Was der Bayern-Boss über de Bruyne denkt

Rummenigge verrät: Transfer-Strategie wird verändert

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Karl-Heinz Rummenigge und der FC Bayern wollen sich bei Trnsfers künftig mehr zeit lassen.

München - Wer es bei Bayern in die Stammelf schaffen will, muss große Qualität mitbringen. Genau das sieht FCB-Boss Rummenigge als Problem bei der Verpflichtung neuer Stars. Zudem kündigt er eine neue Strategie an.

Die Nachricht vom Abschlusstraining vor der Partie gegen Gladbach klang beim ersten Hören positiv: Bis auf Javi Martinez sind alle Profis des FC Bayern fit, gegen die Borussia kehrte zum Beispiel Thiago nach über einem Jahr Pause wieder in den Kader zurück.

Doch natürlich bedeutet die Nachricht auch, dass das Gerangel um einen Platz in der Startformation immer intensiver wird. Woche für Woche sitzen nun Topstars auf der Bank beziehungsweise werden nicht einmal nominiert. Was sich in Zeiten zahlreicher Verletzungen als Luxus erwies, könnte nun zum Bumerang werden. Dieses Problem sieht auch Karl-Heinz Rummenigge.

Rummenigge: "Wir müssen aufpassen, dass wir die Balance behalten"

Im Interview mit der "Welt" gefragt, ob Wolfsburg Topstar Kevin de Bruyne ein Kandidat für den Rekordmeister sei, wiegelt der Bayern-Vorstandsvorsitzende ab: "Wir haben bald 20 Top-of-the-Top-Spieler. Philipp Lahm und Thiago spielen und trainieren nach ihren Verletzungen wieder, Javi Martinez ist kurz davor. Wir müssen aufpassen, dass wir die Balance behalten. Unsere Transfer-Entscheidungen im vergangenen Jahr waren alle richtig. Und doch müssen wir darauf achten, dass wir nicht überdrehen." Außerdem, so Rummenigge, stehe de Bruyne beim VfL bis 2019 unter Vertrag, "und ich habe gelesen, dass er dort bald auch mehr verdienen soll".

Vielleicht spielen die Bayern in der Personalie de Bruyne auch nur auf Zeit. Denn genau diese Strategie bei künftigen Transfers hat Rummenigge nun angekündigt: "Wir werden uns frühestens im April mit Transfers befassen. Denn wir wollen abwarten, wie die Verletzten sich zurückmelden. Und danach mit dem Trainer besprechen, was wir wollen."

Früher habe der FC Bayern versucht, neue Spieler möglichst früh unter Vertrag zu nehmen, inzwischen warte man aber länger ab. "Wir wissen heute doch noch nicht: Was macht Real Madrid? Was Manchester United? Was kommt auf den Markt? Gerade die südeuropäischen Klubs kaufen spät. Und ich glaube, dass künftig mehr und mehr deutsche Klubs auch so handeln werden. Entscheidend ist, eine Philosophie zu haben. Wir haben eine", erklärt der Bayern-Boss.

Dass im Sommer ein neuer Innenverteidiger den Kader des aktuellen Tabellenführers verstärkt, glaubt Rummenigge eher nicht. "Den Bedarf an einem neuem Innenverteidiger sehe ich überhaupt nicht. Da haben wir das Beste, was Europa zu bieten hat: Jerome Boateng, Medhi Benatia, Holger Badstuber und auch Dante, der zuletzt kritisiert wurde. Wir lassen uns nicht irritieren, wenn ein Spieler öffentlich mal schlecht wegkommt."

Schlecht weggekommen in der öffentlichen Meinung ist auch Ex-Präsident Uli Hoeneß nach seiner Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung. Inzwischen ist Hoeneß Freigänger und arbeitet beim FC Bayern in der Nachwuchsabteilung. Gespräche darüber, ob Hoeneß irgendwann wieder an die Spitze des Klubs zurückkehrt, wurden laut Rummenigge bereits geführt: "Ich habe mit ihm darüber vor einiger Zeit gesprochen. Da sagte er mir, dass er es noch nicht weiß. Irgendwann wird er sich Gedanken machen über das Thema."

Wie bei Thema Transfers, spielt auch bei Hoeneß also die Zeit eine gewichtige Rolle...

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