FCB vor dem Rückspiel gegen Juve

tz-Experten-Kolumne: Seitenhieb von Sacchi auf Allegri

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Massimiliano Allegri.

Turin - Nächste Woche empfängt der FCB Juve zum CL-Rückspiel. Doch zuerst steht der Alten Dame ein unangenehmes Spiel in der Serie A zuvor - und auch ein Seitenhieb sorgt für Aufregung. Die tz-Experten-Kolumne von Mirko Calemme.

Juve spielt Freitagabend die letzte Partie vor dem alles entscheidenden Spiel in der Allianz Arena. Doch auch die Partie am Freitag ist viel komplizierter als manch einer vermuten mag. Der Grund: Sassuolo ist eine der großen Überraschungen dieser Saison in der Serie A. Aktuell liegen sie auf Platz sieben und sind nur einen einzigen Punkt von den europäischen Rängen entfernt, gegen Empoli, Lazio sowie Milan gab es zuletzt drei Siege in Folge und Kaliber wie Neapel, Inter und selbst die Bianconeri mussten in dieser Spielzeit bereits dran glauben.

Von Mirko ­Calemme, ­Serie-A- ­Experte bei Tuttonapoli.

Im Hinspiel verlor die Alte Dame 0:1 und just danach begann ihr Aufstieg mit 17 Siegen und einem Remis aus den letzten 18 Spielen. Neapel liegt aber weiterhin nur drei Punkte hinter Juve, weshalb sich die Turiner am Freitag keinen Patzer erlauben dürfen. Allegri wird die eine oder andere Rotation vornehmen (Evra, Khedira und vorne entweder Mandzukic oder Dybala), eine durcheinandergeworfene Elf wird und darf es aber nicht werden. In der Pressekonferenz verkündete der Trainer auch, dass Chiellini nach wie vor nicht fit ist, man versuche aber alles, damit er beim Duell gegen die Roten wieder dabei ist.

Die Nachricht des Tages in Italien war aber eine andere: Arrigo Sacchi widmete den Turinern vor dem kommenden Spiel gegen die Bayern nämlich einen kleinen Seitenhieb der besonderen Art. „Mein Milan spielte mit drei Verben: gewinnen, überzeugen und unterhalten“, sagte er bei La Presse. „Juve spielt nur mit einem: gewinnen. Irgendwer wird nun vielleicht sagen: ,Aber sie sind damit erfolgreich.‘ Ich sage aber: Rosenborg gewinnt auch immer in Norwegen, was aber zählt, ist die Champions League.“

Der legendäre Ex-Trainer von Milan kritisierte zudem Allegri („Er darf sich nicht nur mit gewinnen zufriedenstellen“), der bei der Pressekonferenz am Donnerstag aber nicht auf die Polemik eingehen wollte.

„Ich kann Rosenborg nur gratulieren: Sie haben eine große Geschichte“, so der Juve-Trainer. „Jeder hat seine eigenen Ideen. Sacchi ist ein Großer in dieser Sportart und wenn er spricht, hören wir zu. Und ganz abgesehen davon habe ich ihn sehr gern, er ist 70 Jahre alt...“

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