"Puck-Affäre" zwischen Bayern und Werder

Bruchhagen schlägt sich auf Sammers Seite

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Heribert Bruchhagen hat Verständnis für die Situation von Matthias Sammer.

München - Die "Puck"-Affäre sorgte für einige Aufregung vor dem Spiel der Bayern in Bremen. Nach der Partie war dann alles abgehakt. Verbale Unterstützung erhält Sportvorstand Sammer von Frankfurts Heribert Bruchhagen.

Bayern München ließen auch die Provokation vor dem Nord-Süd-Klassiker kalt. 4:0 lautete die sportliche Antwort auf die Attacken von Werder Bremens Manager Thomas Eichin. Der hatte indirekt unterstellt, die Bayern genössen bei den Schiedsrichtern einen Bonus, die Superstars wie Franck Ribéry würden von den Unparteiischen nicht angetastet. Daraufhin konterte Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer, Eichin habe zu seiner Zeit als Manager im Eishockey wohl mal einen Puck an den Kopf bekommen, anders könne er sich diese Aussagen des Bremers nicht erklären.

Bruchhagen: "Da wird nicht mit zweierlei Maß gemessen"

Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Bundesligist Eintracht Frankfurt, kann die Meinung Eichins ebenfalls nicht teilen. „Nein! Da wird nicht mit zweierlei Maß gemessen. Der FC Bayern hat einfach mehr Aktionen, ist öfters in der gegnerischen Hälfte, hat mehr Ballbesitz", sagte der Funktionär im Sport1-Doppelpass am Sonntag. Man müsse die mediale Ausnahmesituation berücksichtigen, die beim FC Bayern herrsche.

"Alles, was um die Bayern herum passiert, erfährt immer besondere Beachtung. Die Bayern werden aber nicht bevorzugt. Der FC Bayern ist medienträchtig", so Bruchhagen weiter: "Und irgendjemand muss dann auch außerhalb des sportlichen Bereiches Rede und Antwort stehen – und das ist jetzt nun mal die Aufgabe von Matthias Sammer. Wenn ich 18 Interviews am Tag gebe, dann kann es auch passieren, dass eines mal danebengeht. Und das mit dem Puck ist halt schlichtweg danebengegangen. Aber das geht mir auch so".

Bei den Akteuren auf dem Platz spielten die verbalen Scharmützel zwischen Nord und Süd eine eher untergeordnete Rolle - wenn überhaupt. "Die Aussagen sind uns Spielern eigentlich egal“, sagte Bayern-Profi Thomas Müller zu dem Schlagabtausch zwischen Eichin und Sammer: „Davon lebt das Fußball-Geschäft ein bisschen.“

Zwei Mal Note 1: Bilder vom Bayern-Sieg

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