Kritik an Einkaufspolitik

Er kann‘s nicht lassen! Mourinho ätzt erneut gegen Bayern

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José Mourinho ist für seine klaren Ansagen bekannt.

München - Kann José Mourinho eigentlich auch mal ein Interview geben, ohne gleich gegen Gott und die Welt zu sticheln? Offenbar nicht. Neuestes Beispiel: Ein Gespräch mit France Football, in dem der Starcoach gegen den FC Bayern ätzt.

José Mourinho hinkt mit Manchester United der Musik in der Premier League hinterher. Sage und schreibe 17 Punkte Rückstand (bei einem Spiel weniger) beträgt der Rückstand der vom portugiesischen Starcoach trainierten Red Devils auf Spitzenreiter Chelsea. Und das, obwohl die ManU-Bosse vergangenen Sommer mächtig investierten. Doch trotz der beispielsweise astronomischen 105 Millionen Euro Aböse allein für Paul Pogba hat Mou mit seiner Mannschaft noch nicht einmal das Ticket für die Teilnahme an der Champions League sicher.

Mourinho: Bayern gewinnt den Titel schon vor der Saison

Was tun, wenn es nicht wie gewünscht läuft? Klar, ein Ablenkungsmanöver starten oder auf die ach so schwierige Situation verweisen. „In England haben alle Klubs große finanzielle Möglichkeiten, der Markt ist für alle offen“, analysiert der 54-Jährige im Interview mit France Football. Daher sei es so viel schwieriger, den Meistertitel in der Premier League zu gewinnen als in anderen Ländern.

Auch immer gern genommen bei Mourinho: Seitenhiebe auf die ach so schwachbrüstige Bundesliga. „Nehmen Sie doch den FC Bayern in Deutschland als Beispiel. Wissen Sie, wann der Gewinn des Titels für sie in jedem Jahr anfängt? Wenn sie im vorherigen Sommer den besten Spieler von Borussia Dortmund kaufen“, bemüht der Erfolgstrainer die alte Leier vom die Konkurrenz leer kaufenden Rekordmeister. 

„Erst Götze, dann Lewandowski im darauffolgenden Jahr, und dann Hummels im letzten Sommer“, zählt „The Special One“ seine Beispiele auf.  In England könne kein Klub mehr dauerhaft dominieren, „egal, ob wir von Manchester United, Liverpool oder Manchester City sprechen“. Die Macht habe sich verteilt. „Alles ist schwieriger: kaufen, gewinnen, aufbauen“, lamentiert Mourinho.

Video: Schweinsteiger flüchtet vor Mourinho in die USA

Statistik im Europapokal zeigt: Geld ist nicht alles

Bereits Anfang Februar hatte der streitbare Fußballlehrer in ähnlicher Weise gegen seinen Erzfeind Pep Guardiola und den FC Bayern geätzt. Pep könne als Trainer von Manchester City eben nicht so einfach die Meisterschaft kaufen, wie er das in der Vergangenheit mit dem FC Barcelona oder dem FC Bayern getan habe.

Völlig von der Hand zu weisen ist Mourinhos Argument allerdings nicht. Während in der englischen Premier League in den vergangenen vier Jahren vier verschiedene Klubs Meister wurden (Manchester United, Manchester City, FC Chelsea und zuletzt Leicester City), heimste in Deutschland der FC Bayern die letzten vier Titel ein. Und auch Meisterschaft Nummer fünf in Serie ist den Münchnern eigentlich kaum noch zu nehmen.

Wenn man sich allerdings die Bilanz der englischen Klubs in der Champions League der vergangenen Jahre anschaut, wird klar: Geld ist eben doch nicht alles. Seit 2013 gaben die Vereine aus der Premier League über sechs Milliarden Euro für Transfers aus - mehr als die Klubs aus Spanien, Deutschland und Frankreich zusammen. Doch mehr als 15 Achtelfinalteilnahmen in der Königsklasse, eher schwache vier Viertelfinal-Teilnahmen und zwei Mal der Einzug ins Halbfinale sprangen dabei nicht heraus. Die Bundesliga hingegen hat die zweitmeisten Achtel-, Viertel-, Halbfinal- und Finalteilnahmen der europäischen Topligen - und das bei den zweitgeringsten Ausgaben (Quelle: ran.de). Wäre interessant, was Herr Mourinho zu dieser Statistik zu sagen hat...

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Video: snacktv

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