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FC Bayern II glaubt weiter an direkten Wiederaufstieg - Brazzo-Sohn soll jetzt durchstarten

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Von: Korbinian Kothny

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Nick Salihamidzic, Sohn von FCB-Sportvorstand Hasan, greift ab sofort bei der U23 des FC Bayern an.
Nick Salihamidzic, Sohn von FCB-Sportvorstand Hasan, greift ab sofort bei der U23 des FC Bayern an. © Imago Images / passion2Press

Der FC Bayern II hat den direkten Wiederaufstieg noch nicht abgeschrieben. In der Rückrunde soll der Sohn von Hasan Salihamidzic bei der Auholjagd helfen.

München - Vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Bayreuth und ein mehr absolviertes Spiel nehmen die kleinen Bayern als Rucksack mit in das neue Jahr. Doch von Resignation ist bei der Zweitvertretung des FC Bayern nichts zu spüren. Die Elf von Martín Demichelis hält nach wie vor an dem vor der Saison ausgegebenen Ziel fest: der direkte Wiederaufstieg in die 3. Liga.

Dafür ist der Talenteschuppen des Rekordmeisters am 10. Januar in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte gestartet. Und die fällt dieses Mal länger aus als üblich. Nach drei Wochen Winterpause haben die Jungs von Demichelis fünfeinhalb Wochen Zeit, um sich für das Auftaktspiel am 26. Februar beim FC Pipinsried in Form zu bringen.

FC Bayern II: 18-Jährigen Motika und Vidović überragen

„Das Hauptziel ist, auf dasselbe Niveau zu kommen wie vor der Winterpause. Die erste Woche kann man sich als Einführungswoche der gesamten Vorbereitung vorstellen. In der zweiten und dritten Woche wird die Intensität immer weiter gesteigert“, erklärt der Argentinier seinen Plan auf der vereinseigenen Website. Für einige U23-Akteure war die Winterpause allerdings schon früher beendet als geplant. Der Grund: die Corona-Notlage bei den Profis. Für Demichelis ein zweischneidiges Schwert: „Man darf nicht vergessen: Nach der letzten Saison hatten viele unserer Spieler nur zehn Tage Pause. Diese Saison haben wir bis jetzt 24 Spiele gespielt. Das ist fast eine ganze Saison in nur vier Monaten. Das ist für so einen jungen Kader einfach zu viel.“ Der personelle Engpass bei der Mannschaft von Julian Nagelsmann beendete dann die eigentlich für vier Wochen geplante Winterpause. „Wir müssen trotzdem bereit sein, der 1. Mannschaft zu helfen. Das ist immer unser Ziel. Mich persönlich freut es sehr, wenn die Jungs dann die Chance bekommen, von den Profis zu lernen“, erklärt der 41-Jährige.

Nachdem sich der Kader der Profis wieder füllt, werden Motika und Co. nach und nach wieder zur Vorbereitung der U23 stoßen. Motika selbst gehörte 2021 zum bei den Gegnern gefürchteten Offensiv-Trio der Bayern Amateure. Oliver Batista-Meier, Gabriel Vidović und eben Nemanja Motika erzielten allein 39 der 73 Bayern-Treffer in der ersten Saisonhälfte. 2022 werden Vidovic und Motika noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. Batista-Meier wechselte in der Winterpause zum Zweitligisten Dynamo Dresden. „Ihre Scorerquoten sind schon beeindruckend“, erklärt Routinier Timo Kern und hebt die beiden 18-jährigen Vidović und Motika heraus: „Beide spielen ihre erste Saison im Herrenbereich. Das macht es umso beachtlicher. Wir agieren im Teamgefüge so, dass alle Jungs ihre Stärken optimal einsetzen können.“

FC Bayern II: Salihamidžić-Sohn wird von U19 hochgezogen

Neben dem Abgang von Batista-Meier gab es noch weitere Veränderungen am Kader in der Winterpause. Der Kader wurde sowohl durch Transfers als auch eigene U19-Jugendspieler verstärkt. Zum einen kam der 18-jährige Hyun-ju Lee aus Südkorea und ist fest für die U23 eingeplant. Und zum anderen wurden Nick Salihamidžić, Liam Morrison, David Herold und Younes Aitamer aus der A-Jugend in die 2. Mannschaft hochgezogen. Nick Salihamidžić ist der Sohn von Sportvorstand Hasan Salihamidžić und der Cousin von Lukas Copado, der sein Bundeliga-Debüt am 07. Januar gegen Borussia Mönchengladbach für die Profis feierte. Außerdem hat Torben Rhein seine Sprunggelenks-Verletzung auskuriert und ist wieder voll belastbar.

Beweisen können sich die ‚Neuzugänge‘ erstmals am 22. Januar, wenn die Amateure den FC Ismaning empfangen. Am 28. Januar steht dann das zweite Vorbereitungsspiel der Demichelis-Elf gegen den Regionalligisten SSV Ulm an. Das Hauptaugenmerk wird dort wohl vor allem auf der Defensivleistung liegen: „Wir kassieren noch zu viele Gegentore, speziell nach Standards“, kritisierte Kapitän Nico Feldhahn zuletzt. Deswegen lautet für Mittelfeld-Rotinier Kern die Marschroute für das neue Jahr so: „Bayreuth macht es uns aktuell vor. Sie spielen manchmal ‚dreckig‘, aber holen die drei Punkte und spielen oft zu null.“ (kk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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