in der Diskussion, da tauchte Sören auf. Es war noch keine Entscheidung gefallen, aber Willi O. Hoffmann sprang auf und sagte: ‚Herr Lerby, ich darf Sie als neuen Spieler des FC Bayern begrüßen!‘ Ich bin fast unter den Tisch gefallen, Csernai hat ein Gesicht gezogen. Aber es wurde ein toller Transfer.“

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