Nach deutlicher Niederlage

Köln-Präsident mit kurioser Behauptung: „Der FC Bayern hat bei uns gelernt“

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Kölns Präsident Werner Wolf.

Eigentlich sollte man beim 1.FC Köln nach der Niederlage gegen den FC Bayern kleinlaute Töne erwarten. Doch Präsident Werner Wolf behauptet nun Kurioses. 

München - Es war das erwartete Wiesn-Schützenfest für den FC Bayern: Mit 4:0 ging der 1. FC Köln am Samstag in München unter. Beim Effzeh beschäftigt man sich derweil aber mit etwas anderem, bei dem diese Niederlage nicht sonderlich hilfreich ist - der Zukunftsplanung.

FC Bayern: Köln-Präsident behauptet: „Der FC Bayern hat bei uns gelernt“

Und dabei sieht Wolf viele deutsche Top-Klubs nicht als Vorbild. Denn in Köln will man - im Gegensatz zu den beiden deutschen Top-Klubs - ohne Investoren auskommen, wie der Präsident im Interview mit der Sport Bild erklärt.  „Wir haben uns das europaweit angeschaut und kommen zu dem Ergebnis, dass ein Investor keine Garantie dafür ist, ganz vorne zu stehen“, sagt Wolf.

Den Kölnern sei etwas anderes viel wichtiger als Investoren-Geld: „Wir sind der Ansicht, dass Freiheit der größte Wert ist. Mit einem Investor verliert man seine Freiheit. Wer Geld gibt, will mitreden.“ Mitreden will auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Sachen Torwartstreit. Nach seiner Wutrede, wo er eine drastische Drohung gegen den DFB ausgesprochen hat, rudert er nun zurück.

FC Bayern hat sich „angeschaut, wie die Kölner das machen“: Köln-Präsident äußert kuriose Behauptung

Die große Ausnahme im deutschen Fußball ist für ihn: Der FC Bayern. „Die Bayern haben es sehr gut gemacht. Als Uli Hoeneß anfing, machte der Verein 16 Millionen Mark (ca. 8,2 Mio. Euro; Anm. d. Red.) Umsatz pro Jahr. Wir wissen, wo der Verein heute steht. Das ist das Ergebnis guter Arbeit. Mit Investoren hat das zunächst gar nichts zu tun“, ist er sich sicher.

Die drei großen strategischen Partner des FCB, Adidas, Allianz und Audi, hätten schließlich hauptsächlich bei der Stadion-Finanzierung geholfen. Gelernt hat der FC Bayern dieses geschickte Management laut Wolf ausgerechnet beim FC Köln: „Der ehemalige Manager Robert Schwan war in den Anfangszeiten der Bundesliga hier und hat sich angeschaut, wie die Kölner das machen. Unser erster Präsident, Franz Kremer, hatte mit Sepp Herberger die Bundesliga gegründet. Das waren die Väter. Sie hatten begriffen, dass der Fußball professionelle Strukturen braucht.“

Lernen vom FC Bayern? Köln diskutiert Stadionausbau - deutlich mehr Plätze geplant

Ob nun der FC Köln von den Bayern lernt? Scheinbar nicht - zumindest was das Stadion betrifft. Schon länger wird in Köln über einen großen Ausbau des Rheinenergie-Stadions diskutiert. Unter anderem soll es auf 70.000 Plätze erweitert werden. Der Verein werde dafür allerdings keine Anteile verkaufen, verspricht der Präsident. 

Im Spiel gegen den FC Köln wurde Philippe Coutinho zu einem von nur fünf Profi-Fußballern weltweit, die eine extrem seltene Statistik erfüllen. Obwohl es für den FC Bayern also ordentlich läuft, gibt es wieder Gerüchte um denVerbleib von Niko Kovac. Nun gibt es aber eine neue Wende im Trainer-Poker. 

trk

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