Berater plaudert aus dem Nähkästchen

Heulender Messi: So wollte sich Ibrahimovic an Pep rächen

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Zwei Charakterköpfe, die sich künftig wohl aus dem Weg gehen - außer vielleicht in der Champions League: Pep Guardiola (l.) und Zlatan Ibrahimovic.

München - Zlatan Ibrahimovic und Pep Guardiola werden wohl keine Freunde mehr in diesem Leben. Um sich am jetzigen Bayern-Trainer zu rächen, hätte der Stürmer sogar einen brisanten Wechsel abgenickt.

Mino Raiola.

"Was sich liebt, das neckt sich" - wenn man dem Volksmund glauben darf. In der Beziehung zwischen Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic und Trainer Pep Guardiola dürfte diese Wahrheit allerdings kaum zutreffen. Zu oft schon wurde schmutzige Wäsche gewaschen, nachdem die gemeinsame Zeit der beiden beim FC Barcelona alles andere als von Erfolg gekrönt war und Ibrahimovic im Unfrieden die Katalanen verließ beziehungsweise verlassen musste. Vor allem der Berater des Schweden tat sich in der Vergangenheit immer wieder mal als "Waschmaschine mit Schmutzwaschgang" hervor. Und nun hat sich der umtriebige Mino Raiola erneut zu der komplizierten Beziehung zwischen Ibrahimovic und Guardiola geäußert. In einem Interview mit dem spanischen Sportmedium "Marca" sagte Raiola: "Zlatan wollte zu Real Madrid, als er Barcelona verließ. Es wäre der ideale Schritt gewesen, die perfekte Rache an Guardiola."

"Messi ist heulend zu Guardiola gerannt"

Ibrahimovic wechselte 2009 zu Barca, ein Jahr später war schon wieder Schluss. Nach dem Abschied des Schweden in Richtung AC Mailand im Sommer 2010 ließ der Stürmer kein gutes Haar an der Arbeit des Erfolgstrainers, nannte ihn abfällig "den Philosophen" und ging auch in seiner Autobiographie kritisch mit dem Katalanen um. So bezeichnete er ihn unter anderem als "Feigling". Den Grund für den Abgang des Topstürmers mit dem großen Ego offenbarte nun Raiola: ein verstimmter Lionel Messi.

"Ich erinnere mich an einen Anruf von Txiki Begiristain (damals Sportdirektor bei Barca; Anmerk. d. Red.) im November 2009, er wollte mit mir sprechen. 'Messi ist wütend, er ist unglücklich. Er schießt nicht viele Tore und Zlatan muss ihm helfen', sagte er." Für Ibrahimovic kein Thema, so Raiola. "Einen Monat später sagte mir Txiki, dass Guardiola das Spielsystem verändern werde, obwohl er (Txiki) nicht damit einverstanden war. Ich sagte ihm: 'Kein Problem'. Dann sagte mir Txiki, es gebe sehr wohl ein Problem: 'Messi war wütend und ist heulend zu Guardiola gerannt. Und jetzt spielt er in der Sturmzentrale und Guardiola wird keine zwei Stürmer aufstellen'". Im Klartext: Guardiola gab laut Raiola dem Drängen des argentinischen Zauberflohs nach und opferte dafür Ibrahimovic. "Danach sprach Pep nicht mehr mit Zlatan, nicht einmal, als er verletzt war", kritisiert Raiola.

Anschließend waren wohl alle Brücken zwischen den beiden Platzhirschen zerstört. Denn anstatt einer vorzeitigen Ausleihe an den AC Mailand zuzustimmen, wollte "Ibra" lieber zum Erzrivalen des FC Barcelona, um sich an Guardiola zu rächen. "Zlatan wollte unbedingt zu Real Madrid, doch im Bernabeu (das Fußballstadion Reals; Anmerk. d. Red.) hatten sie nicht die Eier dazu und auch keinen klaren Plan", erklärt Raiola.

Vielleicht trifft Ibrahimovic mit seinem aktuellen Verein Paris St. Germain ja demnächst in der K.o.-Phase der Champions League auf seinen Rivalen - dazu müssten sich der Schwede und sein Team allerdings zunächst einmal gegen den FC Chelsea für das Viertelfinale qualifizieren. Dann würden nur noch Bayerns Weiterkommen gegen Donezk und ein bisschen Losglück Ibrahimovic zu seiner Rache fehlen...

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