Sieg zum Oktoberfest-Auftakt

Bayern in Gala-Form: Kantersieg auf Schalke

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Mario Mandzukic (r.) erzielte das 2:0 für die Bayern.

Gelsenkirchen - Triple-Sieger Bayern München kommt immer mehr in die Gala-Form der vergangenen Saison. Beim Auswärtsspiel auf Schalke zeigte sich der Rekordmeister in Torlaune.

Triple-Sieger Bayern München kommt immer mehr in die Gala-Form der vergangenen Saison. Pünktlich zum Auftakt des Oktoberfestes zeigte sich der Rekordmeister am Samstagabend im 100. Pflichtspiel-Duell beim FC Schalke 04 beim 4:0 (2:0) in Tor- und Feierlaune. Vor 61 973 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena brachten Bastian Schweinsteiger (21. Minute) und Mario Mandzukic (22.) mit ihrem Kopfball-Doppelschlag die Bayern früh auf die Siegerstraße. Den weiteren Treffer markierten „Europas Fußballer des Jahres“ Franck Ribéry (75.) und Claudia Pizarro (84.).

Der Titelverteidiger von der Isar zog nach dem 1:1-Patzer von Borussia Dortmund in Nürnberg punktemäßig (je 16) mit dem Ruhrgebiets-Rivalen gleich, bleibt aber aufgrund der weniger erzielten Treffer bei gleicher Tordifferenz weiter Zweiter. Schalke, das zuletzt mit vier Pflichtspielsiegen glänzte, musste schon die fünfte Liga-Niederlage gegen die Bayern hinnehmen. Dabei blieb Nationaltorwart Manuel Neuer, der bei seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte mit Pfiffen und Buhrufen bei jeder Aktion geschmäht worden war, erneut ohne Gegentor (12:0-Treffer).

Wer ist Meisterschaftsfavorit: Das sagen die 18 Klubs

Wer ist Meisterschaftsfavorit: Das sagen die 18 Klubs

Pep Guardiola, Trainer FC Bayern München: „Ich hoffe, der FC Bayern. Aber bis dahin müssen wir viel arbeiten ...“ © dpa-mm
Jürgen Klopp, Trainer Borussia Dortmund: „Bayern München. Stark schätze ich Leverkusen, Schalke und Mönchengladbach ein.“ © dpa
Sami Hyypiä, Trainer Bayer Leverkusen: „Bayern München.“ © dpa
Jens Keller, Trainer FC Schalke 04: „Eine Vorherrschaft von Dortmund sehe ich nicht unbedingt, aber die Bayern sind natürlich wieder der Favorit auf den Titel. Allerdings starten alle Vereine bei Null in die neue Saison, so dass alle Prognosen reine Spekulation sind.“ © dpa
Christian Streich, Trainer SC Freiburg: „Favorit sind klar die Bayern, ansonsten käme noch Dortmund infrage.“ © dpa
Bruno Hübner, Sportdirektor Eintracht Frankfurt: „Bayern München“ © picture-alliance-dpa-tz
Thorsten Fink, Trainer Hamburger SV: „FC Bayern“ © dpa
Lucien Favre, Trainer Borussia Mönchengladbach: „Meister wird der FC Bayern.“ © dpa
Mirko Slomka, Trainer Hannover 96: „Die besten Chancen hat meiner Einschätzung nach der FC Bayern München.“ © dpa
Michael Wiesinger, Trainer 1. FC Nürnberg: „FC Bayern München, aber es wird ein Zweikampf mit Dortmund oder einem anderen Überraschungsteam.“ © dpa
Dieter Hecking, Trainer VfL Wolfsburg: „Mein Favorit ist erneut Bayern München. Diesmal wird der Vorsprung aber nicht so groß ausfallen. Im Moment sehe ich kein Team, dass Bayern und Dortmund gefährlich werden könnte. Das wird erst der Saisonverlauf zeigen.“ © dpa
Bruno Labbadia, Trainer VfB Stuttgart: „Ich denke auch in diesem Jahr wird am FC Bayern nichts vorbeiführen.“ © dpa
Thomas Tuchel, Trainer FSV Mainz 05: „Die Bayern werden es wieder machen. Ob erneut mit einem so großen Vorsprung, weiß ich nicht. Neben Dortmund rechne ich mit Schalke als härtestem Konkurrenten. Schalke hat sich gut verstärkt.“ © dpa
Robin Dutt, Trainer SV Werder Bremen: „FC Bayern München.“ © dpa
Markus Weinzierl, Trainer FC Augsburg: „Bayern München.“ © dpa
Alexander Rosen, Leiter Profifußball TSG 1899 Hoffenheim: „Ich tippe wie in den vergangenen drei Spielzeiten auf einen Zweikampf zwischen den Bayern und Dortmund. Es wird spannender als zuletzt, aber mit dem besseren Ende für die Münchner.“
Jos Luhukay, Trainer Hertha BSC: „Bayern München.“ © dpa
Torsten Lieberknecht, Trainer Eintracht Braunschweig: „Bayern oder Dortmund.“ © dpa

Die passend zum Wiesn-Auftakt in Trachten-Look-Trainingsjacken in die Schalke-Arena eingezogenen Münchner ließen den Gastgebern kaum Raum zur Entfaltung. Schon nach einer Viertelstunde wies die Statistik einen Ballbesitz der Bayern von mehr als 70 Prozent auf. Ein tückischer 22-Meter-Flachschuss von Schalke-Neuzugang Kevin-Prince Boateng (5.), den Neuer mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten drehte, und eine Chance von Adam Szalai (17.) nach Vorarbeit von Boateng markierten schon das Ende der königsblauen Herrlichkeit in der ersten Halbzeit.

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Schalke-Star Kevin-Prince Boateng und seinem Halbbruder Jérôme, gewann der Bayern-Profi nach Punkten. Der Münchener Innenverteidiger machte keine Fehler, klärte das wenige, was zu klären war, souverän. Dagegen hatte sein älterer Bruder nur zwei gute Szenen in dem dritten Aufeinandertreffen der Beiden, deren Profikarriere einst bei Hertha BSC begann.

Die Schalker hatten sich nach der Erfolgsserie der vergangenen Wochen und vor allem nach dem souveränen 3:0 beim Auftakt der Champions League gegen Steaua Bukarest mehr gegen den Rekordmeister ausgerechnet. Doch weder der zuletzt in die Anführerrolle geschlüpfte Boateng noch der in die Startelf zurückgekehrte Jermaine Jones konnten dem Spiel ihrer Mannschaft entscheidende Impulse geben.

Als richtige Entscheidung von Bayern-Chefcoach Pep Guardiola erwies sich, Nationalspieler Schweinsteiger erstmals nach seiner Verletzung wieder in die Anfangsformation zu beordern. Er dankte es mit seinem Kopfballtor nach einer Ecke von Arjen Robben. Der Führungstreffer verstärkte die Hilflosigkeit der Schalker noch mehr, die wenige Sekunden nach diesem Schock das 2:0 durch einen wuchtigen Kopfball des Kroaten Mandzukic nach Flanke von David Alaba kassierten. Robben (29.) und Rafinha (38.) hatten danach noch weitere Großchancen, die Pausenführung zu erhöhen.

Nach dem Wiederanpfiff verwalteten die Bayern-Profis die Führung clever und routiniert - echte Chancen der Schalker gab es nicht mehr. Dafür machte der insgesamt nicht sehr auffällige Ribéry noch einmal auf sich aufmerksam, als er eine feine Vorarbeit von Alaba mit einem Trudelball ins Tor zum 3:0 nutzte. Der eingewechselte Pizarro verfeinerte das 31. Ligaspiel der Bayern ohne Niederlage noch mit dem 4:0.

dpa

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