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„Geh einfach – und gut“: Italiener treten gegen Bayerns de Ligt nach

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Von: Christoph Klaucke

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Matthijs de Ligt findet sich nach seinem Wechsel von Juventus Turin zum FC Bayern immer besser zurecht. Aus Italien gibt es Kritik.

München/Turin – Matthijs de Ligt ist nach Startschwierigkeiten die erhoffte Verstärkung beim FC Bayern. Der Niederländer dirigiert als Abwehrchef die FCB-Defensive, stand in sieben der letzten acht Pflichtspiele in der Startelf. Von Trainer Julian Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic wird der 23-Jährige mit Lob überschüttet, aus Italien hagelt es dagegen scharfe Kritik.

De Ligt war im Sommer für 67 Millionen Euro von Juventus Turin nach München gewechselt. Noch Wochen später treten die Italiener gegen de Ligt nach und machen ihm heftige Vorwürfe.

Matthijs de Ligt: Weltmeister aus Italien ätzen gegen Bayern-Neuzugang

„Ich hätte gewisse Aussagen nicht getätigt“, sagte der italienische Weltmeister Alessandro Nesta im Gespräch mit dem Corriere della Sera. „Sie haben 70 Millionen Euro für dich gezahlt, sie wollten dich um jeden Preis, obwohl du lange verletzt warst. Dann gehst du also zu Bayern? Geh einfach – und gut“, polterte der frühere Abwehrchef von Lazio Rom und Milan gegen de Ligt.

De Ligt hatte nach seinem Wechsel von Juve zu den Bayern gegenüber Sky Sport Italia betont, dass er sich zunächst umstellen musste und die Intensität des Trainings „noch nicht gewohnt“ gewesen war. „In Italien geht es mehr um Taktik und das angestrebte System – und weniger um Intensität, erst recht weniger um Sprints“, erklärte de Ligt. Auch Bayern-Trainer Nagelsmann attestierte de Ligt zu Beginn Fitnessprobleme. Aussagen die in Italien offenbar überhaupt nicht gut ankamen.

Bayerns Abwehrmann Matthijs de Ligt wird von italienischen Weltmeistern kritisiert.
Bayerns Abwehrmann Matthijs de Ligt wird von italienischen Weltmeistern kritisiert. © Mladen Lackovic/Imago

FC Bayern: „Geh einfach – und gut“ – Italiener treten gegen de Ligt nach

„Ich hätte darauf verzichtet, zu reden. Leider neigen wir im Fußball – vor allem die Spieler selbst – dazu, anderen die Schuld zu geben“, meinte Ex-Weltmeister Andrea Barzagli bei DAZN. „Wir schauen nie auf uns selbst und geben zu, dass wir mehr hätten geben können.“ Pikant: de Ligt wurde 2019 bei Juventus als Nachfolger von Barzagli verpflichtet, der seine Karriere damals beendete.

Wirklich glücklich wurde der Holländer in Turin allerdings nicht. „In gewisser Weise war ich bei Juventus weniger ich selbst“, erklärte de Ligt. Aussagen, die Barzagli, 2009 Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg, nicht nachvollziehen kann. „Ich hätte nichts gesagt, anstatt schlecht zu sprechen. In ein paar Jahren wird er es wohl anders machen.“ Auch Ex-Kollege Leonardo Bonucci giftet gegen de Ligt.

De Ligt: Nagelsmann und Salihamdizic voll des Lobes

De Ligt lässt nach seinen Worten nun Taten folgen und präsentiert sich in bärenstarker Verfassung. Nagelsmann ist begeistert von de Ligts Spielweise: „Er verfolgt die Stürmer oft bis ins Mittelfeld und lässt sie einfach nicht mehr drehen. Er macht dann auch mal ein kleines Foul und rammelt so ein bisschen von hinten. Da ist er sehr unangenehm.“ Und auch Salihamidzic freut sich über seinen Transfer. „Wir und er haben uns sehr bemüht, dass das klappt. Jetzt zeigt sich sein Wert. Wir lieben ihn hier“, sagte Brazzo vor der CL-Partie gegen Pilsen. (ck)

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