Wo sich Pep & Co. verbessern können

In diesen Rankings liegt Bayern nicht auf Platz 1

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Pep Guardiola findet eigentlich immer etwas, was sich am Bayern-Spiel noch verbessern lässt.

München - Während der Rest der Liga scheinbar schon die weiße Fahne hisst, lohnt sich ein genauer Blick in die Statistik. Denn es gibt tatsächlich einige Bereiche, in denen der FC Bayern nicht einsame Spitze ist.

Trainer Pep Guardiola hat angesichts der starken Leistungen des Rekordmeisters eine positive Zwischenbilanz gezogen und sieht seine Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr gefestigt. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir machen kontinuierlich Fortschritte und spielen besser als letztes Jahr in dieser Periode“, sagte Guardiola.

Die seit 17 Pflichtspielen ungeschlagenen Bayern sind souveräner Bundesliga-Tabellenführer und haben in der Champions League vorzeitig das Achtelfinale erreicht. „Die Spieler arbeiten überragend. Sie sind mit dem Kopf immer dabei“, sagte Guardiola, der jedoch auch Steigerungspotenzial sieht: „Wir spielen noch nicht das, was ich will. In vielen kleinen Details können wir uns noch verbessern.“ So sei etwa die eigene Ausbeute aus Standardsituationen im Moment „eine Katastrophe“. Guardiola: „Da müssen wir uns natürlich verbessern.“  Doch nicht nur da! Denn es gibt tatsächlich noch einige Bereiche, in denen der FC Bayern nicht einsame Spitze ist.

In diesen Statistiken liegt Bayern nicht auf Platz 1

Auswärtsbilanz: Ein beliebtes Spiel für Statistiker ist der Vergleich der Heim- mit der Auswärtstabelle. Und siehe da: Bei den Auftritten in der Fremde hat der Aufsteiger 1. FC Köln dem großen FC Bayern ein Schnippchen geschlagen. Der Karnevalsverein sammelte auswärts bereits zehn Punkte ein, die Münchner einen Zähler weniger. Allerdings haben die Kölner auch ein Auswärtsspiel mehr absolviert.

Transferausgaben: Der FC Bayern investierte im Sommer zwar kräftig in neue Spieler wie Xabi Alonso und Medhi Benatia, doch in der Tabelle der Transferausgaben für die aktuelle Saison liegt Borussia Dortmund auf Platz 1. 52,5 Millionen Euro legte der BVB für seine Neuzugänge auf den Tisch, der FC Bayern "nur" 48 Millionen Euro.

Formtabelle: Betrachtet man sich die letzten fünf Bundesliga-Spiele, muss der FC Bayern den Platz an der Sonne räumen. Denn während der Rekordmeister vor zwei Wochen lediglich ein Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach zustande brachte, gewann der VfL Wolfsburg seine letzten fünf Auftritte in der Bundesliga allesamt.

Torvorbereiter: Bester Vorbereiter in der Bundesliga ist Wolfsburgs Kevin de Bruyne mit neun Assists, zweitbester ist Zlatko Junuzovic von Werder Bremen, erst auf Platz 3 kommt mit Thomas Müller ein Bayern-Profi (vier Torvorlagen).

Laufleistung eines Profis: Der Mann, der die bislang meisten Kilometer in einem Spiel abspulte, ist Freiburgs Vladimir Darida. Gegen Schalke legte er während der 90 Minuten 13,9 Kilometer zurück.

Gesamtlaufleistung: 1179,53 Kilometer legten die Bayern im Verlauf der bisherigen Saison zurück und liegen damit ligaweit nur auf Platz 17. Schlechter ist in diesem Bereich nur noch der Hamburger SV, der es auf 1168,56 zurückgelegte Kilometer bringt. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist Borussia Mönchengladbach mit 1311,66 Kilometern.

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Tore nach Eckbällen: Wie bereits oben angedeutet, ist die Ausbeute der Bayern tatsächlich stark verbesserungswürdig. Die Münchner erarbeiten sich zwar die meisten Eckbälle der Liga, doch nach einem solchen Standard gelang noch kein einziges Tor. Zweitfleißigster Eckensammler ist Borussia Dortmund - das Klopp-Team bringt es immerhin auf zwei Treffer nach einer Ecke.

Torschüsse: Eine Wertung, in der eigentlich niemand Spitzenreiter sein will, sind Torschüsse, die zu nichts Zählbarem führen; in dieser Statistik heißt der aktuelle Rekordhalter Bayer Leverkusen. Der Werksklub feuerte vergangenen Samstag 24 Mal auf das Mainzer Tor, ein Torerfolg blieb den Rheinländern allerdings versagt. Hier liegt der FC Bayern also auch nicht auf Platz 1.

Chancenverwertung: Platz 1 in dieser Statistik wäre eigentlich schon erstrebenswert, die Bayern verwandeln allerdings nur rund jede vierte Großchance in einen Torerfolg (26,5%). Allerdings erarbeiten sich die Münchner auch die meisten guten Einschussmöglichkeiten der Liga. Wesentlich effektiver sind in dieser Hinsicht die Akteure von Eintracht Frankfurt und dem SC Paderborn, die 32,7% ihrer Großchancen verwandeln.

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