Tiefer Fall

Trainer schießt gegen Ex-Bayern-Star: „Präferiert Geld und komfortables Leben“

Renato Sanches James Rodriguez und Jerome Boateng bei der Meisterfeier des FC Bayern München
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Die ehemaligen Bundesliga-Profis Renato Sanches, James Rodriguez und Jerome Boateng (v. li.) bei einer Meisterfeier des FC Bayern München

Im September sorgte ein ehemaliger Bayern-Star mit einem ungewöhnlichen Wechsel für Aufsehen. Jetzt schickt sein Ex-Trainer eine wenig schmeichelhafte Botschaft hinterher.

Liverpool - Vom umjubelten Wunderkind zum gescholtenen Wüsten-Kicker: Bei der Weltmeisterschaft 2014 schoss sich James Rodriguez mit Traumtoren am laufenden Band in die Herzen aller Kolumbianer. Anschließend wechselte er für eine galaktische Summe zu Real Madrid*. Auch dort glänzte der „Kolumbien-Messi“ – allerdings nur anfangs. Recht schnell brach James ein, zu zwei damaligen Real-Coaches, Rafa Benitez und Zinédine Zidane, wurde ihm ein angespanntes Verhältnis nachgesagt.

Als es 2017 dann per Leihe zum FC Bayern München* ging, wollte der Knoten auch nicht so recht platzen. In München kam James nie richtig an; die Bayern ließen 2019 die vereinbarte Kaufoption von 42 Millionen Euro verstreichen; James ging zurück nach Madrid. Für das einstige Wunderkind geht es seitdem kontinuierlich nach unten. Auch beim FC Everton* scheiterte James großer Förderer Carlo Ancelotti – wie einst bei Bayern – am Versuch, den Kolumbianer wieder in die Spur zu bekommen. Dann übernahm zu James‘ Leidwesen Rafa Benitez bei den „Toffees“.

Ex-Bayern-Star James Rodriguez wechselt mit 30 Jahren nach Katar - Trainer tritt nach

Diesen September erreichte die Talfahrt seinen vorzeitigen Tiefpunkt: James spielte auch bei den Lokalrivalen des FC Liverpool keine Rolle mehr und wechselte von der Premier League zum katarischen Erstligisten Al-Rayyan SC* in die Wüste. Jetzt tritt sein ehemaliger Trainer, Rafa Benitez, nach.

Der Trainer der FC Everton erklärt den ungewöhnlichen Wechsel des 30-Jährigen mit einem schwachen Charakter: "James präferiert Geld und ein komfortables Leben. Das ist ihm wichtiger als der Wettkampf und der Erfolg im Fußball", sagte Benitez bei einer Pressekonferenz.

FC Bayern: James Rodriguez scheitert auch beim FC Everton - „hat sich nie bemüht“

Auch über die Arbeitsmoral des Kolumbianers schimpfte der Champions-League-Sieger* von 2005: „Er hat sich im Training nie bemüht, aber immer Ansprüche auf einen Startelfplatz gestellt. Das war unfair gegenüber allen anderen Spielern, die im Training ihr Maximum gaben, dann aber dennoch auf der Bank saßen.“ Harte Worte… (jo) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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