Vor dem Pokalhit gegen den FC Bayern

Klopp: "Wer den Pokal will, muss Bayern schlagen"

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Jürgen Klopp 2012 auf dem Borsigplatz.

München - Blumen mag er also keine, der Herr Klopp. Einverstanden. Dafür hat der Trainer des Dortmunder Ballspielvereins Borussia einen anderen Wunsch: "Noch einmal mit dem Lastwagen über den Borsigplatz. Das wäre lässig."

Das sagte Kloppo unlängst vor dem Pokalhit am Dienstag (20.30 Uhr, ARD & Sky) gegen die Bayern in der Allianz Arena. Keeper Mitch Langerak dazu: „Unser Trainer soll den Verein mit einer Trophäe und einem guten Gefühl verlassen.“ Alles schön und gut für die echte Liebe. Wäre da nicht der echte Meister. Und beim FCB heißt es zu den Lasterfantasien des Dortmunder Trainers einfach nur: Stopp, Herr Klopp!

Die 25. Meisterschale ist bereits seit Sonntagabend wieder unterwegs in ihre bayerische Heimat, und auf dem Weg zum zweiten Titel der Saison darf der Tabellenachte nur Zwischenstation sein. Mag sein, dass Schwarzgelb „auf Krawall gebürstet ist“ und im Westen „keine Endzeitstimmung“ herrscht, wie Klopp die momentane Lage beim BVB beschrieb. In München herrscht jedoch wieder Triple-Stimmung – und dafür muss jetzt ein Sieg her. Pep Guardiola: „Der BVB hat immer mit Aggressivität gespielt. Das ist ihre Qualität. Ich brauche seine Worte nicht, um es zu wissen. Es ist ihre letzte Möglichkeit, einen Titel zu gewinnen.“

FC Bayern gegen Borussia Dortmund - Duell eines der schwersten im Fußball

Was für den Doublesieger a. D. spricht? Gündogan und Reus sind wieder fit. Was für den FCB spricht? BVB-Schreck Robben kann kicken – womöglich sogar von Beginn an. „Wer den Pokal gewinnen will, muss Bayern schlagen. Egal, ob im Finale oder im Halbfinale“, weiß Kloppo, fügt jedoch an: „Sicherlich gehört das Duell zu den schwersten im Fußball, aber das ist ja nicht schlimm. In allen Spielen, in denen wir unseren Plan mutig durchgezogen haben, waren wir ein unangenehmer Gegner.“ Abwehr-Säule Mats Hummels dazu: „Jeder, der das Spiel sehen wird, darf sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen. Wenn man die Qualitäten hat, die wir im Kader haben, kann man dieses Spiel gewinnen.“

Kann. Natürlich. Pep Guardiola weiß aber genau, was heute auf ihn zukommt. Er weiß, dass Schwarzgelb durch die Achterbahnsaison und den Kloppo-Herzschmerz jetzt „am gefährlichsten“ ist. „Es ist ein Finale“, so der Spanier. „Darauf fokussieren wir uns.“ Mehr nicht. Sachlich. Knapp. Nüchtern. Und Klopp? Für ihn ist es der letzte deutsche Clasico, zumindest vorerst. „Ich glaube nicht, dass die Anspannung früher anders war“, so Klopp. „Mehr als hundert Prozent geht nicht.“ Die wird es aber brauchen. Sonst geht’s ohne Trophäe zurück zum Borsigplatz. Dafür jedoch mit einem schönen Strauß Blumen!

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