Vorsicht! Alles nicht so ernst gemeint

Messi und Zweit-Arena: Neue Ziele für den FC Bayern

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Die Überflieger des FC Bayern schweben in anderen Sphären.

München - Der FC Bayern ist auch aktuell das Maß aller Dinge im Profifußball. Wir präsentieren sieben größenwahnsinnige Thesen, was dem Rekordmeister in den nächsten Wochen und Monaten blüht. Aber Vorsicht - alles nicht so ernst gemeint!

Meister am 3. Februar 2015: So früh wie noch nie sichert sich der FC Bayern bereits am 19. Spieltag Anfang Februar 2015 vorzeitig die Mannschaft. Der bisherige Rekord stammt aus der Saison 2012/2013, als die Bayern bereits nach dem 28. Spieltag den Titel eintüteten. Nach einem 8:0 gegen Schalke 04 fahren Lahm, Schweinsteiger, Robben, Ribéry und Co. mit einer Kopie der Meistertrophäe auf den Marienplatz. Die Schalker Fans feiern kräftig mit - man kann schließlich nie wissen, wann man als Königsblauer der Schale noch einmal so nahe kommt.

Neuer Ergänzungsspieler beim FCB: Messi (l.) und Ronaldo.

Neuer Transfersummenrekord für Messi und Ronaldo: In der Winterpause verletzen sich Mitchell Weiser und Patrick Weihrauch jeweils am rechten Daumen und drohen, ein, bis zwei Wochen auszufallen. Der FC Bayern reagiert besonnen mit der Verpflichtung von Barcelonas Lionel Messi und Real Madrids Cristiano Ronaldo. Zwar holt der Rekordmeister die beiden ausländischen Ergänzungsspieler mit der Zielsetzung, seinen Topkader auch in der Breite zu verstärken, rechnet aber nicht mit einem baldigen Auflaufen des Argentiniers und des Portugiesen. "Es ist ja bekannt, dass ausländische Spieler eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen. Zumal, wenn sie international noch keine Bäume ausgerissen haben wie Messi und Ronaldo. In diesem Wissen haben wir ihnen jeweils Sechs-Jahres-Verträge gegeben und hoffen, dass sie sich über Einsätze in der U-23-Mannschaft für einen Platz auf der Auswechselbank empfehlen und somit Weiser und Weihrauch adäquat ersetzen können", erklärt Sportvorstand Matthias Sammer die Transfermaßnahme. Dass der FC Bayern für zwei Ergänzungsspieler die stolze Ablösesumme von insgesamt 350 Millionen Euro auf den Tisch gelegt hat, lässt Sammer kalt. "Wer ko, der ko", wischt der gebürtige Sachse alle Kritik vom Tisch.

Hauptsache Müller: Gerd (l.) und Thomas.

Thomas Müller wird neuer Rekordtorschützenkönig: Als Nachfolger des legendären Bombers übernimmt Thomas Müller von seinem Namensvetter Gerd die Bestmarke mit nun 69 Saisontoren. Das Erstaunliche dabei: Müller kam nach dem feststehenden Meistertitel Anfang Februar im Saisonfinale nur noch sporadisch zum Einsatz. Zudem ließ sich der Münchner regelmäßig ab der 60. Minute die Beine mit einem Lederband und per Kreuzknoten zusammenbinden. "Ich wollte mich auch endlich mal so richtig schwer verletzen. Normalerweise sind meine Arme und Beine ja zu dünn und meine Muskeln zu schwach für eine richtige Verletzung. Außerdem: Wer kein Kreuzband hat, kann es sich auch nicht reißen", erklärt der unnachahmliche Müller.

Tricks wie ein Libero: Manuel Neuer.

Manuel Neuer startet TV-Doku "Manu, der Libero": Dass Bayerns Torwart Neuer nicht nur mit den Händen, sondern auch mit den Füßen einiges drauf hat, bewies er der Weltöffentlichkeit bei der WM 2014 und dem gemeinen Bundesliga-Fan beim 4:0-Erfolg in Frankfurt. Gegen die Eintracht leitete Neuer einen Rückpass so elegant mit der Hacke an den Nebenspieler weiter, dass sogar Real Madrids Superstar Gareth Bale ins Schwärmen geriet. Aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten wird "El Manolito", der Fußballzauberer aus dem Ruhrpott, ab April 2014 Star einer neuen TV-Doku-Serie namens "Manu, der Torbero". Angelehnt an den Vorgänger "Manni, der Libero" aus den 1980er Jahren begleitet der klubeigene Fernsehsender fcbayern.tv Neuer auf seinem Weg zum neuen Profi-Hybriden: Statt Torwart und Libero gibt es künftig nur noch den "Torbero". Franz Beckenbauer gab bereits sein Okay, Trainer Pep Guardiola stand unserer Onlineredaktion für ein kurzes exklusives Statement zur Verfügung: "Super, super!"

Jürgen Klopp macht jetzt in Rasenpflege.

Jürgen Klopp wird Greenkeeper beim FC Bayern: Den Job, den Lothar Matthäus nach Aussage von Uli Hoeneß aus dem Jahr 2002 nie bekommen wird ("So lange ich und der Kalle Rummenigge etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.") erhält ab Februar 2015 nun Jürgen Klopp. Nach seiner Entlassung beim Tabellenletzten Borussia Dortmund setzt der Meistertrainer von 2011 und 2012 seine früheren Taktikanweisungen ("Gras fressen!") jetzt höchstpersönlich in die Tat um. Zudem bringt der Ex-Coach ein ganz spezielles Bakterium mit an die Säbener Straße: Der Schädling namens "Jurgensis Kloopterus" entzieht störrischen Grashalmen jegliche Widerstandsfähigkeit und sorgt für eine weichgespülte Oberfläche, die zum bayrischen Kurzpassspiel wie die Faust aufs Auge passt. Unangenehmer Nebeneffekt: Die Spielfläche verfärbt sich innerhalb kürzester Zeit in schwarz-gelb.

Die Bagger machen das alte Grünwalder platt.

Neues Stadion für die B-Elf: Da das Interesse am Rekord-Rekordmeister stetig zunimmt, haben die Bayern-Bosse beschlossen, ein neues Stadion zu errichten, in dem ausschließlich die jeweilige B-Elf der Roten antritt. Die neue Spielstätte mit einem Fassungsvermögen von 186.000 Zuschauern soll an bekannter Stelle liegen: Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße (im Volksmund "Grünwalder" genannt) wird abgerissen, in den darunter liegenden Berg wird ein Krater gesprengt, der dann zu einer Arena mit Dach umgebaut wird. Ortsrivale 1860 bekommt ein Kleinfeld auf dem ausfahrbaren Dach gestellt, um künftig seine Heimspiele in der Kreisklasse C auszutragen. Die Baukosten für die neue Heimat von Pep Guardiolas B-Elf sind mit 2,5 Milliarden Euro veranschlagt - allein der Helikopterlandeplatz, der für Notfälle eine schnelle Verbindung zur Allianz Arena in Fröttmaning ermöglicht, verschlingt 600 Millionen Euro. Die Bauzeit beträgt drei Wochen, verantwortlicher Bauleiter ist Uli Hoeneß, der durch den neuen Job endlich Freigänger werden kann. Besonderer Clou der Arena: An jedem Sitzplatz eines Dauerkarten-Inhabers ist ein Mini-Würschtl-Grill eingebaut, der mit alten 1860-Fanschals befeuert wird und automatisch Erzeugnisse aus der Hoeneß'schen Wurst- und Fleischfabrik zubereitet.

Ein sportlicher und ein geschenkter Aufstieg: RB Leipzig ist jetzt Bundesligist.

RB Leipzig bekommt deutsche Wildcard in der Champions League: Es ist eine konzertierte Aktion, an der sich alle deutschen Profivereine - inklusive des FC Bayern - beteiligen. Auf gemeinsamen Wunsch übernimmt RasenBallsport Leipzig den Champions-League-Startplatz von Bayer Leverkusen, frei nach dem Motto "Retortenklub ersetzt Werkself". Vertreter aller Vereine sprechen sich für diese Maßnahme aus. Zusätzlich steigt der von einem Brausehersteller gesponserte Klub bereits in der Winterpause in die Bundesliga auf, damit es wenigstens einen echten Gegner gibt, der den Bayern sportlich und finanziell Paroli bieten kann.

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