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Oh Mann, Omar! Richards nutzt Startelf-Chance nicht - ein anderer Bayern-Wackelkandidat schon

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Von: José Carlos Menzel López, Philipp Kessler

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Omar Richards konnte beim Bundesliga-Heimsieg der Bayern gegen Fürth nicht glänzen.
Omar Richards konnte beim Bundesliga-Heimsieg der Bayern gegen Fürth nicht glänzen. © ActionPictures/imago

Eine Halbzeit lang hatte der FC Bayern gegen Tabellenschlusslicht Greuther Fürth Probleme. Zur Pause musste Linksverteidiger Omar Richards vom Platz, danach lief es. Nagelsmann erklärt die Auswechslung.

München - Omar Richards bekam gegen Greuther Fürth eine neue Startelf-Chance. Doch so richtig nutzen konnte sie der Linksverteidiger, der vor der Saison ablösefrei vom englischen Zweitligisten Reading zum FC Bayern München gekommen war, nicht. In den Anfangsminuten des Spiels wirbelte er noch auf seiner Seite, dann tauchte er ab und fiel kaum noch positiv auf. Für seinen Auftritt gab es die tz-Note 5. Oh Mann, Omar!

„Er war auf dem linken Flügel häufig ein bisschen einsam. Wir haben es nicht immer geschafft, ihn freizuspielen, in Zwei-gegen-eins-Situationen zu kommen. Er musste dann oft wieder abdrehen“, erklärte Trainer Julian Nagelsmann (34) die Richards-Leistung nach Schlusspfiff.

FC Bayern gewinnt 4:1 gegen Fürth: Nagelsmann erklärt Richards-Auswechslung - „kein Leistungsgrund“

Bitter: Den Freistoß, der in der 42. Minute zum zwischenzeitlichen 0:1 führte, wurde vom Engländer verursacht. Aus Sicht des Trainers eine unglückliche Aktion, die passieren könne. Zur Pause wurde Richards ausgewechselt, Nagelsmann setzte mit Eric Maxim Choupo-Moting (32) in der zweiten Halbzeit auf Attacke. „Es war kein Leistungsgrund, dass ich ihn ausgewechselt habe, sondern einfach deshalb, weil wir die Grundordnung geändert haben und einen zweiten Stürmer wollten und brauchten“, so Nagelsmann, dessen Entscheidung sich am Ende bezahlt machte. Bayern gewann mit 4:1.

Eine bessere Figur als Richards gab indes Dayot Upamecano (23) bei seiner Startelf-Rückkehr gegen Fürth ab. Der Innenverteidiger zählte zu den stabilsten Abwehr-Stars des FC Bayern. Auch positiv: Das 1:1 und das 2:1 leitete der Franzose mit ein. „Upa ist ein herausragender Verteidiger, er hat mein Vertrauen“, betonte Nagelsmann schon vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten im Interview bei DAZN.

FC Bayern: Upamecano nutzt Startelf-Comeback gegen Fürth - Nagelsmann hat trotzdem einen Rat für ihn

Nach schwächeren Leistungen zuletzt wurde Upamecano in der Öffentlichkeit heftig kritisiert. Sky-Experte Lothar Matthäus (60) hatte den Franzosen, der vor der Saison für eine Ablöse von 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig zum FC Bayern gewechselt war, bei einem Medientermin Anfang der vergangenen Woche im Bayerischen Hof als „Fremdkörper“ bezeichnet. Nagelsmann sieht das anders, stellte sich vor seinen Abwehrspieler verwies auf dessen starke Leistungen gegen Weltklasse-Fußballer.

„Er hat schon Mbappé ausgeschaltet und gegen Neymar gut gespielt – auch schon gegen Lewy. Er braucht diese Gier in allen Verteidigungsaktionen“, so der Landsberger, der auch klarstellte: „Ich erwarte nicht, dass er wie David Alaba jeden Ball ideal in den Halbraum spielt, er hat andere Qualitäten des Verteidigens.“

FC-Bayern-Abwehr gegen Bundesliga-Schlusslicht Fürth im Fokus - „grundsätzlich stabil“

Die Abwehr mit Lucas Hernández (26), der gegen Fürth mit einer verhärteten Wade schon in der 53. Minute ausgewechselt werden musste, und Upamecano hält Nagelsmann grundsätzlich für „stabil“. Der Trainer betonte aber auch: „Sie müssen sich der Verantwortung bewusst sein. Aber zum Verteidigen gehören alle dazu.“ Und da könne der Rekordmeister noch besser agieren. (LOP, pk)

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