FCB-Party am Samstagabend

„Hört gut zu, Burschen“: Rummenigge macht bei Weihnachtsfeier Druck auf seine Stars

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Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München.

Im Palais Lenbach stoßt der FC Bayern München aufs lockere 3:0 gegen Nürnberg an. Trainer und Team haben die Kurve gekriegt. Ein BVB-Präsent fehlt bei der Weihnachtsfeier - aber für 2019 wird zum Angriff geblasen.

München - Krise? Untergangsszenarien? Job-Gefahr? Alles wie von Zauberhand vertrieben. Im dunklen Maßanzug und einer leger gebundenen Krawatte konnte Niko Kovac nach dem lockeren 3:0 (2:0) gegen einen wehrlosen 1. FC Nürnberg am Samstagabend entspannt lächelnd seine erste Weihnachtsfeier als Bayern-Trainer genießen - auch wenn im edlen Palais Lenbach das erhoffte BVB-Präsent unter dem leuchtenden Tannenbaum fehlte. „Im Moment ist es so, dass die Dortmunder keinen Fehler machen“, hatte Kovac wenige Stunden zuvor mit einer da noch eher süß-sauren Miene zum großen Derby-Sieg der Borussia bemerkt, die nach dem 2:1 auf Schalke unaufhaltsam zur Herbstmeisterschaft eilt.

Die Bilder von der FC-Bayern-Weihnachtsfeier 2018: Alaba im Anzug - Tolisso in Jogginghose

Franck Ribery auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Rafinha auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Rafinha auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Jerome Boateng zeigt sich gewohnt stylisch mit Umhängetasche und Gold-Ohrring. © Sigi Jantz
Jerome Boateng zeigt sich gewohnt stylisch mit Umhängetasche und Gold-Ohrring. © Sigi Jantz
Die Weihnachtsfeier des FC Bayern München fand im Lenbach Palais statt. © Sigi Jantz
Drei Youngster auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München: (v.l.) Niklas Süle, Leon Goretzka und Serge Gnabry. © Sigi Jantz
Neuzugang Serge Gnabry auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Sven Ulreich mit Frau Lisa auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Sven Ulreich mit Frau Lisa auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
David Alaba mit Freundin Shalimar Heppner auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
David Alaba mit Freundin Shalimar Heppner auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
James Rodriguez auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München.  © Sigi Jantz
James Rodriguez auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München.  © Sigi Jantz
Mats Hummels auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Thiago Alcantara mit Ehefrau Julia Vigas auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Corentin Tolisso mit Freundin Sarah auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Corentin Tolisso mit Freundin Sarah auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Robert Lewandowski mit Ehefrau Anna auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Renato Sanches auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Renato Sanches auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Hermann „Tiger“ Gerland (sportlicher Leiter des NLZ) mit seiner Frau.  © Sigi Jantz
Auch ein paar Vereinslegenden erschienen auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern: (v.l.) Ivica Olic, Luca Toni, Martin Demichelis mit Ehefrau Evangelina Anderson, Daniel Van Buyten  © Sigi Jantz
Sportdirektor Hasan Salihamidzic mit Frau Esther Copado auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Kingsley Coman auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Kingsley Coman auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Edmund Stoiber mit Ehefrau Karin auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Nachwuchstorwart Christian Früchtl (r) mit seinem Bruder auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Jan Christian Dreesen mit Ehefrau auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Ex-Präsident Karl Hopfner mit Ehefrau Anne auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Präsident Uli Hoeneß auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Manuel Neuer mit Ehefrau Nina auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Manuel Neuer mit Ehefrau Nina auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Manuel Neuer mit Ehefrau Nina auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Manuel Neuer mit Ehefrau Nina auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Manuel Neuer mit Ehefrau Nina auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Co-Trainer Robert Kovac mit Ehefrau Anica auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München.  © Sigi Jantz
Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge mit Ehefrau Martina auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Arjen Robber auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München. © Sigi Jantz
Nachwuchs-Torwart Ron-Thorben Hoffmann mit Bruder auf der Weihnachtsfeier des FC Bayern München.  © 

Es nervt die Münchner Fußball-Serienmeister, die ungewohnte Rolle des Jägers einnehmen zu müssen und auf Hilfe anderer Bundesligaclubs angewiesen zu sein. „Man hofft immer, dass der Konkurrent strauchelt“, bekannte Thomas Müller, der nachmittags in der Allianz Arena auch kurz hoch zur Anzeigetafel geblickt hatte und innerlich frohlockte, als die Bayern-Fans das Schalker Tor zum 1:1 mit einem Jubel-Orkan feierten. „Aber wenn nichts passiert, hofft man auf nächste Woche“, bemerkte Müller zum Dortmunder Happy End.

Erster Liga-Heimsieg seit September - Erleichterung überwiegt

Die Feierlaune ließen sich die Münchner Profis, ihr verwandelter Trainer und die Bosse aber nicht nehmen. „Die weihnachtliche Stimmung könnte nicht schöner sein“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in seiner Ansprache in dem festlich geschmückten Event-Palast in der Münchner City. Denn nach dem ersten Liga-Heimsieg seit Mitte September überwogen einfach die Erleichterung und die Zuversicht, dass gerade eine Wende zum Guten stattfindet - inklusive einer dauerhaften Zukunft mit Jupp-Heynckes-Nachfolger Kovac.

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Die aus der Not geborenen Maßnahmen des 47-Jährigen entfalten Wirkung. Eine resolutere Teamansprache, der Rotationsstopp und die taktischen Veränderungen mit einer Doppel-Sechs (Kimmich, Goretzka) und Müller zentral davor auf der Zehner-Position beflügeln das Team.

„Das sieht gut aus, ist erfolgreich, das unterstütze ich. Die Mannschaft hat sich gefunden“, erklärte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Prominente Bankdrücker wie Mats Hummels oder Javi Martínez als Verlierer der Münchner Wendewochen gehören dazu.

Kovac trotzdem weiter hungrig: „Wir hätten noch vier Tore schießen müssen“

„Wir haben wieder unseren Rhythmus“, sagte der zweifache Torschütze Robert Lewandowski, der zum 50. Mal in einem Bundesligaspiel mehr als einen Treffer erzielte. Franck Ribéry traf zum Endstand. Das Kombinationsspiel funktioniere wieder, hob Müller hervor. „Wir haben ein bisschen die Kurve bekommen“, stellte Leon Goretzka nach dem dritten Pflichtspielerfolg nacheinander fest.

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Nürnberg war freilich kein Maßstab. „Wir sind froh, dass es mit 0:3 noch einigermaßen gut für uns ausgegangen ist“, gestand Trainer Michael Köllner nach einem körperlosen, trostlosen Auftritt. „Wir hätten noch vier Tore schießen müssen“, bemängelte Kovac. Dann wäre ein 7:0 herausgesprungen - so hoch besiegte der BVB die zumindest auswärts nicht bundesliga-tauglichen Nürnberger vor einigen Wochen.

Bundestrainer Löw erwartet Bayern-Angriff im nächsten Jahr

Der Jagdinstinkt der Bayern ist dennoch geweckt. „Wir haben jetzt noch zwei Wochen“, sprach Festredner Rummenigge am Samstagabend: „Hört gut zu, Burschen! Vier Spiele, idealerweise gewinnt ihr alle vier! Dann haben wir schöne Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr - und dann schauen wir mal, was im nächsten Jahr noch alles möglich ist auf dem Platz.“

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Auch einen Satz aus der Rede von Kapitän Manuel Neuer baute der Verein in das Video der Weihnachtsfeier ein. „Wir freuen uns auf die Rückrunde - und dass wir wieder angreifen können“, verkündete der Torwart. Das erwartet auch Joachim Löw für 2019. „Die Bayern werden sicherlich den Titel nicht aufgeben“, sagte der Bundestrainer im ZDF-Sportstudio. Lewandowski bestätigte Löws Erwartung: „Neun Punkte sind ein großer Abstand. Wir müssen unseren Sieg-Trend halten. Wenn wir unseren Job gut machen, können wir auf anderes schauen.“

Das besinnliche Weihnachtsfest des FC Bayern München könnte durch die FIFA aber noch einen Dämpfer bekommen.

dpa

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