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Mitten in der Bayern-Krise: Nagelsmann fehlen ausgerechnet jetzt 18 Stars

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Von: José Carlos Menzel López, Hanna Raif

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Zeit, um durchzuatmen, bleibt den FC-Bayern-Profis nach der Augsburg-Niederlage nicht. Fast alle Spieler sind die Woche über in ihren Nationaltrikots unterwegs.

München - Sehr, sehr trist war es auch gestern an der Säbener Straße, daran, dass die Gemütslage beim FC Bayern zum Wetter passt, hat sich mit zunehmendem Abstand zum 0:1 in Augsburg nichts geändert. Julian Nagelsmann muss sich dieser Tage warm einpacken, wenn er seine Mini-Trainingsgruppe auf den Rasen oder in den Kraftraum bittet. Voll im Training sind jedoch lediglich Eric-Maxim Choupo-Moting, Johannes Schenk und Ersatztorhüter Sven Ulreich. Dazu kommen die verletzten Bouna Sarr und Lucas Hernandez sowie der wieder joggende Kingsley Coman. Alle 18 weiteren Profis sind seit Montag auf Reisen. Manche weiter, manche näher. Manche länger, manche kürzer.

FC Bayern: Nur zwei Einheiten für die Vorbereitung auf Leverkusen

Da die letzten Nationalspieler aber tatsächlich erst am Mittwoch zurück in München erwartet werden, hat Nagelsmann für Vorbereitung auf Leverkusen lediglich zwei Einheiten zur Verfügung. Aber müde Köpfe oder müde Beine gelten nicht als Ausreden. Denn: Richtig lange Trips muss niemand auf sich nehmen. Die meisten Flugmeilen sammelt in der kommenden Woche Noussair Mazraoui, der mit der marokkanischen Nationalmannschaft in Barcelona und Sevilla gegen Chile und Paraguay spielt und dabei 3700 Flug-Kilometer zurücklegt. Nah an diesen Wert kommt lediglich Matthijs de Ligt, der mit der Niederlande zum Spiel gegen Polen nach Warschau und zurück zum Gruppenfinale der Nations League gegen Belgien in Amsterdam reist (3300 km).

FC-Bayern-Profi Matthijs de Ligt
FC-Bayern-Profi Matthijs de Ligt ist für die Niederlande unterwegs. © picture alliance/dpa/ANP/Pieter Stam De Jonge

FC-Bayern-Stars unterwegs auf der ganzen Welt

Die deutsche Garde um Kapitän Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Leroy ­Sané, Thomas Müller und Jamal Musiala legt zwischen Frankfurt, Leipzig (Spiel am Freitag, 23. September, gegen Ungarn) und London (Montag gegen England) rund 2400 Kilometer zurück, ähnlich viele wie Dayot Upamecano und Benjamin Pavard mit Frankreich zwischen Paris und Kopenhagen (2500). Auch Ryan Gravenberch, der mit der niederländischen U 21 unterwegs ist, reist 2500 Kilometer, muss aber wie de Ligt und auch Marcel Sabitzer dabei vier Mal ins Flugzeug steigen. Der Österreicher besucht Wien und Paris für Spiele gegen Frankreich und Kroatien (2900 km). Entspannter wird es für Sadio Mané, der im französischen Orléans gegen Bolivien und in Wien auf den Iran trifft (2200 km) – nur zu Freundschaftsspielen.

Für Mathys Tel mit der französischen U 19 und Josip Stanisic mit Kroatien (beide 1500 km) sowie Paul Wanner mit der deutschen U 18 (900 km) stehen kaum Kilometer an. Reise-Schlusslicht ist Alphonso Davies, der mit Kanada zwischen Wien und Bratislava lediglich 800 Kilometer zurücklegt. Der 21-Jährige muss allerdings noch am Dienstag ran – und dann schnell zurück nach München. Wo alle daran arbeiten, dass der Herbst nicht noch ungemütlicher wird.

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