Kapitän Lahm lobt: "Die Mannschaft will"

Bayerns Mentalitäts-Monster

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Geschafft! Die Bayern bejubeln den knappen Erfolg gegen Bayer.

München - Die Bayern mogeln sich momentan mehr durch die Spiele als fußballerisch zu glänzen. Das liegt an den vielen Verletzten. Die Münchner machen das aber mit viel Kampf wett.

Ihre letzten Körner hatten sich die Bayernstars für den finalen Sprint aufgehoben. Und der führte von der Mittellinie direkt in die Arme von Manuel Neuer. In einer großen Traube feierten die Münchner den 5:3-Erfolg im Elfmeterschießen über Bayer Leverkusen und das Erreichen des Pokalhalbfinals. Es war zwar wieder ein Sieg ohne den ganz großen Glanz, den der FCB in dieser Saison schon des Öfteren versprüht hat. Aber es war dafür wieder ein Sieg, der die Charakterstärke der Mannschaft gezeigt hat. Auch von den vielen Verletzten lassen die Bayern sich nicht bremsen. Die Mentalitäts-Monster kämpfen um ihren Triple-Traum.

Das hatte auch ihr Boss zufrieden regis­triert. „Wir sind sehr glücklich. Unsere Mannschaft hat einen super Fußball gespielt, ohne die ganzen Verletzten, die wir haben“, freute sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Doch eben jene Verletzten gefährden den Triple-Traum der Roten ernsthaft. „Ohne Arjen Robben und Franck Ribéry sind wir eine andere Mannschaft“, musste auch Pep Guardiola nach dem hart erkämpften Erfolg über Leverkusen zugeben.

Bayern erst nach der Pause gefährlich

Zumindest auf dem Papier wirkte die Aufstellung des FCB mit Götze statt des verletzten Schweinsteigers offensiver als noch in Dortmund, doch das dominante Ballbesitzspiel der Bayern suchte man auch in der BayArena vergeblich. Erst im Laufe der Partie steigerte sich der Rekordmeister und hätte diese durch Müller (40.) oder Lewandowski (65.) schon nach 90 Minuten entscheiden können. Allerdings hatten auch die Gastgeber große Chancen, Neuer musste zweimal gegen Bellarabi retten (65., 78.).

Bayern siegt im Elferschießen - Einmal gibt's Note 1

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Die Münchner müssen sich ihre Siege momentan hart erarbeiten statt spielerisch leicht herauszukombinieren. Dessen sind sie sich bewusst. „Dass es fußballerisch nicht so überragend aussieht, dafür gibt es Gründe“, weiß auch Phi­lipp Lahm. Dennoch sprach der Kapitän seiner Truppe ein großes Kompliment aus: „Es ist schön zu sehen, dass es jetzt in die entscheidenden Wochen geht und wir so zusammenhalten. Wir haben viele Leistungsträger, die ausfallen. Da ist es wichtig, dass die Mannschaft zusammenrückt.“

Rummenigge: "Peps Pläne sind genial"

Und das ist sie in dieser Woche noch ein Stückchen enger. „Das haben wir schon bei dem Spiel gegen Dortmund gesehen“, sagte Manuel Neuer. Lahm pflichtete ihm bei: „Man hat ja auch am Wochenende gesehen, wie wir uns über den Sieg gefreut haben. Man sieht, dass die Mannschaft will. Wir müssen weiter arbeiten und unsere Spiele gewinnen. Und das werden wir auch.“

Die Bayern wollen sich nicht hinter ihren Verletzten verstecken, was angesichts des millionenschweren Kaders auch kein guter Ratgeber wäre. „Natürlich fehlt in der ein oder anderen Situation mal ein genialer Moment von Arjen oder Franck“, räumt Sebastian Rode ein: „Aber bis jetzt machen wir das mit Leidenschaft und Kampf sehr, sehr gut wett.“

Rummenigge sieht den Schlüssel zum Erfolg sowieso eher abseits des Feldes. Für ihn sind Peps Pläne wichtiger als Arjens Antritte oder Francks Flügelläufe: „Der Trainer ist genial, denke ich. Er hat viele Pläne. Nicht nur einen Plan A, B und C. Ich habe den Eindruck, dass er das ganze Alphabet hoch und runter beherrscht“, grinste der Bayern-Boss. Nächsten Mittwoch steht Guardiola dann vor seiner nächsten Herausforderung. Die Königsklasse wartet auf die Münchner. Hoffentlich hat Pep dann auch einen Plan P in der Tasche – um die richtigen Mittel gegen den FC Porto zu finden…

Sven Westerschulze

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