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FC Bayern gegen RB Leipzig: Das Fernduell im tz-Check

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München - RB Leipzig oder FC Bayern - wer ist nach dem 14. Spieltag Spitzenreiter der Bundesliga-Tabelle? Was Sie zum Fernduell am Samstag wissen müssen:

Update vom 20. Dezember 2016: Lange haben sich der FC Bayern und RB Leipzig nur indirekt beharkt, am Mittwochabend kann einer der beiden Mannschaften seine Vormachtstellung im deutschen Fußball zumindest über den Winter zementieren. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie Sie das Spitzenspiel FC Bayern gegen RB Leipzig live im TV und Live-Stream sehen können.

Nur 60 Kilometer Luftlinie trennen den FC Bayern und Spitzenreiter RB Leipzig am Samstagsspieltag. Der deutsche Rekordmeister peilt in der heimischen Arena gegen den VfL Wolfsburg (bei uns im Live-Ticker) den nächsten Dreier an und hofft gleichzeitig auf einen Ausrutscher von RB Leipzig in Ingolstadt. So nah war noch kein Fernduell! 

Der Höhenflug des Aufsteigers wird in München von Woche zu Woche mehr als Bedrohung empfunden. „Die englischen Klubs haben vergangene Saison den Fehler gemacht, Leicester City zu lange nicht ernst zu nehmen“, mahnt Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Bayern-Magazin. Laut Rummenigge wolle der FCB diesen Fehler verhindern. Übrigens: Es ist das erste Mal seit dem 9. Spieltag, dass Leipzig und Bayern zeitgleich spielen. Das Fernduell im tz-Check!

In welcher Verfassung ist die Mannschaft?

FC Bayern: Die Bayern sind auf dem besten Weg zur alten Dominanz. Die bitteren Niederlagen gegen Dortmund und Rostow haben die FCB-Stars an ihrer Ehre gepackt. In den letzten beiden Spielen gegen Mainz und Angstgegner Atlético überzeugte die Mannschaft von Ancelotti. Dabei machte es auch keinen Unterschied, ob der ­Italiener seine Spieler im 4-3-3 oder 4-2-3-1 auf den Platz schickte – die Mechanismen funktionierten und der Gegner hatte kaum Ballbesitz. Und wenn vorne mal kein Ball ins Tor gehen will, haben die Münchner eine neue Freistoß-Waffe aus Polen: Robert Lewandowski.

RB Leipzig: Um die Verfassung von RB Leipzig zu beurteilen, reicht ein Blick auf die Tabelle: Dort stehen die immer noch ungeschlagenen Bullen verdient auf dem ersten Rang. Das System des überfallartigen Konterfußballs funktioniert, das bekam vergangenes Wochenende mit dem FC Schalke 04 die nächste Liga-Größe zu spüren. Die Bullen gewannen 2:0. Gegen Ingolstadt könnte es aber gut sein, dass die Leipziger das Spiel gestalten müssen – eine ungewohnte Situation für die junge Truppe von Ralph Hasenhüttl. Das Selbstvertrauen der Spieler dürfte aber groß genug sein, um auch diese Herausfoderung zu meistern.

Ist ein Ausrutscher realistisch?

FC Bayern: Der VfL Wolfsburg befindet sich sportlich im freien Fall! Der Trainerwechsel von Dieter Hecking zu Valerién Ismael hat noch nichts bewirkt. Mit dem wechselwilligen Julian Draxler haben die Wölfe außerdem einen Nebenkriegsschauplatz, den sie in ihrer jetzigen Situation eigentlich nicht gebrauchen können. Darum müsste beim FC Bayern schon einiges schief laufen, um Punkte liegen zu lassen. „Es ist seltsam, sie unten in der Tabelle zu sehen. Sie haben doch sehr gute Spieler“, wundert sich auch FCB-Coach Ancelotti. Die letzten 14 Bundesliga-Heimspiele gegen Wolfsburg hat der FCB alle gewonnen.

RB Leipzig: Klarer Favorit ist Leipzig! Nicht nur, weil RB als Spitzenreiter zum Letzten reist. Hasenhüttl kennt seinen Ex-Klub auch in- und auswendig. Zuletzt standen beim FCI acht Spieler in der Startelf, die schon unter Hasenhüttl kickten. Ein Heimspiel also? „Das kann ich Ihnen dann nach Abpfiff sagen“, meinte Hasenhüttl lachend zur tz. „Was wir in Ingolstadt letztes Jahr allerdings gespielt haben, war einzigartig und schon sehr radikal: Jeden Ball bedingungslos zu pressen und zu attackieren. So hat vor uns glaube ich noch kein Aufsteiger gespielt. Mit meinem Abschied beim FCI ist diese Art von Fußball ins Archiv gewandert.“

Was sagen die Trainer zum Fernduell?

FC Bayern: „Mit drei Siegen können wir uns den ersten Platz sichern“, lautet die klare Ansage vom Mister an seine Mannschaft! Natürlich fiebert auch in München jeder dem direkten Duell mit RB Leipzig am 21. Dezember entgegen. Der erste Schritt dorthin ist das heutige Spiel gegen Wolfsburg. „Die Wolfsburger haben eine besondere Qualität und ich erwarte ein schweres Spiel“, sagte Ancelotti gestern. Dabei hofft er vor allem auf Stürmer Lewandowski, der gegen Wolfsburg vergangene Saison gleich fünfmal traf. „Zwei Treffer wären diesmal gut“, scherzte der 57-Jährige. Mit Schützenhilfe aus Ingolstadt rechnte der Italiener nicht: „Wir müssen uns auf unser Spiel fokussieren. Es ist ganz egal, was in Ingolstadt passiert.“

RB Leipzig: Mit dem Begriff „Bayern-Jäger“ kann Hasenhüttl nur wenig anfangen. „Weil es nicht mal stimmt. Wir stehen ja vor Bayern“, witzelte er in der tz. „Und im Ernst: Bayern ist nicht unser Maßstab. Sie sind nicht die Mannschaft, mit der wir uns auf Augenhöhe sehen. Das ist ein Verein, der ein sportliches Alleinstellungsmerkmal innerhalb von Deutschland hat und eine eigene Liga darstellt. Trotzdem ist es schön, dass wir momentan mit für Spannung in der Liga sorgen.“ Wehren will er sich gegen Erfolge aber nicht: „Absteigen werden wir wohl nicht mehr. Sobald wir die Möglichkeit haben, noch andere Ziele anzuvisieren, werden wir uns darüber Gedanken machen.“

bok, oj

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