Streit um Luxus-Villa in Grünwald

Makler verklagt Boateng: Es geht um 300.000 Euro

München - Es läuft nicht rund bei Jerome Boateng. Vor Weihnachten musste sich der Bayern-Verteidiger einer Schulter-Operation unterziehen. Jetzt hat er auch noch Ärger am Gericht.

Sein Makler verklagt ihn – und fordert 300.000 Euro. Mittwoch kommt es zum Prozess am Landgericht.

Im dem Fall geht es um Boatengs Villa in Grünwald: Sie hat der Bayern-Star für mehrere Millionen Euro gekauft. Der Makler, der ebenfalls in Grünwald ansässig ist, hatte das Immobilien-Geschäft eingefädelt. Streitig ist, was genau er mit Jerome Boateng vereinbart hatte. Laut dem Star-Kicker hatte es sich bei der Vermittlung der Villa nämlich um einen Freundschaftsdienst gehandelt. Das sieht der Makler nicht so: Er hatte den Deal ganz klar als geschäftlichen Auftrag verstanden – und will ein Honorar dafür haben. Notfalls mithilfe eines Gerichtsurteils…

Was besprach Boateng mit dem Makler?

Boateng und sein Makler: Weil ihr Streit sich nicht persönlich klären ließ, muss jetzt das Landgericht verhandeln. „Das persönliche Erscheinen der beiden Parteien ist angeordnet“, sagt Gerichtssprecher Uwe Habereder. Aktuell befindet sich Boateng nach seiner Verletzung in München, während seine Mannschaftskameraden ins Trainingslager nach Katar flogen. In der Reha arbeitet er daran, wieder ins Training einsteigen zu können. Vor Gericht wird er zu der Frage aussagen müssen, was er vor dem Hauskauf mit seinem Makler im Detail besprochen hatte.

Vor Prozessbeginn halten sich die Anwälte beider Parteien noch bedeckt. „Uns ist bekannt, dass Jerome Boateng geladen ist, und wir vertreten ihn“, sagt Hans Thomas Rosenkranz von der Berliner Kanzlei Rosenkranz und Oehler. „Wir werden den Termin auch wahrnehmen.“

Eine halbe Stunde hat das Landgericht Mittwoch für die Güteverhandlung eingeplant. Dann wird auch geprüft, ob Boateng zu einem gerichtlichen Vergleich bereit ist: In dem Fall könnte der Bayern-Star eine bestimmte Geldsumme zahlen, wohingegen der Makler seine Ansprüche abtreten müsste. Kommt der Vergleich nicht zustande, werden wohl Zeugen und eventuell auch Sachverständige angehört.

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Rubriklistenbild: © dpa

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