Im Doppelpass

Sport1-Doppelpass: Heftiger Vorwurf gegen den FC Bayern in Talk-Runde

Es gibt momentan nur ein Thema, das die Bundesliga beherrscht: der FC Bayern und dessen Neuverpflichtung Niko Kovac. Auch im Doppelpass wurde heiß diskutiert - ein Talk-Gast machte dem Rekordmeister einen heftigen Vorwurf.

München - Es waren denkwürdige Szenen, die sich am Freitagnachmittag bei der Pressekonferenz von Eintracht Frankfurt abspielten. Zum einen war da Niko Kovac, der nach eigenen Angaben erst am Donnerstag einen Anruf vom FC Bayern erhalten hatte. Zum anderen saß da Fredi Bobic. Angespannt, um Fassung ringend, dem FC Bayern Vorwürfe machend. Wann und wie auch immer der Rekordmeister Niko Kovac tatsächlich verpflichtete, werden wahrscheinlich nur die beiden Parteien wissen. Doch so, wie die Chronologie der Ereignisse nach außen vermittelt wurde, kommt der Deal nicht überall gut an. Das wurde auch am Sonntagvormittag im „Check24 Doppelpass“ auf Sport1 deutlich. 

Einzig Studio-Gast Thomas Strunz versuchte dort nämlich, den FC Bayern in Schutz zu nehmen. „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn Eintracht Frankfurt vom FC Bayern informiert worden wäre“, sagte Strunz, erklärte aber im selben Atemzug, dass der Idealzustand nicht permanent möglich sei. „Ich finde nicht, dass sich die Bayern unprofessionell verhalten haben. Natürlich ist es für Fredi (Bobic, Anm. der Red.) ärgerlich. Aber wenn ich einen Vertrag unterschreibe oder als Verein zustimme, dass es eine Ausstiegsklausel gibt, dann gibt es von der anderen Seite keinen Grund, im ersten Schritt den Verein zu informieren.“

Das sah Gladbach-Sportdirektor und Talk-Gast Max Eberl ein wenig anders. Auf die Frage, ob man sich unter Vereinen gegenseitig informiere, wenn es zu solch einem Deal käme, sagte er: „Ich finde schon, dass es sich gehört. Vielleicht nicht gleich bei der Anbahnung, aber irgendwann gibt es einen Zeitpunkt.“ Auch Sport1-Chefredakteur Dirc Seemann sah es ähnlich. „Die Bundesliga ist ja auch eine Solidargemeinschaft. Da sollte man sich schon anders miteinander beschäftigen, als es jetzt hier geschehen ist.“

11Freunde-Chefredakteur: Verhalten der Bayern ist „schwach“

Philipp Köster, Chefredakteur der 11Freunde, fand dann noch deutlichere Worte: „Spätestens, als das Kind ins Wasser gefallen war, wäre es schön gewesen, wenn man informiert hätte, wie das gelaufen ist. Es dann trotzdem nicht zu schaffen, zum Hörer zu greifen, finde ich schwach.“ Der 46-Jährige unterstellte dem FC Bayern dann auch noch indirekt Ignoranz. "Man hat den Eindruck, dass den Bayern die Belange der anderen Bundesligisten ein bisschen egal sind. Der FC Bayern wäre gut beraten, ein bisschen sensibler zu sein, was die anderen Klubs in der Bundesliga angeht."

Ob die Kritik bei den Bayern-Bossen Verständnis findet? Wohl kaum. Immerhin hatte Uli Hoeneß am Samstagabend schon verkündet, dass er das Verhalten des FC Bayern in der Causa Kovac als „sehr professionell“ und vielmehr den Vorwurf von Bobic als „Schweinerei“ empfinde. Und auch Karl-Heinz Rummenigge sagte: „Wir haben uns keinen Vorwurf zu machen. Wir waren fair, seriös und in der ganzen Geschichte sauber.“

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Rubriklistenbild: © MIS / Bernd Feil/M.i.S.

Auch interessant

Meistgelesen

Bequeme Rolle als BVB-Jäger? Lewandowski gibt überraschende Einschätzung ab
Bequeme Rolle als BVB-Jäger? Lewandowski gibt überraschende Einschätzung ab
Hitzfeld: „Bin erschüttert“ - Erfolgscoach äußert sich zur harten Kritik an Hoeneß
Hitzfeld: „Bin erschüttert“ - Erfolgscoach äußert sich zur harten Kritik an Hoeneß
tz-Kommentar zu Hasan Salihamidzic: Reden ist Silber…
tz-Kommentar zu Hasan Salihamidzic: Reden ist Silber…
Kimmich nach Derby-Sieg forsch: „Jetzt zeigt sich, ob wir Typen in der Mannschaft haben“
Kimmich nach Derby-Sieg forsch: „Jetzt zeigt sich, ob wir Typen in der Mannschaft haben“

Kommentare