FCB-Star erleidet Meniskuseinriss

Vollnarkose und über Nacht in Klinik: So lief die Blitz-OP von Bayern-Star Joshua Kimmich

Joshua Kimmich wird von den Mannschaftsärzten des FC Bayern vom Platz gebracht
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Bayern-Spieler Joshua Kimmich (Mitte) wurde am Sonntag am Meniskus operiert.

FC Bayern-Star Joshua Kimmich hat sich in Dortmund einen Meniskuseinriss zugezogen. Noch am Sonntagabend wurde er in Innsbruck am Knie operiert. So lief der Eingriff.

  • Nach seiner Meniskus-Verletzung in Dortmund sollte FC Bayern-Star Joshua Kimmich schnellstmöglich operiert werden.
  • Den Eingriff führte Prof. Dr. Christian Fink in Innsbruck durch. Der Knie-Spezialist flickte auch schon die Kreuzbänder der FCB-Spieler Leroy Sané und Niklas Süle.
  • Der FC Bayern rechnet mit einer mehrwöchigen Ausfallzeit. Kimmich soll dem deutschen Rekordmeister im Januar wieder zur Verfügung stehen.

München/Innsbruck - Es war exakt 21.53 Uhr, als am Sonntag auf der Homepage des FC Bayern folgende Meldung aufpoppte: „Eingriff am Außenmeniskus - Joshua Kimmich erfolgreich operiert“. Dass die offizielle Bestätigung über das Ausmaß der Verletzung nach einem Zweikampf in Dortmund mit Erling Haaland und der erfolgreichen Operation erst spätabends von Vereinsseite öffentlich gemacht wurde, sorgte schon für etwas Verwunderung.

Zumal die medizinische Abteilung des FC Bayern nach eingehenden Untersuchungen und der Bewertung der MRT-Bilder flott zum Entschluss kam, dass Kimmich operiert werden müsse. Intern bereitete man sich im Laufe des Sonntags also recht schnell auf einen chirurgischen Eingriff beim Nationalspieler vor. Doch der Operateur drückte auf die Bremse.

FC Bayern vertraut erneut auf Knie-Spezialist Dr. Fink

Das Vertrauen, die Operation durchzuführen, erhielt erneut Prof. Dr. Christan Fink. Der Innsbrucker Knie-Spezialist flickte in der Vergangenheit bereits die Kreuzbänder der Bayern-Stars Corentin Tolisso, Leroy Sané und Niklas Süle. Bei Kimmich ist (Gott sei Dank) nicht das Kreuzband verletzt, sondern „nur“ der Außenmeniskus. Und da es bei dieser Form der Verletzung nicht komplett abwegig ist, auf eine OP zu verzichten und das Knie konservativ zu behandeln, wollte sich Fink freilich erst persönlich ein Bild vom Kimmich-Knie machen.

Also machte sich der Bayern-Kicker zusammen mit Freundin Lina am frühen Nachmittag auf den Weg in die Tiroler Landeshauptstadt. Nach der Untersuchung in Finks Praxis „Gelenkpunkt“ gegenüber dem Eisstadion an der Olympiastraße stand für den Knie-Spezialisten fest: Kimmich muss unters Messer!

Der abendliche Eingriff unter Vollnarkose lief reibungslos ab. Die Nacht und den Montag musste der Mittelfeldspieler zur Beobachtung in der Klinik verbringen. „Wir sind froh, dass Joshua uns voraussichtlich in einigen Wochen wieder zur Verfügung stehen wird. Wir werden ihn bei seiner Reha bestmöglich unterstützen“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

FC Bayern: Löw wünscht Kimmich eine vollständige Genesung

Genesungswünsche ereilten den Nationalspieler auch von DFB-Seite. Bundestrainer Joachim Löw ist „froh darüber, dass Joshua den Eingriff gut überstanden hat“ und wünschte eine vollständige Genesung. DFB-Direktor Oliver Bierhoff verriet gestern, dass er mit Kimmich bereits telefoniert habe. „Jo geht’s gut, er ist voll guter Dinge und brennt schon wieder“, berichtete Bierhoff, der eine Platz-Rückkehr im Januar nach dem Telefonat für realistisch hält, über den Münchner Ehrgeizling.

Während Löw sich nur Gedanken darüber machen muss, Kimmich in den anstehenden drei Partien zu ersetzen, muss Bayern Münchens Trainer Hansi Flick in mindestens zehn Spielen auf ihn verzichten. Aber wer soll anstelle des Mittelfeldmotors spielen? Naheliegendste Variante: Corentin Tolisso spielt auf der Doppelsechs neben Leon Goretzka. Problem: Beide haben eine ähnliche Spielweise und viel Drang nach vorne.

FC Bayern-Trainer Flick vor knifflige Kimmich-Entscheidung

Javi Martinez ist defensiv zwar stabiler, hat aber eklatante Schwächen im Spielaufbau. Und Neuzugang Marc Roca ist noch weit von einem Stammplatz bei Flick entfernt. Eine knifflige Aufgabe für den FCB-Trainer, der nun die richtige Personalentscheidung für die Kimmich-Position treffen muss.

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