Sportgericht gibt Sperre bekannt

Rote Karte im SGE-Spiel: So lange fehlt Boateng dem FC Bayern

Die Rote Karte für Jerome Boateng im Frankfurt-Spiel war der erste Negativhöhepunkt bei der 1:5-Pleite. Nun steht fest, wie lange der FC Bayern auf den Verteidiger verzichten muss.

  • Jerome Boateng fliegt in Frankfurt früh vom Platz - Szene ist der erste Negativhöhepunkt beim 1:5-Debakel.
  • Nach der Klatsche bei seinem früheren Klub erfolgt die Trennung zwischen Trainer Niko Kovac und dem FCB.
  • DFB-Sportgericht gibt die Sperre für Boateng bekannt - Verteidiger fehlt zwei Bundesligapartien.

Update vom 5. November, 16.20 Uhr: Am vergangenen Wochenende kassierte der FC Bayern eine dramatische 1:5-Schlappe bei Eintracht Frankfurt. Einen großen Anteil an dem Debakel - und darin sind sich Experten einig - hatte die Szene zu Beginn des Spiels, als Jerome Boateng mit einer Notbremse eine Torchance für die Hausherren vereitelte und daraus resultierend mit Rot vom Platz flog.

So lange fehlt Jerome Boateng dem FC Bayern

In Unterzahl waren die Münchner der Heimstärke der SGE kaum mehr gewachsen und gingen am Ende sang- und klanglos als Verlierer vom Feld. Diese Partie war es letztlich, die Niko Kovac das Traineramt beim FCB kostete. Nun hat das DFB-Sportgericht entschieden, wie lange die Sperre von Boateng nach seinem Platzverweis am 11. Spieltag ausfällt. So muss der Innenverteidiger die nächsten zwei Bundesligapartien gegen Borussia Dortmund und Fortuna Düsseldorf das Geschehen von der Tribüne bzw. dem Fernseher aus verfolgen. Wegen der Länderspielpause darf der Verteidiger frühestens am 30. November gegen Bayer 04 Leverkusen ins Bundesliga-Geschehen eingreifen. 

Da die Sperre lediglich für die deutsche Eliteliga gilt, ist Jerome Boateng in der Champions League gegen Olympiakos Piräus spielberechtigt. Ob der ehemalige deutsche Nationalspieler wirklich zum Einsatz kommt, ist dagegen unklar. Bei seiner ersten PK als Cheftrainer betonte Hansi Flick, in der Defensive auf die Dienste von Triplesieger Javi Martinez zu setzen. Um den zweiten Platz im Abwehrzentrum dürften sich demnach Boateng sowie Neuzugang Benjamin Pavard balgen.

FC Bayern: Boateng gesperrt - Abwehr-Alarm vor BVB-Gipfel

Ursprungsmeldung vom 3. November: Eigentlich stellt sich die Bayern-Abwehr nach der Roten Karte von Jerome Boateng für das Spitzenspiel gegen Dortmund von selbst auf. Eigentlich. Denn: Es stehen am Samstag nur zwei gelernte Innenverteidiger auf dem Spielberichtsbogen - Benjamin Pavard und Abwehr-Juwel Lars Lukas Mai. Bislang hatte Trainer Niko Kovac allerdings keine große Lust verspürt, Youngster Mai Bundesliga-Luft schnuppern zu lassen. Das wurde auch in Frankfurt deutlich.

Da stellte der Kroate lieber David Alaba neben Boateng in die Innenverteidigung, ließ Alphonso Davies linker Verteidiger spielen und zog Pavard nach rechts, damit Joshua Kimmich wieder als Sechser im Mittelfeld auflaufen konnte. Das Abwehr-Experiment scheiterte gnadenlos - nicht nur wegen des frühen Platzverweises von Boateng. „Mit Kimmich rechts, Alaba links, Pavard und Boateng in der Innenverteidigung hätte man eine eingespielte Viererkette gehabt, in der jeder seine Position gespielt hätte“, kritisierte auch Lothar Matthäus Kovacs Taktik.

Jerome Boateng wird dem FC Bayern in den Partien gegen Dortmund und Düsseldorf fehlen.

Und so bleibt die Frage, wie nun Interimstrainer Hansi Flick das Abwehr-Rätsel zumindest für das Spiel gegen den BVB besser zu lösen gedenkt: Stellt er Javi Martinez in die Innenverteidigung? Aber wer sorgt auf der Doppelsechs dann für die Absicherung? Oder spielt Kimmich wieder auf der Sechs? Und müsste dann nicht Pavard Rechtsverteidiger spielen? Wäre dann doch Platz für Mai im Abwehrzentrum?

FC Bayern: Keine Spielzeit für Mai von Kovac

Mai ist seit den Verletzungen von Niklas Süle (Kreuzband) und Lucas Hernandez (Fuß) fester Bestandteil der Profi-Truppe und in jedem Training dabei - nur Spielzeit hatte er bisher nicht von Kovac bekommen. Darum reiste der Innenverteidiger am Samstag von Frankfurt aus auch direkt 400 Kilometer weiter in nördlicher Richtung nach Meppen, um in der Dritten Liga bei der Reservemannschaft wieder Spielpraxis zu bekommen. Eigentlich ein hohes Risiko, wenn man die Personallage in der Innenverteidigung des deutschen Rekordmeisters bedenkt. Man stelle sich vor, auch Mai würde sich verletzen. Darum dürften die Verantwortlichen gestern zusammengezuckt sein, als der Bayern-Youngster bereits nach drei Minuten nach einem Zweikampf am Mittelkreis zu Boden ging. Sein Gegenspieler trat Mai schmerzhaft auf den Fuß, doch der Verteidiger konnte weiterspielen. Am Ende verloren die Amateure - aber Mai hatte wenigstens mal wieder 90 Minuten Spielzeit.

Der FC Bayern München geht im Spiel bei Eintracht Frankfurt baden. Wir haben die Stimmen zur Partie des FCB bei den Hessen gesammelt. Nach der 1:5-Klatsche wurde die Kritik an Bayern-Trainer Niko Kovac lauter. Nun ist eine Entscheidung gefallen

bok/pf

Rubriklistenbild: © AFP / CHRISTOF STACHE

Auch interessant

Meistgelesen

Erfreuliche News um Leroy Sané: Neue Entwicklungen sind auch für den FC Bayern wichtig
Erfreuliche News um Leroy Sané: Neue Entwicklungen sind auch für den FC Bayern wichtig
Neuzugang bereits im Anflug? FC Bayern plant offenbar Winter-Transfer: Flick äußert sich
Neuzugang bereits im Anflug? FC Bayern plant offenbar Winter-Transfer: Flick äußert sich
Nach Bundesliga-Regeländerung spaltet Schiedsrichter-Chef den Doppelpass: „Wenn man sich die Szene genau ansieht“
Nach Bundesliga-Regeländerung spaltet Schiedsrichter-Chef den Doppelpass: „Wenn man sich die Szene genau ansieht“
Bundesliga: So endete Hertha BSC gegen FC Bayern München 
Bundesliga: So endete Hertha BSC gegen FC Bayern München 

Kommentare