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Gesperrter Coman heizt Bayern-Konkurrenzkampf an: „Bin ein großer, großer Spieler auf meiner Position“

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Von: Christoph Klaucke

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Kingsley Coman muss tatenlos zusehen, wie der FC Bayern seinen neuen Offensiv-Stil entwickelt. Der Franzose schürt mit einer Ansage den Konkurrenzkampf.

München – Der FC Bayern ist schon wieder Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Zum Auftakt wurde mal eben so der Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt mit 6:1 aus dem eigenen Stadion geschossen. Auch DFB-Pokalsieger RB Leipzig kassierte zuvor beim 3:5 im Supercup eine Abreibung vor heimischer Kulisse. Dabei müssen die Bayern seit dieser Spielzeit ohne ihre Torgarantie Robert Lewandowski auskommen.

Das neu formierte Offensiv-Quartett um Thomas Müller, Sadio Mané, Serge Gnabry und Jamal Musiala ließ den Polen auf Anhieb vergessen – und das, obwohl der FC Bayern München gar nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Denn mit Kingsley Coman hat der Rekordmeister noch einen weiteren Pfeil im Köcher, der Franzose fehlt wegen einer Rotsperre aus der Vorsaison. Das hält den Siegtorschützen aus dem Champions-League-Finale 2020 jedoch nicht davon ab, eine Kampfansage in Richtung der Kollegen zu senden.

Kingsley Coman
Geboren: 13. Juni 1996 (Alter 26 Jahre), Paris, Frankreich
FC Bayern
Außenstürmer
Vertrag bis: 30.06.2027

FC Bayern brilliert: Kingsley Coman fehlt gesperrt

Für Kingsley Coman begann die neue Saison extrem bitter – besser gesagt: die abgelaufene Spielzeit endete mit einer unnötigen Tätlichkeit. In der vorletzten Bundesliga-Partie gegen Stuttgart sah der „King“ nach einem Schlag ins Gesicht seines Gegenspielers die Rote Karte und wurde für drei Spiele gesperrt. Am kommenden Spieltag gegen den VfL Wolfsburg fehlt Coman ein letztes Mal. Kurios: Der 26-Jährige verpasst gleich zwei Partien gegen die Wölfe, auch am 34. Spieltag ging es gegen die Niedersachsen, damals allerdings in der Autostadt.

Während seine Kollegen in der Offensive also fleißig Pluspunkte sammeln können, ist Coman zum Zuschauen verdammt. Einzig im Supercup durfte er die letzte halbe Stunde mitwirken. Das scheint Coman jedoch zusätzlich zu motivieren, der Tempodribbler scharrt vor seiner Rückkehr bereits mit den Hufen.

FC Bayern: Coman richtet Kampfansage an die Konkurrenz

„Ich denke, ich bin ein großer, großer Spieler auf meiner Position, ich spiele den Fußball, den ich mag. Ich glaube wirklich, dass ich an dem Punkt angekommen bin, an dem ich sein wollte – und jetzt möchte ich einfach den nächsten Schritt machen“, sagte Coman der Dailymail. Obwohl der Franzose seinen Platz in der neuen Offensive der Bayern erst noch finden muss, strotzt er nur so vor Selbstvertrauen.

„Ich denke, dass ich wirklich komplett bin, denn wie ich immer sage, ist für mich das Toreschießen nicht das Wichtigste. Ich denke, ich bringe viel für die Mannschaft.“ Womöglich eine Ansage an die interne Konkurrenz?

Kingsley Coman wird den Konkurrenzkampf beim FC Bayern noch einmal erhöhen.
Kingsley Coman wird den Konkurrenzkampf beim FC Bayern noch einmal erhöhen. © Uwe Koch/Imago

FC Bayern: Coman lobt Mané trotz verschärftem Konkurrenzkampf

Für das Toreschießen wurde zur neuen Saison Sadio Mané eingekauft. Der Senegalese kann im Sturmzentrum spielen, ist aber ursprünglich eher auf der linken Seite zuhause – also auf Comans Position. „Er ist einer der Besten auf unserer Position, auf meiner Position als Flügelspieler oder Stürmer“, weiß auch Coman, der in Mané jedoch mehr als einen Konkurrenten sieht.

„Wenn man mit solchen Spielern zusammenspielt, kann man sich sehr verbessern, sie können einem viel beibringen. Ich weiß definitiv, dass wir alle zusammen wachsen können, als Menschen und auch als Team“, erklärt Coman den positiven Effekt von Neuzugang Mané auf die Mannschaft. „Ich möchte zu den Besten gehören, also ist er definitiv jemand, auf den ich schaue. Aber auch, um ihm gleichzeitig zu helfen, denn ich möchte, dass er in der besten Verfassung ist.“ Dass Mané ein echtes Vorbild ist, zeigte der Superstar erst in dieser Woche, als er am freien Tag zum Training auftauchte. (ck)

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