Verletztenliste beim Rekordmeister

Personalsorgen: Wie lange geht das wohl noch gut?

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Medhi Benatia verletzte sich im Spiel gegen Bayer Leverkusen.

München - In der 34. Minute hat Medhi Benatia für den nächsten Schreckmoment beim FC Bayern gesorgt. Er humpelt vom Feld und vergrößert die Personalsorgen beim Rekordmeister. Wie geht es nun weiter?

Das Halbfinale des DFB-Pokals ist nach dem Kraftakt in Leverkusen erreicht, die Sorgenfalten auf der Stirn von Pep Guardiola sind aber trotzdem nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Den 5:3-Erfolg nach Elfmeterschießen haben sich die Bayern teuer erkauft. Nach 34 Minuten musste Medhi Benatia vom Platz, der Marokkaner fasste sich bei seiner Auswechslung an den Oberschenkel. Eine genaue Diagnose stand am Donnerstag noch nicht fest, Matthias Sammer hatte allerdings kein allzu gutes Gefühl. „So wie ­Medhi es beschrieben hat, klang es nicht so gut“, erklärte der Sportvorstand zähneknirschend. Der FCB geht personell auf dem Zahnfleisch.

„Die Frage ist, wie lange das dann gut geht“, meinte Philipp Lahm angesprochen auf die angespannte Personallage. Neben Arjen Robben, Franck Ribéry und David Alaba fiel auch Bastian Schweinsteiger in Leverkusen aus, Tom Starkes Ausfall ging dabei fast unter. Auch Javi Martinez ist noch nicht wieder dabei, mit Benatia droht der nächste Ausfall. Selbst der Luxuskader des Rekordmeisters stößt mittlerweile an seine Grenzen – Pep Guardiola sind taktisch häufig die Hände gebunden. Während Robben und Alaba noch bis in den Mai fehlen werden, absolviert Ribéry immerhin Lauftraining. Doch ob es für den Franzosen für das CL-Hinspiel kommende Woche in Porto reicht, ist nach wie vor mehr als fraglich.

Sammer: "Der Gruppe gebührt Respekt"

Wie viele Ausfälle können die Bayern noch verkraften? „Gar keine“, meint Sammer. Jammern will er aber nicht. „Wir haben ja trotzdem eine Elf auf dem Platz und versuchen, die Ausfälle zu kompensieren“, so der Sportvorstand weiter. Er kümmert sich lieber um die fitten Spieler. „Der Gruppe, wie sie jetzt zusammen ist, gebührt der ganze ­Respekt und die Aufmerksamkeit. Wir brauchen jetzt nicht über die reden, die nicht da sind. Die nützen uns jetzt nämlich auch nichts“, erklärt der 47-Jährige.

Vor allem in der Offensive hat Guardiola keine Alternativen mehr. Als er Götze gegen Dortmund auf der Bank ließ und nur mit Lewandowski und Müller agierte, ließ sich seine Mannschaft zu weit hinten reindrücken. Gegen Leverkusen saß lediglich Claudio Pizarro als Offensivkraft auf der Bank. Dessen letzter Einsatz liegt allerdings schon fast zwei Monate zurück. Am 14. Februar durfte der Peruaner gegen den HSV ran – immerhin für 19 Minuten…

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sw

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