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Salihamidzic packt über Boateng-Abgang vom FC Bayern aus - „totaler Schwachsinn“

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Von: Jonas Raab

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Bei den Abgängen von Jerome Boateng und Hansi Flick vom FC Bayern stand jeweils Sportvorstand Hasan Salihamidzic im Fokus.
Bei den Abgängen von Jerome Boateng und Hansi Flick vom FC Bayern stand jeweils Sportvorstand Hasan Salihamidzic im Fokus. © Poolfoto/imago

Jerome Boatengs Bayern-Aus kam nicht bei jedem gut an, auch nicht bei Hansi Flick. Vor allem Salihamidzic geriet in den Fokus. Jetzt erklärt er, wie der Abschied wirklich ablief.

München - Zehn Jahre lang schnürte Jérôme Boateng für den FC Bayern die Schuhe und trug als Konstante in der Innenverteidigung maßgeblich zu den ganz großen Erfolgen des Vereins in dieser Zeit bei. Im vergangenen Sommer trennten sich die Wege. Der Rekordmeister verlängerte den auslaufenden Vertrag des 33-Jährigen nicht, Boateng heuerte in Frankreich bei Olympique Lyon an. Recht überraschend kam das nicht. Schon im Sommer 2020 zählten die Bayern-Bosse Boateng öffentlich an. Uli Hoeneß legte ihm unverblümt einen Wechsel nahe. Boateng blieb, fand unter Hansi Flick zu alter Stärke zurück – und musste doch gehen.

Bekannt wurde Boatengs Bayern-Aus im April, einen Tag vor dem Champions-League-Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain. Kurz vor Spielbeginn verkündete Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Abschied am Sky-Mikrofon. Flick stieß das sauer auf. „Ich möchte dazu vor dem Spiel nichts sagen und auch danach nichts“, erklärte der heutige Bundestrainer und lobte dann Boatengs Entwicklung ausführlich.

Salihamidzic und Boateng äußern sich zum Wechsel – einer Meinung sind sie nicht

Die Reibereien zwischen Flick und Salihamidzic waren damals längst kein Geheimnis mehr. Die Personalie Boateng galt als bestes Beispiel für die Unstimmigkeiten zwischen Trainer und Sportvorstand. Bei Boateng-Fans geriet „Brazzo“ ins Visier. In der neuen Amazon-Doku „FC Bayern – Behind the Legend“ äußerten sich Salihamidzic und Boateng nun ausführlich zum teils umstrittenen Bayern-Aus.

In der Dokumentation, die am 2. November Premiere feierte, bekräftigte Salihamidzic, dass es entgegen der öffentlichen Meinung nicht seine alleinige Entscheidung war, Boateng keinen neuen Vertrag vorzulegen. „Bei Bayern München entscheiden wir in der Gruppe, nicht nur eine Person. Dass es nun nach Außen kam, dass ich ihn nicht möchte, ist totaler Schwachsinn“, erklärte der Sportvorstand. Auch den Zeitpunkt der Verkündung rechtfertigte Salihamidzic: „Er hat zwei Kinder und Familie, er muss planen und da war es für mich wichtig, dass der das erfährt.“

„FC Bayern – Behind the Legend“: Jerome Boateng mit Seitenhieb auf Salihamidzic

Auch Boateng meldete sich in „Behind the Legend“ zu Wort. Ganz verdaut scheint er den Bayern-Abgang nach zehn Jahren noch nicht zu haben, denn einen kleinen Seitenhieb gegen Salihamidzic konnte er sich nicht verkneifen: „Zehn Jahre – kann man mal so machen. Ich finde es ein bisschen unglücklich und die Art und Weise geht sicherlich auch besser, aber so ist das.“ (jo)

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