Bosse haben Leipzig bereits kontaktiert

Flick-Nachfolge: FC Bayern macht ernst bei Nagelsmann - offenbar Hammer-Ablöse gefordert

Der FC Bayern macht wohl bei Julian Nagelsmann ernst. Der 33-Jährige steht wohl ganz oben auf der Wunschliste der Bayern - die die Leipziger bereits kontaktiert haben.

Mainz/München - Der Bundesliga-Spielbetrieb pausiert für die nächsten knapp zwei Wochen. Für die Spieler des FC Bayern bedeutet das: Regenerieren, Kopf frei bekommen und erst wieder am 8. Mai gegen Borussia Mönchengladbach in den Wettkampf-Modus schalten. Für die Führungsriege des FC Bayern um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsmitglied Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic heißt es: Schwerstarbeit! Das Vorstands-Trio muss die Trainerfrage für die Zeit nach Hansi Flick regeln.

FC Bayern: Rummenigge schickt zarte Ansage in Richtung Flick und DFB

Die Bayern-Beletage hatte bereits angekündigt, sich nach dem Spiel gegen Mainz mit Flicks Wunsch nach einer vorzeitigen Vertragsauflösung auseinanderzusetzen. Es dürften zähe Verhandlungen werden angesichts der zahlreichen Faktoren, die zu berücksichtigen sind. Darum schickte Rummenigge via „BamS“ schon mal eine zarte Ansage in Richtung Flick, dessen Anwalt Christoph Schickhardt und den DFB: „Eines muss klar sein: Wenn wir Hansis Wunsch entsprechen sollen, müssen alle Parteien gemeinsam eine Lösung finden, mit der auch der FC Bayern zufrieden ist. Wir sprechen hier immerhin von einem Trainer, der mit uns Historisches erreicht hat und mit dessen Arbeit wir sehr glücklich sind.“ Heißt im Klartext: Sollte Flick nach seinem Engagement bei den Bayern die Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer antreten, erwartet der deutsche Rekordmeister eine Ablöse-Zahlung aus der Frankfurter Verbandszentrale.

Flick-Nachfolge: FC Bayern macht ernst bei Nagelsmann - offenbar Hammer-Ablöse gefordert

Derzeit fahren die Münchner Macher also zweigleisig, um die Weichen für die Trainer-Zukunft beim deutschen Rekordmeister zu stellen – und basteln am Trainerbeben in der Bundesliga. Denn: Nach Informationen unserer Zeitung haben die Bayern-Verantwortlichen mittlerweile Kontakt zu RB Leipzig aufgenommen, um eine Verpflichtung von Trainer Julian Nagelsmann voranzutreiben. Entscheidende Frage: Wie viel Geld verlangt Leipzig für sein Trainer-Juwel, das einen Vertrag bis Sommer 2023 besitzt? Aktuell wird eine Ablöse von bis zu 20 Millionen Euro kolportiert. Möglich, dass sich die Ablösesumme für Nagelsmann an der von Flick orientiert – immerhin ist Flick der erfolgreichste deutsche Trainer und hat mit Bayern sechs Titel in einem Jahr gewonnen. Fraglich, ob die Bayern einen signifikant höheren Preis für Nagelsmann an RB überweisen würden.

FCB: Nagelsmann als Flick-Nachfolger? Gute Kontakte könnten Unterschied machen

Was ebenfalls eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen spielen dürfte: Bayern und Leipzig pflegen abseits des Fußballs wichtige geschäftliche Beziehungen miteinander. Auf dem Olympiagelände wird derzeit der „SAP Garden“ gebaut. Eine multifunktionale Sportarena, in der künftig die Bayern-Basketballer und der Eishockey-Club Red Bull München seine Heimspiele austragen soll. Bauherr ist die Red Bull Stadion München GmbH.

Auch darum dürften sowohl der FC Bayern als auch RB Leipzig ernsthaftes Interesse daran haben, einen möglichen Nagelsmann-Deal so über die Bühne zu bringen, dass kein böses Blut fließt und alle Parteien mit dem Ergebnis leben können. Nicht ohne Grund erklärte der RB-Trainer jüngst, als er auf ein mögliches vorzeitiges Ende in Leipzig angesprochen wurde: „Es ist nach wie vor so, dass ich keinen Krieg mit meinem Arbeitgeber anfangen werde.“ Das sehen die Bayern- und RB-Bosse ähnlich.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/imago-images

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