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Die Super-Bayern sind zurück: Zufrieden sind die Stars mit ihrer Leistung aber nicht

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Im Berliner Olympiastadion jubelten die Bayern über den achten Pflichtspiel-Sieg in Serie.
Im Berliner Olympiastadion jubelten die Bayern über den achten Pflichtspiel-Sieg in Serie. © MIS

Der FC Bayern München ist wieder Tabellenführer. Trotzdem passt beim Rekordmeister noch nicht alles, wie die Spieler selbst zugeben.

München - Tabellenspitze zurückerobert und dank Leverkusen, das Union Berlin gedemütigt hat, erstmal behalten. Jetzt wollen die Bayern das Momentum erhalten und dann am besten ihren WM-Stars bei deren Reise nach Katar mitgeben. So schnell kann es gehen. Nach einem überragenden Saisonstart befanden sich die Bayern zwischenzeitlich in einer kleinen Ergebniskrise. Die ist überwunden. Seit dem 0:1 am 17. September in Augsburg haben die Münchner nicht verloren, seit dem 2:2 am 8. Oktober in Dortmund sogar jedes der acht Pflichtspiele gewonnen – mit einer Torbilanz von 30:8. Die Super-Bayern sind zurück! Der jüngste Triumph: das 3:2 am Samstag bei Hertha BSC in Berlin, mit dem die Mannschaft aber nicht vollends zufrieden war.

FC Bayern: Mannschaft trotz achtem Sieg in Folge nicht vollends zufrieden

„Wir hätten das Spiel früher klarmachen können“, sagte Jamal Musiala (19). „Nach dem dritten Tor waren wir ein paar Minuten lang nicht ganz mit dem Kopf da. Wir müssen in so einem Spiel die ganze Zeit zu einhundert Prozent da sein, da der Gegner sonst die Tore schießt.“ Der Youngster hatte die Bayern in der 12. Minute in Führung gebracht, Neuner Eric Maxim Choupo-Moting den Vorsprung mit seinen beiden Treffern in der 37. und 38. Minute ausgebaut. Dann fand die Hertha nach einem Doppelschlag von Dodi Lukebakio (25) in der 40. Minute und Davie Selke (27) in der 45. Minute, der nach einem Foul von Benjamin Pavard (26) per Elfmeter traf, noch vor der Pause zurück ins Spiel.

„Die nächsten 25 Minuten, als wir aus der Kabine kamen, waren sehr gut, dominant und ballsicher. Das war entscheidend, dass wir das Spiel über die Bühne gebracht haben“, fasste Torwart Manuel Neuer (36) sein Comeback-Spiel nach seiner Schultereckgelenkprellung zusammen. Trainer Julian Nagelsmann (35) sah es ähnlich und stellte klar: „Es ist ein Spiel, das du gewinnen musst – das haben wir gemacht.“

FC Bayern: „Wir können nicht auf andere Teams schauen“

Ob die von Union Berlin (verlor am Sonntag 0:5 bei Kellerkind Bayer Leverkusen) zurückeroberte Tabellenführung in der Bundesliga auch über das Wochenende hinaus noch Bestand haben sollte, war für die Bayern erst mal sekundär. „Wir können nicht auf andere Teams schauen. Wir können nur unsere Spiele gewinnen. Was passiert, passiert“, meinte Musiala.

Der erste Schritt im Neun-Punkte-Plan in der letzten Woche vor der WM-Pause ist jedenfalls gemacht. Weitere Siege sollen gegen Bremen am Dienstag (20.30 Uhr, Sat1 und Sky) und Schalke am Samstag (18.30 Uhr) folgen. „Wir haben unser Ziel klar gesetzt: Wir wollen Tabellenführer sein, wenn die Jungs zur Weltmeisterschaft gehen“, stellte Vorstandsboss Oliver Kahn (53) in Berlin klar. Musiala pflichtete ihm bei: „Wir wollen die zwei Spiele noch gewinnen, sodass wir in der Bundesliga so gut stehen wie möglich und das Momentum mit zur WM nehmen.“ P. Kessler

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