Zurück ins rechte Glied

Kimmich glänzt bei Löw als Sechser, beim FCB ist da kein Platz

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Joshua Kimmich (l.) im Spiel gegen Peru.

In der Nationalelf wird Joshua Kimmich künftig auf der Sechs spielen - bei den Bayern ist dort kein Platz.

Sinsheim - Jogis Dauerbrenner wird zum Dauer-Sechser! Joshua Kimmich hat seit der EM 2016 mit Abstand die meisten Länderspiele für die Nationalmannschaft absolviert, als rechter Verteidiger versteht sich. Seit dem Frankreich-Spiel wirbelt Kimmich als Sechser und soll dort laut Löw auch weiterhin spielen: „Da wird sich in den nächsten Spielen nichts ändern. Er hat alles, was man für diese Position braucht.“ 

Beim FC Bayern wird der Youngster unter Niko Kovac hingegen wieder auf die rechte Abwehrseite zurückkehren müssen. Der Youngster: „Ich werde von meiner Seite aus nicht das Gespräch mit dem Trainer (Niko Kovac, Anm.d.Red.) suchen. Ich gehe davon aus, dass ich bei Bayern weiter als Rechtsverteidiger spielen werde. Und wenn man mich auf einer anderen Position braucht, dann spiele ich auf einer anderen Position.“ Kimmich: Zurück ins rechte Glied!

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Kimmich freut sich über die Sechser-Position

Beim 2:1-Sieg gegen Peru konnte das FCB-Juwel also noch einmal 90 Minuten im Mittelfeldzentrum genießen: „Ich will die Position auch mit Leistung rechtfertigen, weil wenn man keine Leistung bringt, spielt man nicht. Dafür haben wir zu viel Qualität, deswegen möchte ich in jedem Spiel meine Leistung bringen – egal ob als Rechtsverteidiger oder Sechser. Fakt ist, dass ich mich sehr freue, wenn es in naher Zukunft die Sechser-Position ist.“

In Sinsheim sammelte der 23-Jährige fleißig Leistungs-Argumente, um weiterhin auf der Sechs aufzulaufen. Gegen Frankreich beschränkte er sich noch hauptsächlich auf Defensivaufgaben, am Sonntagabend sorgte Kimmich auch in der Offensivbewegung für gute Aktionen – wie man es von ihm auch als Rechtsverteidiger nicht anders kennt. 

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“Du kannst ihn überall hinstellen, außer im Sturm“

„Es war schon wieder eine Umstellung, es ist doch ein anderes Anforderungsprofil, das man als Sechser hat. Gerade bei Trainingseinheiten oder dem Test gegen Frankreich war ich viel auf Sicherheit bedacht. Ich musste mich an die Position gewöhnen, wenn man jetzt zwei, dreimal spielt ab und zu mal trainiert, dann kriegt man ein besseres Gefühl für den Raum und eine größere Sicherheit.“

Großes Lob und eine kleine Anekdote aus Kindertagen gab es übrigens von Kumpel Niklas Süle: „Ich kenn den Jo schon, da war er noch ein richtig kleiner Knirps mit den Haaren im Gesicht und hat auf der Position rum gedribbelt und hat es auch da schon richtig gut gemacht. Wie Mats schon kürzlich gesagt hat, kannst du ihn eigentlich überall hinstellen – außer vielleicht im Sturm.“

Manuel Bonke

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