Jetzt spricht Karl-Heinz Rummenigge

Der Boss über Transfers, Identitätskrise, Schweini-Wechsel

München - Ente gut, alles gut – oder so ähnlich… Zumindest war Karl-Heinz Rummenigge ziemlich gut aufgelegt, als er am letzten Tag der Chinareise des FC Bayern Rede und Antwort stand.

Der FCB-Boss sprach im Teamhotel der Roten entspannt über …

... die Wechselgerüchte um Thomas Müller: Ich habe das auch gelesen und muss klar und deutlich sagen: Das ist eine Ente, die in München losgeflogen und im Pazifik wieder runtergegangen ist. An der Geschichte ist nichts dran. Ich habe weder einen Anruf von dem Kollegen aus Manchester bekommen noch haben wir irgendein Angebot in dieser Höhe.

... die Schmerzgrenze bei einem Müller-Verkauf: Es gibt Spieler, die haben einfach kein Preisetikett. Ein Thomas Müller ist 25 Jahre alt und hat hier noch vier Jahre Vertrag. Wir wären von allen guten Geistern verlassen, wenn wir so einen Spieler abgeben würden. Das ist ein Spieler, der noch lange bei uns bleiben wird. Man hat ja auch hier in China gesehen, was für einen Stellenwert er hat. Er ist ein absoluter Superstar. Dementsprechend ist das überhaupt kein Thema.

... den bevorstehenden Transfer von Arturo Vidal: Ich kann grundsätzlich bestätigen, dass wir mit beiden Parteien finanzielle Einigkeit erzielt haben. Was noch fehlt, ist die medizinische Untersuchung und die Vertragsunterschrift. Ein paar offizielle Schritte fehlen noch. Wenn alles normal läuft, wird er nächste Woche in den Trainingsbetrieb einsteigen können.

... die Entscheidungsgewalt bei FCB-Transfers: Grundsätzlich macht der FC Bayern die Transfers. Eines kann ich aber auch sagen: Wir haben noch nie einen Spieler gegen den Willen des Trainers geholt. Wir wären nicht gut beraten, wenn wir die Transfers mit dem Trainer nicht diskutieren. Am Ende muss er mit den Leuten arbeiten und sie in seinen Vorstellungen unterbringen. Pep spielt natürlich eine Rolle, aber es ist nicht so, dass er uns irgendwelche Wünsche einflüstert.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in Guangzhou.

... die Spekulationen um Mario Götze und Juventus Turin: Wir haben keine offizielle Anfrage von Juventus. Auch sein Berater ist nicht offiziell auf uns zugekommen. Ich habe schon den Eindruck, dass er hierbleiben möchte und auch bleiben wird. Er hat noch zwei Jahre Vertrag. Wenn ich sein Berater wäre, würde ich ihm auch empfehlen, bei Bayern München zu bleiben – und Vollgas zu geben. Es wird eine anspruchsvolle Saison, auch für Mario Götze. Aber ich glaube, er hat das Potenzial, sich hier nachhaltig durchzusetzen. Wichtig ist, sich dem großen Konkurrenzkampf, der auf fast alle Spieler wartet, zu stellen.

... die Diskussionen um einen Identifikationsverlust beim FCB: Ich habe nicht den Eindruck, dass wir eine Identitätskrise haben. Das wird mir manchmal ein bisschen zu emotional diskutiert. Ich habe auch zur Kenntnis genommen, dass wir den ein oder anderen Spanier mehr haben. Aber ich muss offen und ehrlich sagen: Ich finde, die stehen uns alle gut zu Gesicht. Das sind alles charakterlich gute Burschen. Diese Diskussion würde ich am liebsten als Phantomdiskussion bezeichnen.

... die Auswirkungen des Schweinsteiger-Abschieds: Ich weiß, dass Bastian ein extrem verdienter Spieler war, der von den Fans diesen Kosenamen Fußballgott hatte. Vielleicht übernimmt jetzt Thomas Müller diesen Namen, das kann ich mir durchaus vorstellen. Da kommt der Nächste, der in diese Rolle hineinwachsen kann.

... über anstehende Vertragsgespräche mit Pep Guardiola: Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm. Vertrauensvoll und loyal. Ich weiß noch nicht, wie wir es machen. Vielleicht trinken wir auch nur einen Espresso und es wird eine Entscheidung geben. Und die werde ich dann nicht für mich geheim halten, die wird verkündet. Wenn er verlängert – wunderbar. Wenn nicht, dann muss man sich eben was Neues einfallen lassen.

... die anstehende Bundesliga-Saison: Ich gehe nie entspannt in die Ligasaison. Das bin ich auch nicht, als wir das Triple gewonnen haben. Ich glaube, wir haben die Saison ganz gut vorbereitet. Wir haben eine gute Mannschaft. Von der individuellen Qualität her und auch von der gesamten taktischen Ausrichtung. Wir haben auch noch mal nachhaltig in viele Dinge investiert, zum Beispiel in die medizinische Abteilung. Wir sind gut aufgestellt, aber das gibt keine Garantien für einen erfolgreichen Saisonverlauf.

Aufgezeichnet: sw.

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