„Uli ist ein Alpha-Tier“

Hoeneß-Comeback: Knallen mit Rummenigge wieder die Türen?

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Karl-Heinz Rummenigge (l.) will mit Uli Hoeneß „kommunizieren und gemeinsam Lösungen finden“.

München - Nur noch zehn Mal schlafen, dann ist es so weit: Uli Hoeneß stellt sich den Mitgliedern des FC Bayern zur Wahl des Präsidenten. Wie sieht der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge die mögliche Rückkehr? Er erinnert sich an knallende Türen.

Wenn am 25. November die Mitglieder des FC Bayern einen neuen Präsidenten küren, wird nur ein Kandidat zur Wahl stehen und vermutlich mit großer Mehrheit der Stimmen das Rennen machen: Dass Uli Hoeneß nach dem Absitzen seiner Haftstrafe auf den Präsidentenstuhl zurückkehren und den Vorsitz im Aufsichtsrat ebenfalls wieder übernehmen wird, daran zweifelt eigentlich niemand mehr.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Hoeneß und Rummenigge? 

Auch Karl-Heinz Rummenigge nicht, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, der während der Abwesenheit von Hoeneß die Geschicke des Klubs lenkte und die Vormachtstellung des Rekordmeisters in Deutschland weiter ausbaute.

Gespannt sein darf man auf die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Bosse. Wird Rummenigge bereitwillig ein Stück seiner jetzigen Macht wieder an Hoeneß zurückgeben? Verdrängt Hoeneß durch seine Art der Außendarstellung Rummenigge in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit wieder ins zweite Glied?

Rummenigge gibt sich gegenüber der Sport Bild einigermaßen reserviert, als die Frage nach dem Tandem Hoeneß-Rummenigge aufkommt. „Erst einmal kann ich sagen: Der FC Bayern heißt Uli, wenn er am 25. November zum Präsidenten gewählt wird, herzlich willkommen. Er war für uns als Mensch ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung des Klubs und immer ein visionär.“ Der 61-Jährige betont allerdings: „Ich kenne ihn jetzt seit 42 Jahren und habe zu Spieler-Zeiten mit ihm zusammen im Doppelbett geschlafen. Wir haben ein total intaktes, freundschaftliches, sauberes Verhältnis.“

Rummenigge: Bei Uli flog mal fast die Tür aus den Angeln

Dennoch erwartet er auch Konflikte in der Zusammenarbeit mit Hoeneß. „Ich weiß natürlich auch, dass Uli ein Alpha-Tier ist. Da muss man miteinander kommunizieren und gemeinsam Lösungen finden.“ Schließlich weiß Rummenigge, wovon er spricht - vor der Verurteilung des Präsidenten wegen Steuerhinterziehung krachte es auch schon mal zwischen ihm und Hoeneß.

„Wenn es mal gescheppert hat, sprach man zwei, drei Tage nicht miteinander, dann war alles wieder gut. Davor knallten schon mal die Türen“, verrät Rummenigge: „Ich kann mich noch erinnern, dass bei Uli fast mal die Tür aus den Angeln flog. Soweit ich mich erinnere, ging es um Olli Kahn.“ Solche Wutausbrüche erwartet Rummenigge in der Zukunft allerdings nicht mehr: „Ich bin der Überzeugung, dass der Uli heute anders tickt als vor seiner Auszeit bei Bayern.“

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