FCB-Unstimmigkeiten zum Triple

Hoeneß-Sammer-Zoff: Rummenigge schlichtet

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Karl-Heinz Rummenigge (l.) schlichtet den Streit zwischen Uli Hoeneß und Matthias Sammer.

München - Sportvorstand Matthias Sammer fährt Ex-Präsident Uli Hoeneß in verbal die Parade. Solche Unstimmigkeiten passen nicht zum FC Bayern, findet Rummenigge und schlichtet.

Live, das steht fest, hat Uli Hoeneß diesen doch ungewöhnlichen öffentlichen Angriff auf ihn aus den eigenen Reihen nicht gesehen. Der ehemalige Präsident des FC Bayern kam am Mittwochabend erst um 20.17 Uhr in der Allianz Arena an, Matthias Sammers Worte hatten da schon längst die Runde gemacht. Die Frage, die sich schon vor Anpfiff des 4:2 gegen Juve stellte: Wie clever ist es von einem Sportvorstand, dessen Rolle im Verein nicht unbedingt unumstritten ist, ausgerechnet einen Mann wie Uli Hoeneß anzugehen?

Als „dummes Zeug“ hatte der 48-Jährige die Aussage von Hoeneß bewertet, Pep Guardiola sei in München angetreten, um die Champions League zu gewinnen – und erklärt: „Ich bin Sammer, und das andere sagt Uli Hoeneß. Ich bin jeden Tag mit Pep zusammen, und ich kann das nicht bestätigen. Das stimmt einfach nicht.“ Er hatte diese Sätze im TV-Interview mit zahlreichen komplexen Wortgebilden garniert. Wer Matthias Sammer kennt, weiß, dass er sich gerne in verschachtelten Formulierungen verstrickt und am Ende nicht mehr rauskommt. Aber auch nach der Partie war er nicht darauf aus, die Wogen zu glätten.

Rummenigge: Triple nicht als conditio sine qua non

Man müsse „nicht bestätigen, was andere uns einreden wollen“. Es sei „nichts Schlechtes, was Uli gesagt hat“, als „sportlich Verantwortlicher“ müsse man es aber korrigieren, „weil das völlig falsche Prioritäten setzt“. Sammer erinnerte daran: „Wie oft hat es das Triple in der Geschichte des FC Bayern – auch mit Uli Hoeneß – gegeben? Richtig, genau einmal. Und jetzt sollen wir es wieder gewinnen? Das ist doch völlig unrealistisch.“ Natürlich werde man den Champions League-Triumph gerne „mitnehmen“, das Ziel aber bleibe die vierte Meisterschaft in Folge.

Karl-Heinz Rummenigge wusste natürlich wie alle anderen, dass Sammers Verhalten nicht gerade durchdacht war. Der Vorstandsboss versuchte aber, die Aufregung auf ein Missverständnis zu schieben. Er wolle da jetzt „nichts überstrapazieren“, denn „der Matthias wollte einfach den Fakt aus dem Weg räumen, dass wir das Triple als conditio sine qua non ausgegeben haben“. Ein Mann von Welt als Streitschlichter? Herrlich! Und den wird es brauchen. Denn auch Sammers abschließende Worte „Uli ist super, Uli ist Bayern München“ werden nicht zur Besänftigung gereicht haben. Majestätsbeleidigung bleibt beim FC Bayern Majestätsbeleidigung.

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