Bayern-Star war schon in der Premier League

Boateng: Wechsel nach England? Kann ich mir vorstellen

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Jerome Boateng (l.) sagt über Pep Guardiola: "Er hat mich entscheidend geprägt."

München - Jerome Boateng ist beim FC Bayern der Abwehrchef - auch wenn er selbst den Begriff nicht mag. Beim Rekordmeister fühlt sich der Innenverteidiger sehr wohl. Eine Rückkehr in die Premier League will er aber nicht ausschließen.

Die Transferschlagzeilen des Sommers bestimmten andere. Um Jerome Boateng hingegen, der im vergangenen Jahr noch vom FC Barcelona umworben wurde, blieb es auffallend ruhig. "Stimmt, ich habe auch nichts gehört. Da gab's diesmal andere in den letzten Tagen", sagt der 27-Jährige lachend im Interview mit dem "kicker".

Von Hamburg über Manchester zu Bayern

Beim FC Bayern zählt Boateng zum absoluten Stammpersonal, ist unter Trainer Pep Guardiola in der Abwehrzentrale gesetzt. Nicht erst seit seinen überragenden Leistungen bei der WM 2014 in Brasilien weiß die Fußballwelt, welch großes Potenzial der 1,92 Meter große und 90 Kilo schwere Modellathlet mitbringt. Bereits im Sommer 2010 wechselte das damalige Abwehrtalent für viel Geld vom Hamburger SV zu Manchester City in die Premier League, konnte sich dort aber aufgrund großer Konkurrenz und zweier längerer Verletzungspausen nicht nachhaltig durchsetzen. Der FC Bayern ergriff die Gelegenheit und holte Boateng 2011 zurück in die Bundesliga.

Dennoch bezeichnet der gebürtige Berliner den damaligen Sprung auf die Insel als sehr wichtig: "Andere Liga, andere Spielweise, körperbetonter, schneller." Fußballerisch habe ihn die England-Erfahrung weitergebracht. "Leider war ich zweimal acht Wochen verletzt, was die Sache für mich nicht einfacher gemacht hatte. Außerdem war meine damalige Freundin zu der Zeit schwanger, lag lange in Deutschland im Krankenhaus, das machte es auch schwieriger", erinnert sich Boateng an die Zeit zurück.

Boateng: "Man weiß nie, was im Fußball alles passiert"

So brachte es der Defensivmann auf nur 16 Einsätze in der Premier League. Auf die Frage, ob ihn ein Comeback auf der Insel in der angeblich stärksten Liga der Welt reizen würde, um allen seine Qualitäten zu beweisen, antwortet Boateng im "kicker" vielsagend: "Ich kann es mir schon noch mal vorstellen, aber es muss nicht sein. Ich muss nicht in die Premier League wechseln, um zu beweisen, was ich kann. Man weiß nie, was im Fußball alles passiert, aber im Moment ist mein Fokus absolut auf den FC Bayern gerichtet."

Außerdem zweifelt Boateng am Status der Premier League: "Die Champions League ist der Wettbewerb, in dem man zeigen kann, dass man der Stärkste ist. Und wie weit sind die englischen Mannschaften gekommen? In den letzten drei Jahren hat es mit Chelsea nur einmal eine englische Mannschaft ins Halbfinale geschafft, Madrid, Barcelona und wir waren dauernd im Halbfinale."

Die Bayern und ihre Fans müssen sich also keine allzu großen Sorgen machen, dass Boateng seinen noch bis 30. Juni 2018 laufenden Vertrag beim deutschen Rekordmeister nicht erfüllen wird.

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