Großes Spektakel im Fernsehen

TV-Kritik: Sportugiesen im "Eschtadio da Lusch"

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Ganz nah dran im ZDF: Jochen Breyer mit Bayerns Thiago.

München - Gegen Lissabon gab es auch im Fernsehen wieder großes Spektakel. Sky und ZDF überboten sich dabei im tollen Portugiesisch. Die TV-Kritik.

Willkommen bei Schky! Der Bezahlsender aus Munterföhring hat gestern das Bayernspiel aus Portugal übertragen, dem Land, in dem die Wörter vor allem aus „sch“-Lauten bestehen. Die Reporter haben sich darin überboten, das „Eschtadio da Lusch“ in Lischboa elegant über die Zunge perlen zu lassen. Auch Lothar Matthäusch war da, und lieferte sich historische Rededuelle mit Scheschica Kaschtrop. Wir haben vor lauter Lachen nicht alles wortwörtlich mitbekommen, aber die Dialoge gingen ungefähr wie folgt. Jessy: „Warum sitzt Lewandowski auf der Bank“? Lothar: „Weil er nicht spielt.“ Jessica schaute den Rekordnationalfranken so besorgt an, als wollte sie fragen: „Und wie war das für Dich, Lothar, als Deine Frau den Übertritt aufs Gymnasium nicht geschafft hat?“ Der YouTube-Clown Cbas war auch wieder da, und beim Zuschauen hat man sich gewünscht: Könnte der Typ nicht irgendeinen Diktator beleidigen? Dann wär Ruhe.

Gottlob folgte nach der Vorberichterstattung die Torberichterstattung. Wir haben zunächst ZDF geschaut, wo es personell viel Neues gibt. Diese Woche wurde bekannt, dass mit Claudia Neumann erstmals eine Frau Spiele bei der EM übertragen darf. Dazu ist zu sagen: Wer sich darüber freut, hat noch nie einen Spielkommentar von Frau Neumann gehört, die mit der deutschen Sprache schwere Kämpfe austrägt, bei denen sie stets als Verliererin vom Platz geht.

Einer überragt beim Fight in Lissabon - Bilder und Noten

Einer überragt beim Fight in Lissabon - Bilder und Noten

Gestern hat allerdings Béla Réthy kommentiert, wie immer im ZDF seit dem Messepokalspiel Tennis Borussia Udine gegen Aktivist Alma Ata im Jahre 1919, kurz nach der Sowjetrevolution. Er verriet zunächst einmal, dass Uli Hoeneß „als reiner Privatmann hier ist“. Ja, als was denn sonst, Béla? Als Miss Germany? Beim 0:1 konstatierte der ZDF-Mann, dass sich „Manuel Neuer ein bisschen verschätzt hat“. Wir möchten entgegnen: Ein bisschen sehr, lieber Béla, Sie Meister der Untertreibung. Da hören wir doch lieber dem großen, großen Fritz von Thurn und Taxis auf Sky zu, bei dem „Chappi Alonso“ nicht bissig genug war. Und das Gegentor klang bei ihm so: „Das überrrrrrrrraschende 1:0 von Rrrrrraúl Jiménez.“ Fritze erklärte uns das Geheimnis von Benfica: Es handelt sich um so genannte „Sportugiesen“. Kein Wunder, dass sie so athletisch sind. Hat ihnen aber auch nichts geholfen.

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Pressestimmen: "Bayern zittern nur kurz um Halbfinal-Teilnahme"

JH

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