Talente verlassen den Klub nach U23-Abstieg

Das Ende der „Golden Boys“ beim FC Bayern? Arp schon weg - Kühn vor Wechsel

Bayern München II empfing den TSV 1860 zum Stadtderby.
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Nicolas Kühn könnte der nächste Abgang beim FC Bayern München II werden.

Der Abstieg der FC Bayern Amateure in die Regionaliga wird zum Personal-Problem. Nach Jan-Fiete Arp könnte nun auch Nicolas Kühn den Verein verlassen.

Für die zweite Mannschaft des Rekordmeisters brechen schwere Zeiten an. In nicht einmal einem Monat startet die Regionalliga-Saison 2021/22 und der nächste Abgang eines Top-Talents steht vor der Türe. Nicolas Kühn wird mit Erzgebirge Aue in Verbindung gebracht, laut „Sport1“ gibt es bereits erste Gespräche zwischen dem Rechtsaußen und dem Verein aus der 2. Bundesliga.*

Aue-Präsident Helge Leonhardt bestätigte das Interesse des Vereins an Kühn, dessen Marktwert mittlerweile rund 700.000 Euro beträgt. „Nicolas ist ein Spieler, den wir gerne verpflichten wollen. Wir sind davon überzeugt, dass er sich in Aue zu einem starken Spieler für die zweite Liga entwickeln kann. Wir sind in guten Gesprächen mit dem FC Bayern*“, sagt der Präsident zu „Sport1“.

Kühn ist Gewinner der Fritz-Walter-Medaillie 2019

Nicolas Kühn war mit zwei Millionen Euro einer der teuersten U18-Transfers der Geschichte, als er 2018 von RB Leipzigs* Nachwuchsmannschaft zu Ajax Amsterdam* wechselte. Doch auch dort blieb ihm der Sprung in den Profi-Kader verwehrt. Der nächste Schritt in seiner noch jungen Karriere führte ihn dann zum FC Bayern München II in die 3. Liga. In 21 von möglichen 38 Spielen in der Saison 2020/21 in der 3. Liga konnte der 21-jährige vier Tore und zwei Vorlagen beisteuern.

Ein anderer prominenter Abgang, der die Fritz-Walter-Medaille erhalten hat, ist Jan-Fiete Arp. Der Wechsel des 21-jährigen auf Leihbasis zum KSV Holstein ist seit vergangener Woche beschlossene Sache. Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport der Kieler, freut sich bereits auf seine prominente Verstärkung: „Mit Fiete Arp gewinnen wir einen hochtalentierten, jungen Stürmer mit norddeutschen Wurzeln“.

Beide Talente schafften den Durchbruch beim FC Bayern nicht

Sowohl Kühn als auch Arp konnten sich zwar in der Reserve der Münchner beweisen - der endgültige Durchmarsch in die Profimannschaft schafften beide unter Hansi Flick aber nicht. Der Sprung in das Star-Ensemble war für beide zu groß. Der Zwischenschritt in der 2. Bundesliga ist für die 21-jährigen eine gute Möglichkeit, um sich den Traum von der 1. Bundesliga* doch noch zu erfüllen.

Ein Verbleib in der Regionalliga war für Arp ausgeschlossen. Auch Kühn sieht in der vierthöchsten Spielklasse keine Option. Beide Spieler haben nun die Möglichkeit, sich in der 2. Bundesliga zu behaupten, Arp im Leihgeschäft und Kühn wohl mit einer Festanstellung für drei Jahre. (Magdalena Schwaiger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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