1. tz
  2. Sport
  3. FC Bayern

Beendet der FC Bayern umstrittenes Katar-Sponsoring? Präsident Hainer kündigt „detaillierte Analyse“ an

Erstellt:

Von: Momir Takac

Kommentare

Seit 2018 prangt das Logo von Qatar Airways auf den Trikots des FC Bayern.
Seit 2018 prangt das Logo von Qatar Airways auf den Trikots des FC Bayern. © IMAGO / Sportfoto Rudel

Seit dem Einstieg der katarischen Staatsairline Qatar Airways als Sponsor des FC Bayern regt sich Protest. Endet die umstrittene Partnerschaft bald?

München - 2018 ging beim FC Bayern eine Ära zu Ende. Nach 16 Jahren beendete der Rekordmeister die Partnerschaft mit der Lufthansa. Stattdessen entschied man sich für die Staatsairline des Emirats Katar als Sponsor. Fortan prangte auf den Trikotärmeln nicht mehr das Logo von Deutschlands größter Fluggesellschaft, sondern von Qatar Airways.

Zwar zog der FC Bayern damit einen zahlungskräftigen Partner an Land, die Zusammenarbeit stand aber von Beginn an unter keinem guten Stern. Innerhalb der Fanszene regte sich wegen der umstrittenen Menschenrechtssituation im Gastgeberland der WM 2022 und den Arbeitsverhältnissen auf den WM-Baustellen bald Widerstand.

Verabschiedet sich FC Bayern von umstrittenem Katar-Sponsoring?

Sinnbildlich für den Konflikt steht die legendäre Mitgliederversammlung des FC Bayern im Jahr 2021, als der Antrag über das künftige Sponsoring von Qatar Airways abgeschmettert wurde. Die Geschäftsbeziehungen zu dem Emirat hatten sich zum Reizthema im Klub entwickelt.

Doch bald schon könnten kritische Anhänger einen Etappensieg verbuchen. Denn Bayern-Präsident Herbert Hainer hat angekündigt, nach der WM 2022 über die umstrittene Partnerschaft entscheiden zu wollen.

FC-Bayern-Präsident Hainer kündigt „detaillierte Analyse“ von Katar-Sponsoring an

„Der Vertrag läuft 2023 aus. Wir haben vereinbart, dass wir nach der WM eine detaillierte Analyse vornehmen werden. Dann werden wir überlegen, wie es weitergeht. Das ist ein ganz üblicher Vorgang, bei jedem Sponsorenvertrag prüfen wir gegen Ende, wie es gelaufen ist und wie die Zukunft aussehen könnte“, sagte Hainer im Interview mit der Münchner Abendzeitung.

Anfang Juli hatten nach einem Runden Tisch mit Fans, Menschenrechtlern und WM-OK-Vertretern die Bayern-Bosse Katar noch verteidigt. Folgt nun die Wende? (mt/dpa)

Auch interessant

Kommentare