Löwen-Fans ausgesperrt, Verkauf streng reguliert

Wie sinnvoll ist der Derby-Umzug in die Arena überhaupt noch?

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Nur ein Pflichtspiel-Derby zwischen Bayern und 1860 gab es bisher (DFB-Pokal 2008) - jetzt kommt ein zweites hinzu.

Angesichts der Umstände, Begleiterscheinungen und Entscheidungen rund um die Verlegung des Derbys zwischen dem FC Bayern II und dem TSV 1860 in die Allianz Arena erscheint diese mittlerweile sehr fragwürdig.

Der FC Bayern verlegt das Derby seiner zweiten Mannschaft vom Grünwalder Stadion in die Allianz Arena - von der (noch) 12.500 Zuschauer fassenden Kultstätte in Giesing in den 75.000-Mann-Tempel in Fröttmaning. Angesichts der Rivalität und der sportlich möglicherweise vorentscheidenden Partie auf dem Papier zunächst eine sinnvolle Entscheidung. Die Möglichkeit einer vollen Arena und eines erneuten Regionalliga-Rekords, diesmal aber nicht nur eines bayerischen, sondern eines deutschen, schien in Reichweite. Schien. Denn der FC Bayern schneidet sich quasi ins eigene Fleisch.

Ob das Ziel eines neuen Rekordes erreicht wird, darf mit Recht bezweifelt werden. Die Entscheidung des FC Bayern, dem TSV 1860 lediglich rund 4700 Karten abzutreten und nur seinen eigenen Mitgliedern und Fanclubs Tickets anzubieten, dürfte diesem Bestreben - gelinde gesagt - abträglich sein. Schon vor der Limitierung hatte der Club Nr. 12 seine Kritik am Umzug geäußert. Aber auch die Löwen-Seite zeigte sich kritisch.

Der Zuschauerschnitt der kleinen Bayern pendelt seit 2011 zwischen 731 und 1451 - und darin sind die zuschauerstarken Derbys, die den Schnitt erheblich anheben, schon eingerechnet. Sogar die Aufstiegsrelegation 2014 gegen Fortuna Köln (2:1) wollten „nur“ 7738 Zuschauer sehen - von einem ausverkauften Grünwalder Stadion war man meilenweit entfernt. Da erscheint es äußerst fraglich, ob der Zuspruch der Bayern-Fans ausreicht, die große Arena ansprechend zu füllen.

FC Bayern verhindert blaue Wand - und beraubt sich einer Chance

In Kombination mit dem „Aussperren“ der Löwen-Fans, entfällt auch der Reiz einer möglichen blauen Wand wie in Augsburg oder Nürnberg, der sich eine rote Wand entgegenstellen könnte und für Hexenkessel-Atmosphäre sorgen würde. Man stelle sich vor, die Nordseite der Arena wäre mit 15.000 Blauen gefüllt, die Südseite mit ebenso vielen Roten - was wäre das für eine Atmosphäre gewesen? Es scheint, als würde der FC Bayern aber genau das verhindern wollen - durch die Limitierung der Löwen-Tickets und der gleichzeitigen Absicherung des Verkaufs nur an Mitglieder und Fanclubs. So können wirklich nur Bayern-Fans an Tickets kommen und 1860-Anhängern bietet sich keinerlei Chance, über den FCB an weitere Karten zu kommen. „Im Sinne unserer Fans hoffe ich auf eine andere Lösung“, sagte 1860-Sportchef Günther Gorenzel zur tz. „Wir würden gerne ein Fußballfest feiern.“

Wie viele FCB-Fans interessieren sich für die Regionalliga?

Die Allianz Arena ist bei jedem Spiel der Bayern-Profis ausverkauft, von den 75.000 Plätzen sind 40.000 mit Dauerkarten belegt. Für den normalen Fan ist es kaum möglich, an Tickets heranzukommen. Jetzt könnte argumentiert werden, dass genau für diese Anhänger das Derby die Möglichkeit darstellt, ein Spiel dort zu besuchen. Aber ist das realistisch? Wie viele dieser Fans interessieren sich wirklich auch für die zweite Mannschaft der Roten oder wollen in Fröttmaning Viertliga-Fußball sehen? Nur, weil es jetzt gegen die erste Löwen-Mannschaft geht?

Tradition, Kult, Moderne: Impressionen aus Münchens Stadien 

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Die Welt- und Sportstadt München kann gleich mit mehreren Stadien aufwarten: Von traditionsreichen Kampfbahnen bis hin zur modernen Arena. Ein Streifzug durch Münchens Sportstadien. © 
Das traditionsreichste ist wohl das Grünwalder Stadion auf Giesings Höhen. Hier gewann der TSV 1860 im Jahr 1966 seine einzige deutsche Meisterschaft.
Das traditionsreichste ist wohl das Grünwalder Stadion auf Giesings Höhen. Hier gewann der TSV 1860 im Jahr 1966 seine einzige deutsche Meisterschaft. © Marcus Schlaf
Im Volksgargon hat es viele Namen: 60er Stadion, Hermann-Gerland-Kampfbahn, Grünwalder - aber der offizielle Name lautet "Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße".
Im Volksgargon hat es viele Namen: 60er Stadion, Hermann-Gerland-Kampfbahn, Grünwalder - aber der offizielle Name lautet "Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße". © Klaus Haag
Bis 1995 spielte der TSV 1860 in seiner Heimat. Zur Saison 2004/2005 kehrten die Löwen nochmals für ein Jahr zurück. Bis zu 21.272 Zuschauer konnten die Blauen hier anfeuern.
Bis 1995 spielte der TSV 1860 in seiner Heimat. Zur Saison 2004/2005 kehrten die Löwen nochmals für ein Jahr zurück. Bis zu 21.272 Zuschauer konnten die Blauen hier anfeuern. © Marcus Schlaf
Besten Blick auf das Geschehen auf dem Platz haben die Anwohner an der Grünwalder Straße.
Besten Blick auf das Geschehen auf dem Platz haben die Anwohner an der Grünwalder Straße. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Nachdem die Kapazität zwischenzeitlich auf 10.240 gesunken und die Zulassung für die 3. Liga durch den DFB in Gefahr geraten war, baute die Stadt das Stadion in der Saison 2012/2013 um. Die Ostkurve, sowie Teile der Südtribüne wurden komplett abgerissen und neu gebaut.
Nachdem die Kapazität zwischenzeitlich auf 10.240 gesunken und die Zulassung für die 3. Liga durch den DFB in Gefahr geraten war, baute die Stadt das Stadion in der Saison 2012/2013 um. Die Ostkurve, sowie Teile der Südtribüne wurden komplett abgerissen und neu gebaut. © Klaus Haag
Auch die Gegentribüne, besonders unter den Löwen-Fans besser als Stehhalle bekannt, erhielt neue Sitzschalen. Zudem wurde die Bänke der sogenannten Vortribüne entfernt und die Zäune erneuert.
Auch die Gegentribüne, besonders unter den Löwen-Fans besser als Stehhalle bekannt, erhielt neue Sitzschalen. Zudem wurde die Bänke der sogenannten Vortribüne entfernt und die Zäune erneuert. © Klaus Haag
Die Hauptribüne erhielt einen neuen Innenbau sowie ebenfalls neue Sitze. Außerdem erhielt das Stadion eine Rasenheizung, das Grün wurde bis in die Westkurve verlegt (zuvor war dort nur Asche als Belag) und es wurde eine neue Flutlichtanlage installiert.
Die Hauptribüne erhielt einen neuen Innenbau sowie ebenfalls neue Sitze. Außerdem erhielt das Stadion eine Rasenheizung, das Grün wurde bis in die Westkurve verlegt (zuvor war dort nur Asche als Belag) und es wurde eine neue Flutlichtanlage installiert. © Klaus Haag
Ab der Spielzeit 2013/2014 treten hier wieder die zweiten Mannschaften von 1860 und Bayern an. Zur Spielzeit 2017/18 kehrten die Löwen-Profis zurück auf Giesings Höhen. 15.000 Zuschauer können deren Spiele verfolgen.
Ab der Spielzeit 2013/2014 treten hier wieder die zweiten Mannschaften von 1860 und Bayern an. Zur Spielzeit 2017/18 kehrten die Löwen-Profis zurück auf Giesings Höhen. 15.000 Zuschauer können deren Spiele verfolgen. © Klaus Haag
Als München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 erhielt, musste ein neues Stadion her.
Als München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 erhielt, musste ein neues Stadion her. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Das Olympiastadion und der Olympiapark wurden auf dem Oberwiesenfeld im Norden Münchens errichtet. Es ist weltberühmt für seine Zeltdachkonstruktion, die sich auch über die Halle und die Schwimmhalle erstreckt.
Das Olympiastadion und der Olympiapark wurden auf dem Oberwiesenfeld im Norden Münchens errichtet. Es ist weltberühmt für seine Zeltdachkonstruktion, die sich auch über die Halle und die Schwimmhalle erstreckt. © picture-alliance / dpa
Anfangs bot das Stadion Platz für 80.000 Zuschauer. Die Kapazität wurde aus Sicherheitsgründen kontinuierlich nach unten geschraubt.
Anfangs bot das Stadion Platz für 80.000 Zuschauer. Die Kapazität wurde aus Sicherheitsgründen kontinuierlich nach unten geschraubt. © picture-alliance / dpa
Fans auf dem Olympiaturm
Auch die Umwandlung von Steh- in Sitzplatzbereiche sorgte dafür, das heute "nur" noch 69.000 Zuschauer das Olympiastadion füllen können. Foto: Finale der Champions League 1997 zwischen Juventus und Dortmund. © picture-alliance / dpa
Während der TSV 1860 im geliebten Grünwalder Stadion blieb und nur vereinzelt seine Spiele in der neuen Arena austrug, zog der FC Bayern komplett in den Olympiapark. Die Löwen taten dies erst 1995 nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.
Während der TSV 1860 im geliebten Grünwalder Stadion blieb und nur vereinzelt seine Spiele in der neuen Arena austrug, zog der FC Bayern komplett in den Olympiapark. Die Löwen taten dies erst 1995 nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Als die Fußball-WM 2006 nach Deutschland vergeben wurde, war klar: München braucht ein neues Stadion. Zuerst sollte das Olympiastadion umgebaut werden, doch dieser Plan wurde gestoppt. Dieser hätte eine Überdachung der Gegengerade, den Wegfall der Laufbahn und den Einbau eines zweiten Ranges vorgesehen.
Als die Fußball-WM 2006 nach Deutschland vergeben wurde, war klar: München braucht ein neues Stadion. Zuerst sollte das Olympiastadion umgebaut werden, doch dieser Plan wurde gestoppt. Dieser hätte eine Überdachung der Gegengerade, den Wegfall der Laufbahn und den Einbau eines zweiten Ranges vorgesehen. © picture-alliance / dpa
Stattdessen wurde per Bürgerentscheid der Bau eines neuen Stadions im Münchner Norden beschlossen. Innerhalb von nur drei Jahren (2002-2005) wurde die Arena errichtet.
Stattdessen wurde per Bürgerentscheid der Bau eines neuen Stadions im Münchner Norden beschlossen. Innerhalb von nur drei Jahren (2002-2005) wurde die Arena errichtet. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Durchsuchungen bei FC Bayern und 1860 München
Charakteristisch ist ihr Aussehen. Die Hülle aus Kunststoff konnte zunächst nur in rot, blau und weiß beleuchtet werden, seit Sommer 2015 sind 16 Millionen Farben möglich.  © picture-alliance / dpa/dpaweb
Durchsuchungen bei FC Bayern und 1860 München
Der Versicherungskonzern Allianz sicherte sich die Namensrechte an der neuen-Fußball-Arena. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Die Löwen spielten nach dem Abstieg 2004 nur noch fünfmal im Olympiapark, das letzte Mal beim 0:0 gegen Köln am 3. Mai 2005.
Die Löwen spielten nach dem Abstieg 2004 nur noch fünfmal im Olympiapark, das letzte Mal beim 0:0 gegen Köln am 3. Mai 2005. © MIS
Der FC Bayern verabschiedete sich am 14. Mai 2005 mit dem letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Die Roten siegten 6:3.
Der FC Bayern verabschiedete sich am 14.  Mai 2005 mit dem letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Die Roten siegten 6:3. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
33 Jahre feierte der FC Bayern seine Titel unter dem Zeltdach, nun ging es ins Schlauchbott nach Fröttmaning.
33 Jahre feierte der FC Bayern seine Titel unter dem Zeltdach, nun ging es ins Schlauchbott nach Fröttmaning. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Doch die Sonne ging nicht komplett unter für das Olympiastadion. Andere Ereignisse fanden Einzug unter das Zeltdach.
Doch die Sonne ging nicht komplett unter für das Olympiastadion. Andere Ereignisse fanden Einzug unter das Zeltdach. © picture-alliance / dpa
Das Olympiastadion ist seither Schauplatz von Open Air Konzerten (hier Robbie Williams), Messen, Public-Viewings (Fußball-WM oder -EM) und vielen anderen Großveranstaltungen.
Das Olympiastadion ist seither Schauplatz von Open Air Konzerten (hier Robbie Williams), Messen, Public-Viewings (Fußball-WM oder -EM) und vielen anderen Großveranstaltungen. © picture-alliance/ dpa
Tosende Eröffnungsfeier in der Allianz Arena. Mit insgesamt drei Eröffnungsspielen wurde der 280 Millionen Euro teure neue Fußball-Tempel im Sommer 2005 eröffnet. Zuerst spielte 1860 gegen Nürnberg (3:2) ...
Tosende Eröffnungsfeier in der Allianz Arena. Mit insgesamt drei Eröffnungsspielen wurde der 280 Millionen Euro teure neue Fußball-Tempel im Sommer 2005 eröffnet. Zuerst spielte 1860 gegen Nürnberg (3:2) ... © picture alliance / dpa
... dann die Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft (4:2) und schließlich kam es zum Derby zwischen FCB und 1860 (0:1).
... dann die Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft (4:2) und schließlich kam es zum Derby zwischen FCB und 1860 (0:1). © picture-alliance/ dpa/dpaweb
75.000 Plätze hat die Arena mittlerweile - und damit 9000 mehr als beider Eröffnung 2005. Zu internationalen Spielen stehen durch die Umwandlung der Steh- in Sitzplätze 70.000 Plätze zu Verfügung.
75.000 Plätze hat die Arena mittlerweile - und damit 9000 mehr als beider Eröffnung 2005. Zu internationalen Spielen stehen durch die Umwandlung der Steh- in Sitzplätze 70.000 Plätze zu Verfügung. © MIS
Seither feiern die Bayern in Fröttmaning ihre Siege und Titel, während die Löwen hier noch immer zweite Liga spielen und (bislang) vergeblich um den Wiederaufstieg kämpfen.
Seither feiern die Bayern in Fröttmaning ihre Siege und Titel, während die Löwen hier 2017 aus der 2- Liga abstiegen und sich aus Fröttmaning verabschiedeten. © MIS
2012 fand das Endspiel der UEFA Champions League in der Arena statt, der FC Bayern traf auf den FC Chelsea aus London. Das „Finale dahoam“ gewannen die Engländer 5:4 nach Elfmeterschießen.
2012 fand das Endspiel der UEFA Champions League in der Arena statt, der FC Bayern traf auf den FC Chelsea aus London. Das „Finale dahoam“ gewannen die Engländer 5:4 nach Elfmeterschießen. © MIS
Münchens viertgrößtes Sportstadion befindet sich im Stadtteil Gern: Das Dantestadion, oder offiziell "Städtisches Stadion an der Dantestraße".
Münchens viertgrößtes Sportstadion befindet sich im Stadtteil Gern: Das Dantestadion, oder offiziell "Städtisches Stadion an der Dantestraße". © Marcus Schlaf
Das Dante, wie es oft nur genannt wird, verfügte früher über 32.000 Plätze, wovon heute noch 12.000 erhalten sind.
Das Dante, wie es oft nur genannt wird, verfügte früher über 32.000 Plätze, wovon heute noch 12.000 erhalten sind. © Klaus Haag
Eine Besonderheit des Stadions ist die trapezförmige und daher einmalige Tribüne, in der sich auch eine Turnhalle und Waschräume befinden. Außerdem existieren eine 400-m-Tartanbahn und eine elektronische Anzeigetafel.
Eine Besonderheit des Stadions ist die trapezförmige und daher einmalige Tribüne, in der sich auch eine Turnhalle und Waschräume befinden. Außerdem existieren eine 400-m-Tartanbahn und eine elektronische Anzeigetafel. © Marcus Schlaf
Dantestadion München
Das Dante war zur NS-Zeit für Aufmärsche geplant. Für die Marschkolonnen wurde damals die Gegengerade durchbrochen. © Klaus Haag
Das Dantestadion ist Heimat des American Football-Teams der Munich Cowboys. Außerdem trugen hier der FC Wacker München (1963-72), die Frauenmannschaft des FC Bayern sowie der Türk SV 1975 München, der unter seinen früheren Namen SV Türk Gücü München in der Bayernliga spielte, hier seine Heimspiele aus (jeweils bis 2006).
Das Dantestadion ist Heimat des American Football-Teams der Munich Cowboys. Außerdem trugen hier der FC Wacker München (1963-72), die Frauenmannschaft des FC Bayern sowie der Türk SV 1975 München, der unter seinen früheren Namen SV Türk Gücü München in der Bayernliga spielte, hier seine Heimspiele aus (jeweils bis 2006). © Marcus Schlaf
Mittlerweile halb abgerissen ist das Olympia-Reitstadion in Riem. Heute exisitieren nur noch die unüberdachten Tribünen, die ein Halbrund um das Reitfeld bilden.
Mittlerweile halb abgerissen ist das Olympia-Reitstadion in Riem. Heute exisitieren nur noch die unüberdachten Tribünen, die ein Halbrund um das Reitfeld bilden. © Marcus Schlaf
Mittlerweile halb abgerissen ist das Olympia-Reitstadion in Riem. Heute exisitieren nur noch die unüberdachten Tribünen, die ein Halbrund um das Reitfeld bilden.
Die baufällige Haupttribüne und der marode Richtertum mit Anzeigetafel von 1972 wurden abgerissen. Heute finden hier vor allem Flohmärkte statt. Highlight war das Konzert der US-Rockband Linkin Park im Juni 2008, als 25.000 Zuschauer nach Riem kamen. © Marcus Schlaf
Seit Mitte 2012 dürfen allerdings auch keine Open-Air-Konzerte mehr hier stattfinden. FÜr Pferdeveranstaltungen ist das Gelände aber weiterhin nutzbar.
Seit Mitte 2012 dürfen allerdings auch keine Open-Air-Konzerte mehr hier stattfinden. FÜr Pferdeveranstaltungen ist das Gelände aber weiterhin nutzbar. © M(e)ister Eiskalt / Wikipedia
Bis zu 15.053 Fans fasst das Stadion. Den Namen wechselte der Sportpark übrigens schon einige male. Bis 2003 sowie von 2011 bis 2013 hieß die Arena schlicht Stadion am Sportpark. Von 2003 bis 2011 hieß sie Generali Sportpark, seit Sommer 2013 heißt sie nun Alpenbauer Sportpark.
Bis zu 15.053 Fans fasst das Stadion. Den Namen wechselte der Sportpark übrigens schon einige male. Bis 2003 sowie von 2011 bis 2013 hieß die Arena schlicht Stadion am Sportpark. Von 2003 bis 2011 hieß sie Generali Sportpark, seit Sommer 2013 heißt sie nun Alpenbauer Sportpark. © MIS
Sportpark Unterhaching
Charakteristisch für das Schmuckkästchen ist das Vereinsheim der SpVgg Unterhaching, das sich direkt hinter der Südtribüne, der Hachinger Fankurve, befindet. © Robert Brouczek
Sportpark Unterhaching
Zudem parkt in der Ecke zwischen Südtribüne und Gegentribüne stets der mannschaftsbus der Gäste. © Christina Pahnke / sampics
Ein kleines Schmuckkästchen steht seit 2001 auch in Heimstetten östlich von München. Auch der FC Bayern II spielte hier bereits vorübergehend (Saison 2012/13).
Ein kleines Schmuckkästchen steht seit 2001 auch in Kirchheim bei München im Ortsteil Heimstetten. Auch der FC Bayern II spielte hier bereits vorübergehend (Saison 2012/13). © Robert Gasser
Das Stadion im Sportpark fasst bis zu 2500 Zuschauer, hier trägt der heimische SV Heimstetten seine Heimspiele aus.
Das Stadion im Sportpark fasst bis zu 2500 Zuschauer, hier trägt der heimische SV Heimstetten seine Heimspiele aus. © Robert Gasser

Halbleere Arena oder proppenvolles Grünwalder - was ist besser?

Natürlich mag ein Spiel in der Allianz Arena sowohl für die Spieler der kleinen Bayern als auch für das „neue“ 1860 ein Highlight sein, doch letztlich beraubt es beide Teams des Heimvorteils, sie sind beide nicht an die Gegebenheiten der WM-Arena von 2006 gewöhnt. Kompensiert werden würde dies sicher durch volle Ränge, doch ob eine nun drohende halbleere Allianz Arena den stimmungsvoll gleichen Effekt haben wird, wie ein proppenvolles Grünwalder Stadion, ist fraglich.

Bleibt also die Frage: Ist der Umzug in die Arena überhaupt noch sinnvoll? Die Antwort: Unter diesen Umständen kaum mehr.

Florian Weiß

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