Jungstar kam letzten Sommer aus Turin

Coman: Darum bin ich von Juve zu Bayern gewechselt

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Kingsley Coman spielt derzeit noch auf Leihbasis für den FC Bayern, der Klub besitzt aber eine Kaufoption.

München - Kingsley Coman war vor seinem Wechsel zum FC Bayern nur wenigen Fußballfans bekannt. Doch der junge Franzose hat schnell auf sich aufmerksam gemacht - und darf jetzt auch für die Equipe Tricolore ran.

Paris St. Germain, Juventus Turin, FC Bayern - nicht gerade die schlechtesten Adressen im internationalen Klubfußball. Nur wenige Profis schaffen es, im Laufe ihrer Karriere für drei solche Spitzenvereine zu spielen. Kingsley Coman ist gerade mal 19 Jahre alt - und darf bereits alle drei als Arbeitgeber in seinem Lebenslauf führen.

Als im Sommer der Wechsel des jungen Franzosen von Juventus Turin zum FC Bayern bekannt gegeben wurde, runzelten viele die Stirn. Der sollte auf Sicht eventuell Franck Ribéry auf der Außenbahn beim FC Bayern beerben? Zweifel wurden geäußert, ob ein Spieler, der bei Juve in der Serie A, wenn überhaupt, hauptsächlich von der Bank kam, beim deutschen Rekordmeister eine tragende Rolle spielen kann. Nach rund drei Monaten steht fest: Coman kann!

Erste Berufung in die Equipe Tricolore

Im Bayern-Trikot absolvierte der schnelle Außenstürmer bislang sieben Bundesliga-Spiele (Zwei Tore, zwei Torvorlagen) und eine DFB-Pokal-Partie. Außerdem kam er drei Mal in der Königsklasse zum Einsatz und servierte dort drei Torvorlagen. Der Lohn für Coman: Didier Deschamps berief ihn zum ersten Mal in den Kader der französischen Nationalmannschaft. Am Freitag könnte der Youngster in Paris gegen die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz kommen.

"Er war bei Juventus Turin, nun spielt er bei Bayern München. Trotz der großen Konkurrenz spielt er", sagte Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps: "Ich möchte ihn auch sehen, bevor ich meine endgültige Entscheidung treffe."

Für den Spieler selbst kommt es überraschend, dass es so gut lief nach seinem Wechsel im Sommer. "Ich dachte nicht, dass ich so viel spielen würde und jetzt auch noch für die Nationalelf nominiert werde. Das ist alles so schnell passiert, ich bin sehr glücklich!", erklärte er im Interview mit der französischen "L'Equipe".

Bayerns Spielstil passt besser zu Coman

Entscheidend für seinen Durchbruch beim FC Bayern sei die Art und Weise, wie Pep Guardiola seine Mannschaft auftreten lasse. "Ich habe Juve verlassen, um in einer Mannschaft zu spielen, die besser zu meinem Spielstil passt. Ich habe dort nicht so viel gespielt, wie ich wollte. Trotzdem habe ich dort viel gelernt. Jetzt wollte ich aber als Profi-Spieler gesehen werden und nicht mehr als kleiner Junge", so Coman.

Als nächstes also nun die Equipe Tricolore. Und Coman wäre nicht Coman, wenn er sich nicht auch im Nationaltrikot hohe Ziele stecken würde: "Ich möchte mich überall durchsetzen, das ist normal. Ich kenne jetzt die großen Klubs. Auch wenn die Nationalmannschaft noch mal etwas anderes ist, der Druck ist auch hier nicht höher."

Gut möglich also, dass Coman Ribéry auch in der französischen Nationalelf schneller ersetzen kann als gedacht...

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