Tipps für den Ex-Kollegen

Boateng: Das erwartet Schweinsteiger in Manchester

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Jerome Boateng (l.) findet Bastian Schweinsteigers Entscheidung für einen Wechsel zu Manchester United nachvollziehbar.

München - Der FC Bayern ist für Bastian Schweinsteiger bereits Geschichte, mit Manchester United bereitet er sich in den USA auf die Premier League vor. Ex-Teamkollege Jerome Boateng hätte da noch einige Tipps.

Wenn einer in diesen Tagen Bastian Schweinsteiger nach seinem Wechsel zu Manchester United einen Rat geben darf, dann Jerome Boateng. Der Innenverteidiger des FC Bayern spielte 2010/2011 ein Jahr lang in der Premier League und machte so leibhaftige Bekanntschaft mit der englischen Spielweise. Da Boateng bei Manchester City anheuerte, kennt er auch die Fans in der nordenglischen Arbeiterstadt. Kein Wunder also, dass er einige Tipps für seinen nun ehemaligen Teamkollegen Schweinsteiger parat hat.

Boateng: Schiedsrichter pfeifen fast gar nichts ab

Die größte Umstellung, so Boateng im Interview mit sport1.de, dürfte die Gewöhnung an die etwas großzügigere Regelauslegung auf der Insel sein. Schweinsteiger müsse sich darauf einstellen, dass "die Schiedsrichter nicht jedes Foul pfeifen, fast gar keines, um genau zu sein". Darüberhinaus sei das Spiel schneller. "Daran muss Basti sich erst gewöhnen, aber er hat dafür die Klasse, das wird er schaffen. Und er hat die Persönlichkeit, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken", glaubt Boateng, der Manchester City im Sommer 2011 nach nur einer Saison wieder verließ und zum FC Bayern wechselte.

Obwohl Schweinsteiger als langjähriger Bayern-Spieler ein gewisses Feindpotenzial für gegnerische Fans darstellt und als erster Deutscher im ManU-Trikot auflaufen wird, glaubt Boateng nicht, dass der 30-Jährige im Old Trafford Probleme bekommt. "Die englischen Fans sind sehr fair, sie werden ihn gut aufnehmen. Ich hoffe, es wird ein tolles Erlebnis für ihn und er kann sich weiterentwickeln", so der Abwehrspieler.

Warnung vor den englischen Medien

In Sachen Umgang mit den zahlreichen Boulevardmedien in England und deren oft nicht gerade zimperlicher Art, hat Boateng leichte Befürchtungen. "Es ist sicher ein bisschen härter. Darauf muss er sich gefasst machen. Entweder man spielt gut oder aber...", beschreibt der Weltmeister seinem Nationalmannschaftskapitän die medialen Bedrohungen.

Generell kann Boateng die Entscheidung der Bayern-Legende verstehen, eine neue Herausforderung zu suchen. Schweinsteigers neuen Verein sieht er durchaus als Konkurrenten auf europäischer Ebene: "United investiert viel Geld, sie hatten schon eine sehr gute Mannschaft und wollen jetzt sicher angreifen."

Für den FC Bayern erwartet Boateng hingegen keine gravierenden Konsequenzen wegen Schweinsteigers Wechsel. Wichtig sei es, die Verantwortung, die Schweinsteiger oft übernahm, nun auf verschiedene Schultern zu verteilen: "Es sind jetzt andere Spieler gefragt, die mehr Verantwortung übernehmen müssen."

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