Franzose sieht keine Rote Karte

Guardiola ermahnt Ribéry nach Ausraster

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Glück gehabt, Monsieur Ribéry: Nach einem Foul des Braunschweigers Kessel trat der am Boden liegende Franzose nach. Schiri Drees hatte schon abgepfiffen und beruhigte die Kontrahenten - ohne Rot…

München - Franck Ribéry hatte beim 2:0-Erfolg seiner Mannschaft gegen Braunschweig Glück, dass ihn Schiedsrichter Dr. Drees nicht vom Platz stellte. Torschütze David Alaba nahm seinen Kumpel in Schutz.

Er nahm ihn von Anfang an unter seine Fittiche, war so was wie der große Bruder im Geiste: Franck Ribéry (31) war der beste Kumpel des jungen David Alaba (22), als der seine ersten Schritte im Profibereich machte. Und heute? Da sorgte der junge Österreicher für den ganz großen Showmoment in der Allianz Arena: Sein Freistoß zum 1:0 war ganz großes Kino, damit ist er momentan mit drei Treffern der Toptorschütze der Bayern im Pokal.

„Ich bin froh, dass das heute so gut geklappt hat beim Freistoß“, sagte er nach dem Spiel bei Sky. Aber dass es keineswegs Glück ist, wenn er den Ball an die Unterkante der Latte zimmert, verriet er schon auch: „Es gibt sehr, viele Tage nach dem Training, an denen ich das übe und trainiere – und dabei auch einige Bälle über den Zaun jage…“

Alaba nimmt Kumpel Ribéry in Schutz

Sein kongenialer Kumpel Franck fiel nicht ganz so positiv auf (tz-Note 3) – und dass er nicht ganz aus dem Blickfeld geriet, dafür sorgte Schiedsrichter Dr. Jochen Drees. Er verzichtete darauf, dem Franzosen Rot zu zeigen, nachdem dieser Gegenspieler Kessel getreten hatte. Eine Tätlichkeit, provoziert durch ein rüdes Einsteigen. „Da hat er Glück gehabt“, sagte Mehmet Scholl danach in der ARD. „Ich liebe Franck Ribéry und wie er Fußball spielt, aber das ist seine einzige Schwachstelle: sein Temperament.“

David Alaba dagegen nahm Ribéry in Schutz, auch wenn er sich wohl nicht über eine Rote Karte gegen seinen Spezl beschwert hätte. „Natürlich muss man den Franck manchmal beruhigen – aber wenn ihn jedes mal drei, vier Spieler am Arsch haben, dann ist er manchmal genervt. Wenn die Gegner versuchen, ihm in die Beine zu treten, dann will er sich wehren. Das ist die Emotion, das gehört dazu im Fußball, das ist gut so.“

Gut und vielleicht verständlich für den Teamkollegen – aber eben nicht wirklich gedeckt durchs Regelwerk.

Trainer Pep Guardiola gefiel der Aussetzer von Ribéry gar nicht: "Wir müssen das kontrollieren. Franck will immer alles gut machen, für die Mannschaft, für den Verein. Aber wenn man in der Champions League mit Zehn gegen Elf spielt, ist es gefährlich. Wir hatten schon zweimal die Situation, mit Benatia gegen Manchester City und mit Alonso gegen Donezk. Für die Zukunft wird das nicht mehr passieren."

Eine Fünf und nur eine Zwei - Noten & Bilder zu Bayern - Braunschweig

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Mit dem Mann, der fürs Regelwerk zuständig ist, war Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nicht nur wegen dieser ausgebliebenen Karte für Ribéry unzufrieden. Auch die Szene direkt vor Alabas Freistoßtreffer brachte ihn in Rage: „Das war eindeutig kein Foul an Robben, und das Freistoßtor danach war der Knackpunkt im Spiel. Wir hatten das bis dahin ganz gut im Griff.“

Danach war dann nichts mehr zu machen – weil die Bayern dann vor allem eines schafften, wie Mario Götze sagte: „Wir sind konzentriert geblieben!“ Und das reicht ja manchmal für einen Sieg.

Die Partie im Ticker zum Nachlesen!

tz

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