Ex-Toptalent nur noch in der zweiten Österreichischen Liga

Gescheitertes Bayern-Juwel Sinan Kurt: „Immer alle schwindelig gespielt“

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Schaffte den Durchbruch beim FC Bayern nicht: Sinan Kurt.

Sinan Kurt schaffte beim FC Bayern und bei Hertha BSC den Durchbruch zum Profi nicht. Heute spielt er in Österreich auf Plätzen mit Kreisliga-Charme. 

Sinan Kurt wurde einst als größtes Nachwuchstalent Deutschlands angepriesen. Der heute 22-Jährige wechselte bereits mit 18 Jahren von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern. Nach einem anschließenden Intermezzo bei Hertha BSC Berlin spielt er nun in Österreichs zweiter Liga. 

Die Zeit beim FC Bayern München bezeichnet Kurt in einem Interview mit SportBild nicht als Fehler. Vielmehr ist er dankbar für die Zeit als Spieler unter Star-Trainer Pep Guardiola. Der heutige Chefcoach von Manchester City hat sich nach Sinan Kurts Aussagen viel Zeit für ihn genommen. Dank des detailversessenen Spaniers lernte der flinke Linksaußen spielerische Kleinigkeiten, die ein Fußballspiel entscheiden können.

Ex-Bayern Talent Sinan Kurt: „In der Jugend habe ich immer alle schwindelig gespielt.“

Eine Eigenheit, die sein eigenes Spiel negativ beeinflusst hat, war seine Leichtsinnigkeit. Der gebürtige Mönchengladbacher gesteht ein, dass er den Profifußball zunächst unterschätzt hat. Er war der Überzeugung „es läuft alles von selbst“. Der Flügelflitzer besann sich auf das eigene Talent. „In der Jugend habe ich immer alle schwindelig gespielt und musste nicht viel dafür tun“, sagt Kurt. Der Herrenfußball hat ihn mit dieser Auffassung kalt erwischt. 

Mittlerweile ist das beim ehemaligen Top-Talent anders. Nachdem es bei Bayern und anschließend in Berlin nicht zum Durchbruch reichte, wagte er den Schritt ins Ausland. Nach seiner Zeit in Berlin wurde er in Deutschland in eine Schublade gesteckt. Mit Trainer Pal Dardai kam der junge Spieler nicht klar. Dardai hat ihm „den Spaß am Fußball genommen“, meint Kurt. Gute Leistungen auf den Platz zu bringen, war seiner Meinung nach nicht möglich. Es habe keine Ebene zwischen ihm und dem Trainer gegeben. Nach den Vorfällen in Berlin wollte er sich erst einmal von der Bundesliga-Bühne zurückziehen. 

Kurts Zerwürfnis mit Pal Dardai und der Neustart bei Swarovski Club Wattens 

Beim Swarovski Club WSG Wattens aus Österreich, möchte er sich ohne Druck und große Vorurteile zurück in den Fokus spielen. Dort ist man angetan von seiner Person. Sein dortiger Trainer Thomas Silberberger lobte die Pflegeleichtigkeit des Ex-Herthaners. Mit seinem neuen Team steht er in Österreichs zweiter Liga auf dem ersten Tabellenplatz. Das Ziel ist, den Aufstieg zu schaffen. Eventuell sorgt ein Einzug mit Wattens in die erste Liga für Aufsehen bei deutschen Bundesligaklubs. 

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