FCB-Star beim Audi Talk

Mode-Fan Boateng: "Thomas Müller muss auf die Bank"

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Auf höchstem Niveau: Jerome Boateng (l.) ist zu einem der überragenden Spieler beim FC Bayern gereift.

München - Jerome Boateng mausert sich beim FC Bayern zum Führungsspieler. Der Innenverteidiger spricht beim Audi Star Talk über ganz private Dinge, wie ein Treffen mit Jay-Z.

Die letzten Worte, die man von Jerome Boateng im Gedächtnis hat, sind am Montag gefallen – und sie waren eher kritischer Natur. Gestern Abend zeigte sich der 27-Jährige bei der Aufzeichnung des „Audi Star Talk“ (Ausstrahlung am kommenden Dienstag, 18 Uhr, Sky) von einer anderen Seite als kurz nach letzten EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft. Persönlich, redselig – und mit einigen humorvollen Spitzen gegenüber seinen Vereinskollegen vom FC Bayern. Jerome Boateng über...

... seine Modeliebe: „Ich mag es, wenn ich ein bisschen was anderes anhabe als die anderen. Das gefällt mir. David Alaba, Mario Götze, Thiago, auch Robert Lewandowski sind genauso. Jacken, Schuhe – alles gefällt mir bei denen. Thomas Müller muss Style-mäßig auf die Ersatzbank. Ich hoffe, er schaut heute nicht zu.“

… ein mögliches Kapitänsamt: „Das wäre ein Traum. Ich arbeite nicht direkt darauf hin, aber es wäre eine Ehre. In der Jugend hatte ich schon ab und zu die Binde. Ich habe mich entwickelt, ich mag es, Verantwortung zu haben, mit dem Druck umzugehen, den man beim FC Bayern sowieso hat und auch in der Nationalmannschaft, nun vor allem nach der WM. Ich glaube nicht, dass mich dieses Amt belasten würde.“

… seine Familie: „Unsere Familie ist sehr herzlich. Wir freuen uns immer, wenn wir Zeit miteinander verbringen können. Nach dem Auftritt als Weltmeister am Brandenburger Tor bin ich ganz normal zu meiner Mama gefahren, die hat mir was gekocht. Es gab Fischstäbchen mit Kartoffelpüree, mein Lieblingsgericht, schon immer. Hart war es aber als Kind mit ihr. Die wollte gerne, dass ich Abitur mache. Ich wollte alles in Fußball investieren, war mir sicher, dass ich es schaffen kann. Ich habe ihr dann den Deal vorgeschlagen, es ein Jahr zu probieren. Und da hat sie eingewilligt. Ich war bei den Hertha-Amateuren, hatte gute Aussichten – und zum Glück hat alles geklappt.“

… seinen neuen Spitznamen „Kaiser“: „Ich habe das als Witz von Thomas Müller aufgenommen. Und genauso war es auch gemeint. Die Sache ist vom Tisch.“

… seine Beidfüßigkeit: „Rechts ist eigentlich besser, aber meine Teamkollegen sagen, dass ich mich deshalb beim Schuss mit links besser konzentriere. Deshalb kommen die Bälle besser.“

… Robert Lewandowski: „Er ist verdammt beweglich, körperlich stark, technisch stark, es ist nicht leicht, ihn zu verteidigen. Da braucht man schon einen guten Tag. Gegen mich würde er aber nicht so viel treffen, weil ich ihn viel zu gut kenne (lacht).“

… Bayerns Überlegenheit: „Wir sind noch zu früh in der Saison. Wir sind sehr gut drauf, es tut uns gut, wenn wir alle drei Tage spielen. Aber ein Spiel wie gegen Dortmund ist nicht selbstverständlich, da hat viel zusammen gepasst. Bis jetzt haben wir diese Saison alles gewonnen, aber wir wollen uns weiter steigern. Es kommen noch wichtige Spiele und andere Gegner, gegen die wir gewinnen wollen. Darauf kommt es an. Wir können uns nichts davon kaufen, wenn wir davor alles gewonnen haben.“

… die Formkrise der deutschen Nationalmannschaft: „Jeder sollte sich selber an die eigene Nase fassen. Bei der WM hat es uns ausgezeichnet, dass wir als Team gearbeitet haben. Jeder muss für den anderen arbeiten. Das ist ein Geben und Nehmen. Wir nutzen unsere Chancen nicht, andere Mannschaften sind effektiver. Italien zum Beispiel ist auch viel abgebrühter als wir, wenn sie mal führen. Es muss was passieren.“

… Angela Merkel: „Es ist immer etwas Besonderes mit der Kanzlerin. Sie hat ein besonderes Verhältnis zur Mannschaft. Sie kennt sich sehr gut aus, man kann gut mit ihr über Fußball reden. Und bis jetzt ist sie ja auch ein Glücksbringer.“

… die Zusammenarbeit mit Jay-Z: „Ich war sowieso in den USA im Urlaub, habe das ganze Team in New York kennengelernt. Später habe ich ihn in seinem Haus besucht. Der wohnt ganz schön, muss ich sagen (lacht). Es war schon spannend für mich, das alles zu sehen. Jay-Z kennt sich gut aus im Fußball, aber er war noch nie beim FC Bayern. Das muss ich ändern.“

Protokoll: Hanna Schmalenbach

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