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Tiger Effenberg zählt FCB-Sportchef Salihamidzic an: „Von Brazzo kommt gar nichts“

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Von: Denis Huber

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Stefan Effenberg wird 50
Stefan Effenberg. © dpa / Friso Gentsch

Während Präsident Hoeneß seinen Trainer „bis aufs Blut verteidigen“ will, hört man von Sportdirektor Hasan Salihamidzic wenig bis nichts zur Krise beim FC Bayern. Stefan Effenberg wundert das.

München - Klare Kante zeigen, deutliche Worte finden - das waren neben seinen fußballerischen Qualitäten auch schon während der aktiven Karriere die Stärken von Stefan Effenberg. Der „Tiger“ schonte auf dem Platz weder Freund noch Gegner - und dieses Motto scheint er auch für seine Tätigkeit als Experte übernommen zu haben.

Effenberg über Salihamidzic: „Von Brazzo kommt gar nichts. Er ist doch der Sportdirektor“

Befragt nach der aktuellen Krise beim FC Bayern, der nach vier sieglosen Spielen den eigenen Ansprüchen weit hinterher hinkt, kritisiert Effenberg vor allem das Verhalten von FCB-Sportboss Hasan Salihamidzic: "Was mich wundert: Von Brazzo kommt gar nichts. Er ist doch der Sportdirektor". Effenberg und der Bosnier spielten vier Jahre gemeinsam für den FC Bayern, daher wolle er seinem Ex-Kollegen auch „nichts Böses“, wie Effe betont. Dennoch sagt er: „In so einer Phase hätte ich von ihm erwartet, dass er seinen Mann steht. Ich hätte gesagt, ich muss hier meinen Trainer schützen."

Oktoberfest - FC Bayern auf der Wiesn
Einigkeit demonstrierten Hasan Salihamidzic (r.) und Trainer Niko Kovac auf der Wiesn. © dpa / Matthias Balk

Niko Kovac, der den Job an der Säbener Straße im Sommer übernommen hatte, steht nach gut 100 Tagen im neuen Amt in der Kritik. Doch statt Brazzo trat Präsident Uli Hoeneß in die Öffentlichkeit und stärkte seinen Coach. Bis aufs Blut wolle er den jungen Kroaten verteidigen, versprach Hoeneß.

FC Bayern in der Krise: Effenberg findet, Salihamidzic habe wichtige Chance verpasst

Kovac selbst weiß natürlich um die Brenzligkeit seiner Situation. „Ich kenne die Mechanismen im Fußball“, ließ er nach der peinlichen 0:3-Klatsche am vergangenen Samstag zuhause gegen Borussia Mönchengladbach verlauten. Dabei ist der Trainer wohl am wenigsten schuld an der aktuellen Situation beim Rekordmeister, was er selbst wohl genauso sieht, wenn man seine kaum verhohlene Kritik an seinem Vorgesetzten betrachtet.

Unglücklich findet Effenberg jedenfalls die Rolle von Sportdirektor Salihamidzic. Der Sportdirektor des FC Bayern hatte nach der Pleite gegen Gladbach lediglich sportlich die Lage beim aktuell Tabellensechsten analysiert - und damit laut Effe zu wenig Profil gezeigt. "Es wäre für ihn die Chance gewesen zu zeigen, dass er in dieser Position der richtige Mann für den FC Bayern ist“, findet der Tiger.

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