Presse-Termin am FCB-Campus

FC Bayern II: Aufstieg nicht oberste Devise - Sauer will starke Spieler möglicherweise verleihen

Will talentierten Spielern keine Steine in den Weg legen: Jochen Sauer.
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Will talentierten Spielern keine Steine in den Weg legen: Jochen Sauer.

Der FC Bayern lud zum Pressetreffen ins Nachwuchsleistungszentrum. Campus-Chef Holger Seitz und NLZ-Leiter Jochen Sauer sprachen über die FCB-Talente.

München - Der FC Bayern* möchte wieder vermehrt Spieler aus den eigenen Reihen in den Profikader integrieren. Da kann ein Aufstieg in die 3. Liga helfen, um Spieler auf das nächste Leistungslevel zu bringen. Stand heute stehen die Chancen auf einen direkten Wiederaufstieg gar nicht schlecht. Nach zehn Spieltagen in der Regionalliga Bayern steht die Reserve des FCB punktgleich mit Wacker Burghausen auf Platz 1, wobei die Münchner gar zwei Spiele weniger haben.

Wie am Campus des FC Bayern zu hören war, steht der Aufstieg bei den Verantwortlichen der Roten dennoch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Vielmehr möchte der Rekordmeister Spielern aus den eigenen Reihen das Vertrauen schenken. Es soll wieder vermehrt auf den eigenen Nachwuchs gesetzt werden, selbst wenn der Aufstieg in Liga drei am Ende doch nicht herausspringen sollte. Die Weiterentwicklung des einzelnen Spielers hat Prioriät, noch vor der Rückkehr in die 3. Liga.

FC Bayern II: Aufstieg ja - aber nicht um jeden Preis

„Natürlich wollen wir in die 3. Liga, weil sie interessanter ist“, sagte NLZ-Chef Jochen Sauer, „wir werden nicht die mögliche Aufstiegs-Chance vorsätzlich wegwerfen. Aber wenn Spieler den nächsten Schritt machen müssen, vertrauen wir auf die Qualität, die wir hintendran haben.“

In den letzten Jahren war die Tür zu den Profis für den Bayern Nachwuchs in der Regel schwer zu öffnen. Lediglich Josip Stanišić und Jamal Musiala sind Lichtblicke für die Nachwuchsarbeit des Rekordmeisters. Während Musiala schon letztes Jahr den Sprung zu den Profis ermöglicht wurde, schaffte Stanišić den Sprung in der Saisonvorbereitung zur aktuellen Spielzeit. Dabei stand der Verteidiger sogar in drei von fünf Pflichtspielen in der Startformation. Wenngleich auch die Personalnot in der Abwehrreihe des Rekordmeisters Grund dafür gewesen sein dürfte.

Dass Stanišić und Musiala nicht die einzigen Spielern sind, die sich Hoffnungen auf den Sprung ins A-Team machen dürfen, bemerkt auch Jochen Sauer: „Die Tür steht auf. Man spürt, dass mehr Talente als nur Jamal Musiala und Josip Stanisic die Chance bekommen werden.“ Es wird spannend zu sehen sein, welche junge Nachwuchsspieler sich in Zukunft im gut bestückten Kader des FC Bayern zeigen werden.

Die Verantwortlichen des FC Bayern zeigen sich einstimmig. Nicht zuletzt betonte auch FCB-Präsident Herbert Hainer, dass die Münchner vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen wollen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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